- 23.11.2004, 14:33:16
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Trammer: Wiener Stadtplanung geht am Willen der Bevölkerung vorbei!
Mit diesem Budget verkauft die Wiener SPÖ den Menschen ihre Politik als "gebratenes Eis am Stiel" - Einerseits werden Millionen für Wahnsinnstaten ausgegeben - andererseits bringt die Wiener Sparwut mehr soziale Kälte in die Stadt!
Wien, 23-11-2004 (fpd) - Das Wiener Budget 2005 sei einmal mehr ein
typisches, in Zahlen gegossenes Machwerk der Wiener SPÖ, und könne
keinesfalls die Zustimmung der Wiener Freiheitlichen erhalten. Gerade
im Bereich der Wiener Stadtplanung sei bereits in den letzten Jahren
massiver Schindluder betrieben worden, so LAbg. GR Heike Trammer im
Zuge der Budgetdebatte zur Geschäftsgruppe Stadtentwicklung und
Verkehr.
Die SPÖ habe in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, daß
die bekannte Taktik der Ausgliederungen und damit der Kontrollentzug
durch die Opposition auch im Bereich der Wiener Stadtplanung
fröhliche Urstände feiere. Als Beispiel nannte Trammer die
Betriebsgesellschaft Laxenburg, die sich im Sommer 2003 besonders
dadurch auszeichnete, daß sie in einer überfallsartigen Kündigung von
hunderten Dauercampern, haarscharf am Gesetzesbruch vorbeischrammte.
Die Menschen, so Trammer, wurden durch die Betriebsgesellschaft
Laxenburg vertrieben - heute freilich ist das besagte Gebiet eine
"Gstetten" und von einer Revitalisierung könne bis jetzt keine Rede
sein.
"Sie wünschen wir widmen" - hat auch heute noch Gültigkeit!
Als Beispiel der gängigen Praxis sg. "Wunschwidmungen" für
SPÖ-Günstlinge nannte Trammer die Vorgänge rund um die Flächenwidmung
beim Milleniumstower in der Brigittenau. Nachdem dieser Turm in
schöner Regelmäßigkeit mit Hilfe des "Gummiparagraphen" § 69 (WBO) in
die Höhe gewachsen war, ist er mittlerweile auch in die Breite
gewachsen. Die Geschäftsflächen im Milleniumszentrum war ursprünglich
mit 10.000 m2 gewidmet und beschlossen - durch "Zufälle" und
behutsames "Nachhelfen" ist diese Fläche auf 15.000 m2 angewachsen.
Die SPÖ geht dabei in Wien höchst seltsame Wege. Denn, so Trammer,
anstatt die Konsequenzen für den Bauträger zu ziehen, läßt man von
Seiten der SPÖ Wien das gesamte Gebiet nachträglich widmen und läßt -
quasi als "Polster" für zusätzliche Platzvermehrungen" - noch 2000 m2
zusätzlich widmen.
Die Betonierer haben immer Saison - "Jungbürgerwald" muß
"Technologiezentrum" weichen!
Ein weiteres Beispiel völlig verfehlter und nicht nachvollziehbarer
Stadtplanung ortete Trammer auch in Floridsdorf, wo die Wiener
Sozialisten einen vor einigen Jahren neu geschaffenen
"Jungbürgerwald" nunmehr planieren wollen und statt dessen ein
Technologiezentrum errichten wollen. Und so gut die Idee der
Wirtschaftsförderung im Technologiebereich für Wien auch sein mag, so
sei es nicht einzusehen, daß dies in einem Nacherholungsbereich
stattfinden müsse. Damit sich die U6-Verlängerung auch lohnt, gibt es
in Floridsdorf in Zukunft Industrie statt Beschaulichkeit, so
Trammer.
Sanierungsfall Donaustadt - SPÖ agiert wie ein Elefant im
Porzellanladen!
Ein Dauerbrenner dieser Legislaturperiode ist auch das Areal rund um
das Waagner-Biro-Gelände in der Donaustadt. Mit der Absiedlung von
Waagner-Biro begann der Anfang vom Ende des Genochmarktes und nunmehr
spricht man von Seiten der SPÖ-Bezirkspolitiker bereits von einem
Einkaufszentrum am Genochmarkt. Ideen, so Trammer, die nicht neu
sind. So hat es doch bereits vor 2 Jahren Ideen gegeben, am
ehemaligen Waagner-Biro-Gelände einen 70 m hohen Turm zu errichten.
Der Genochmarkt hätte nach diesen Planungen einem 35 m hohen Haus
weichen sollen. Aber diese Hochhaus-Manie, so Trammer, scheint in
ganz Donaustadt ausgebrochen zu sein.
Neben dem geplanten Hochhaus am Kagranerplatz sind bei der jetzigen
U1-Endstation zwei weitere Hochhäuser geplant. Das geplante Bürohaus
in der angrenzenden Attemsgasse soll ebenfalls 50 m hoch werden um
einen "optischen Übergang" zu den beiden anderen Türmen zu
gewährleisten.
Die Wiener Freiheitlichen haben in den letzten Monaten darauf
hingewiesen, daß gerade in diesem Gebiet neue, städteplanerischer
Akzente auch in Wien gesetzt werden können.
"Mitten drin statt am Rand" muß das Motto in der Stadtplanung für
ältere Menschen heißen. Integrieren statt separieren: ein Miteinander
der Generationen mit der Prämisse zum Erhalt der Selbständigkeit. So
forderte Trammer einmal mehr eine eigene Magistratsabteilung für
altersgerechte Stadtplanung. Aufgabe der neuen Magistratsabteilung
soll es sein, Bedarfsanalysen für den geeigneten Standort zu
erstellen und Qualitätsfaktoren wie z.B. eine gute Ausstattung des
Stadtteils mit Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungen, Bildungs- und
Kultureinrichtungen, schnelle Anbindung an den ÖV sowie ein
barrierefreies und verkehrssicheres Fußwegenetz einzufordern.
Unter den gegeben Umständen kann die FPÖ dieses Budget nur ablehnen
und die SPÖ auffordern, gerade im Bereich der Stadtplanung mit mehr
Sensibilität und Fingerspitzengefühl vorzugehen, so Trammer
abschießend. (Schluß)jen
OTS0217 2004-11-23/14:33
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