- 21.11.2004, 09:00:00
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"trend": Vorwurf gegen VKI-Test
Zwischen dem Gewinner einer Studie über Fitness-Tests und der VKI-Studienleiterin bestehe ein Naheverhältnis, kritisieren die Untersuchten
Wien (OTS) - Als der Verein für Konsumenteninformation (VKI) vor
wenigen Wochen seine Studie über die Qualität sportmedizinischer
Untersuchungen präsentierte, war die Überraschung groß: Ausgerechnet
die Trainingsheimat Hermann Maiers, der ÖSV-Olympiastützpunkt
Obertauern kam nicht gerade vorteilhaft weg.
Nun aber haben die Herminator-Macher einen gravierenden
Schwachpunkt der Studie festgestellt, berichtet das Dienstag
erscheinende Wirtschaftsmagazin "trend".
Zuständig für die Testanordnung war nämlich Renate Petschnig,
Sportärztin am SMZ-Ost in Wien. Was der VKI nach eigenen Angaben
nicht wusste: Petschnigs Lebensgefährte Roman Baron ist
stellvertretender Geschäftsführer des universitätsnahen
Österreichischen Institutes für Sportmedizin (ÖISM) in Wien.
Tatsächlich wurde das ÖISM Sieger des VKI-Tests und als solcher mehr
als lobend hervorgehoben.
Obertauern-Chef Josef Obermoser: "Es liegt uns fern zu
unterstellen, dass das ÖISM Testsieger aufgrund der großen
Naheverhältnisses wurde". Aber: "Das dort ist sportmedizinische
Steinzeit". Grundsätzlich habe der VKI bei dem Test "Äpfel mit
Birnen" verglichen.
Franz Floss, der zuständige Abteilungsleiter des VKI: "Das Problem
sind nicht unsere Testleiter, sondern, dass einzelne Institute die
Untersuchungen nicht ordentlich durchgeführt haben." Allerdings: Die
nächste derartige Studie ist schon in der Pipeline und diesmal wurde
darauf geachtet, dass der Studienleiter nicht in einem Naheverhältnis
zu einer der getesteten Institutionen steht.
OTS0020 2004-11-21/09:00
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