Wöchentlicher Finanzkommentar der Volksbank Investmentbank

Wien (OTS) -

USD Euribor Dt. Bund je EUR 3m 10y 19.Nov 04 1,299 2,18% 3,78% 12.Nov 04 1,293 2,17% 3,80% Veränderung -0,46% 0,01%Pkte -0,02%Pkte

US ATX DAX DJ Ind. T-Bond 10y 19. Nov 04 4,12% 2246,4 4180,8 10572,6 12. Nov 04 4,21% 2192,5 4142,0 10469,8 Veränderung -0,09%Pkte 2,46% 0,94% 0,98%

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes ist im November nach vorläufigen Berechnungen der Universität Michigan stärker gestiegen, als vom Markt erwartet. Der entsprechende Index erreichte einen Wert von 95,5 Punkte (Markterwartung: 93,1; Oktober: 91,7). Die US-Einzelhandelsumsätze stiegen im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent (September: 1,6%). Ohne Berücksichtigung der schwankungsanfälligen Autozahlen stiegen die Einzelhandelsumsätze im Oktober um 0,9% M/M (Markterwartung: 0,6%; September: 0,8%). Auch US-Industrie hat ihre Produktion zuletzt etwas deutlicher gesteigert, als erwartet. Die Gesamterzeugung der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger erhöhte sich im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,7% (Markterwartung: 0,4%; September: 0,1%). Aufgrund gestiegener Energiepreise erhöhten sich die US-Verbraucherpreise im Oktober um 3,2 Prozent J/J (September: 2,5%). Die Kernrate ohne die stark schwankenden Preise für Energie und Nahrungsmittel blieb im selben Monat bei 2,0 Prozent. Letztere gilt als wichtiger Einflussfaktor für die Zinsentscheidung der US-Notenbank. Der Konjunkturindex der Notenbank von Philadelphia ist im November mit einem Wert von 20,7 Punkten (Markterwartung: 23,1; Oktober: 28,5) deutlich gefallen. Der entsprechende Index für den Großraum New York stieg auf 19,8 Punkte (Markterwartung: 20,6; Oktober: 17,4). Werte über Null signalisieren eine Verbesserung der Bedingungen im Verarbeitenden Gewerbe der entsprechenden Region. Die Indizes gelten als Indikator für die landesweite Entwicklung. In der Eurozone wurde die Inflationsrate für Oktober kürzlich von ursprünglich 2,5 Prozent J/J auf 2,4 Prozent J/J (September: 2,1%) nach unten revidiert. Die Industrieproduktion stieg im September um 0,5 Prozent M/M (August: -0,6%). In der nächsten Woche werden in den USA nur wenige Wirtschaftsdaten veröffentlicht. In Deutschland steht der wichtige Ifo Geschäftsklimaindex auf dem Programm.

In den USA fiel die Rendite der 10jährigen Benchmarkanleihe in der vergangenen Woche um 9 Basispunkte auf zuletzt 4,12 Prozent. Der Hauptgrund für den Renditerückgang lag in zuletzt wieder etwas gesunkenen Inflationserwartungen, die sich zuvor vor allem aufgrund eines deutlichen Anstiegs bei den Produzentenpreisen erhöht haben. Die Anleiherenditen der Eurozone tendierten in der vergangenen Woche seitwärts. Auch in der nächsten Woche erwahrten wir hier wenig Veränderung.

Der US-Dollar hat sich auch in der letzten Woche im Verhältnis zum Euro trotzt der zuletzt mehrheitlich guten US-Wirtschaftsdaten etwas abgeschwächt. Zwischenzeitlich markierte der Dollar mit 1,3074 sogar den tiefsten Stand seit Einführung des Euros im Januar 1999. In der nächsten Woche erwarten wir nicht zuletzt aufgrund der geringen Zahl von Wirtschaftsdaten, die zur Veröffentlichung anstehen, wenig Veränderung des Währungspaares.

Der Goldpreis erreichte mit dem schwachen US-Dollar zwischenzeitlich mit USD 446,40 je Unze den höchsten Stand seit Juli 1998. Ein sinkender US-Dollar führt zu einer steigenden Nachfrage nach Gold und damit einem steigenden Goldpreis, da für Anleger außerhalb des Dollarraumes das Edelmetall dadurch preiswerter wird.

Trotz des Euro-Rekordhochs verzeichneten die Aktienmärkte in der Eurozone in den letzten Tagen neuerlich Kursgewinne. Der DAX markierte mit 4191 Punkten ein neues Jahreshoch, der ATX erreichte mit 4256 Punkten einen neuen Rekordstand. Auch in der nächsten Woche erwarten wir ein Anhalten der freundlichen Stimmung an den Aktienmärkten und damit leicht steigende Aktienkurse.

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