Kärntner Firmen und Wirtschaftsstandort Kärnten werden m Frühjahr in Südtirol präsentiert

LH Durnwalder ist auf Einladung von LH Haider zu Gast in Kärnten - Diskussionen über Volksgruppe, Verkehr und Wirtschaft

Klagenfurt (LPD) - Gegenseitige Kontakte zwischen Kärnten und Südtirol sollten regelmäßig stattfinden, sagte heute der Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder. Er ist auf Einladung von Landeshauptmann Jörg Haider zu Gast in Kärnten. Nach dem gemeinsamen Besuch des Ausschusses der Regionen in Brüssel begab man sich gestern, Donnerstag, zu einer informellen Gesprächsrunde mit Vertretern der Volksgruppe und der regionalen Wirtschaft und Politik in den Gasthof Loser in St. Michael ob Bleiburg. An dieser Veranstaltung nahm auch der künftige Botschafter in Slowenien, Valentin Inzko, teil. Heute stehen gemeinsame Besuche der Brauchtums-und Familienmesse in Klagenfurt sowie ein Betriebsbesuch bei SEZ in Villach auf dem Programm.

Landeshauptmann Jörg Haider betonte heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit LH Durnwalder und LHStv. Peter Ambrozy, dass im Frühjahr 2005 eine Präsentation von Kärntner Firmen und des Wirtschaftsstandortes Kärnten in Südtirol geplant sei. Es werde eine eigenständige Präsentation oder eine Beteiligung an einer Messe sein, sagte Haider.

Durnwalder und Haider betonten die Tradition und Wichtigkeit des gegenseitigen Austausches und der Zusammenarbeit im Rahmen der ARGE Alpen-Adria und insbesondere auf europäischer Ebene. Bedauert wurde von beiden, dass die Regionen in Europa nicht die Bedeutung habe, die man sich wünsche. "Wir möchten öfters Hier schreien und präsent sein", sagte Durnwalder. Wenigstens seien die Regionen und Minderheiten im Zuge der Verfassung erwähnt worden.

In Vorgesprächen zwischen Durnwalder, Haider sowie LHStv. Peter Ambrozy, LHStv. Karl Pfeifenberger, LR Josef Martinz, LR Reinhart Rohr und LR Dörfler seien heute viele Themen diskutiert worden, erwähnte Haider. So sei über die gemeinsame touristische Vermarktung des Drauradweges ebenso gesprochen worden wie über die Verkehrsachsen auf Straße und Schiene. Die Südbahn könnte beispielsweise lebendiger gestaltet werden, wie dies schon einmal der Fall war. Ein wichtiges Thema bildete auch die Volksgruppe. Durnwalder betonte, dass Minderheitenschutz und die Förderung der Minderheit in den Bereichen Schule, Kultur usw. sehr wichtig sei. Speziell zur Kärntner Ortstafelfrage wolle er sich nicht einmischen. Auch in Südtirol werde derzeit über Fragen von topografischen Bezeichnungen diskutiert. Allerdings könne diesbezüglich Kärnten und Südtirol nicht verglichen werden, so Durnwalder.

Wie Durnwalder ausführte, haben Kärnten und Südtirol viele ähnliche Strukturen und Probleme, etwa bei der Gestaltung des ländlichen Raumens, die von Klein- und Mittelbetrieben geprägten Wirtschaftsstruktur und auch die Verkehrssituation. Von Zeit zu Zeit gemeinsame Absprachen und Besuche, um voneinander auch zu lernen, seien sinnvoll.
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