"trend": Vorwurf gegen VKI-Test

Zwischen dem Gewinner einer Studie über Fitness-Tests und der VKI-Studienleiterin bestehe ein Naheverhältnis, kritisieren die Untersuchten

Wien (OTS) - Als der Verein für Konsumenteninformation (VKI) vor wenigen Wochen seine Studie über die Qualität sportmedizinischer Untersuchungen präsentierte, war die Überraschung groß: Ausgerechnet die Trainingsheimat Hermann Maiers, der ÖSV-Olympiastützpunkt Obertauern kam nicht gerade vorteilhaft weg.
Nun aber haben die Herminator-Macher einen gravierenden Schwachpunkt der Studie festgestellt, berichtet das Dienstag erscheinende Wirtschaftsmagazin "trend".
Zuständig für die Testanordnung war nämlich Renate Petschnig, Sportärztin am SMZ-Ost in Wien. Was der VKI nach eigenen Angaben nicht wusste: Petschnigs Lebensgefährte Roman Baron ist stellvertretender Geschäftsführer des universitätsnahen Österreichischen Institutes für Sportmedizin (ÖISM) in Wien. Tatsächlich wurde das ÖISM Sieger des VKI-Tests und als solcher mehr als lobend hervorgehoben.
Obertauern-Chef Josef Obermoser: "Es liegt uns fern zu unterstellen, dass das ÖISM Testsieger aufgrund der großen Naheverhältnisses wurde". Aber: "Das dort ist sportmedizinische Steinzeit". Grundsätzlich habe der VKI bei dem Test "Äpfel mit Birnen" verglichen.
Franz Floss, der zuständige Abteilungsleiter des VKI: "Das Problem sind nicht unsere Testleiter, sondern, dass einzelne Institute die Untersuchungen nicht ordentlich durchgeführt haben." Allerdings: Die nächste derartige Studie ist schon in der Pipeline und diesmal wurde darauf geachtet, dass der Studienleiter nicht in einem Naheverhältnis zu einer der getesteten Institutionen steht.

Rückfragen & Kontakt:

trend Redaktion
Tel.: (01) 534 70/3402

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TRE0006