• 18.11.2004, 12:02:49
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AK Test: Was kostet ein Gehaltskonto? (1)

Erstaunliche Preisunterschiede bei Einzel- und Pauschalkontoverrechnung - Kräftige Unterschiede auch bei Zinsen

Wien (OTS) - Gebührendschungel pur: Das ist das Ergebnis eines AK
Vergleichs bei 17 Banken und 38 Gehaltskonten. Die Kontomodelle
weisen kräftige Preisunterschiede auf. So können die Preise für einen
Normalnutzer mit 240 Buchungen im Jahr zwischen 26,25 und 192,24 Euro
ausmachen. Die Zinsunterschiede für Guthaben und Überziehungen sind
auch enorm - bei einem "Plus" von 0,125 bis 1,75 Prozent, bei einem
"Minus" von 6,875 bis 13,25 Prozent. Damit Konsumenten mehr Geld im
Börsel bleibt, rät die AK: Preise vergleichen, Zinsen verhandeln.

Die AK Tester wollten wissen, wie teuer ein Gehaltskonto ist.
Konkret: Wie viel ein Normalnutzer mit 240 Buchungen pro Jahr für
sein Konto mit Einzelpreis- oder Pauschalpreisverrechnung zahlt.
Insgesamt hat die AK 17 Banken und 38 Gehaltskonten unter die Lupe
genommen - Sparda Bank Wien, Bawag, EB und Hypo-Bank Burgenland, PSK,
Hypo Alpe Adria Bank, easybank, Dornbirner Sparkasse, Hypo OÖ, Bank
für Kärnten und Steiermark, Oberbank, Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien,
NÖ Landesbank Hypothekenbank, Volksbank Wien, Bank Austria
Creditanstalt, Bank für Tirol und Vorarlberg, Generali Bank.

"Es lohnt sich, die Kontomodelle genau anzusehen", rät AK
Konsumentenschützer Harald Glatz. Die jährlichen Kontokosten für
einen Normalnutzer mit 240 Buchungen im Jahr belaufen sich zwischen
26,25 und 192,24 Euro. Üblich sind Konten mit Einzel- oder
Pauschalpreisen. Bei Konten mit Einzelpreisen kommen zur
Kontoführungsgebühr pro Quartal die Gebühren pro Buchungszeile oder
pro Transaktion dazu. Bei einem Pauschalkonto sind in der
Kontoführungsgebühr pro Quartal eine Reihe von Leistungen inkludiert.
Meist ist im Pauschalpreis auch eine Bankomatkarte inbegriffen. Fazit
der AK Analysen: "Bei einer normalen Nutzung des Kontos ist das
Pauschalkonto in den meisten Fällen das günstigste", sagt Glatz. Wer
sein Konto viel nutzt (360 Buchungen pro Jahr), zahlt bei einem Konto
mit Einzelverrechnung im Schnitt 89,93 Euro, bei einem Pauschalkonto
79,20 Euro. Klar ist somit nach der AK Analyse: Bei einer intensiven
Nutzung sollte ein Konto mit einer Pauschalverrechnung gewählt
werden.

Die Guthabenzinsen bei Konten mit Einzelpreisen gehen von 0,125
bis 0,25 Prozent, bei Pauschalkonten von 0,125 bis 1,75 Prozent. Die
AK rät, über mehr Zinsen zu verhandeln. Das gilt auch für die
Überziehungszinsen. Die Überziehungszinsen bei Konten mit
Einzelpreisen reichen von 7,125 bis 12,75 Prozent, bei einem
Pauschalkonto von 6,875 bis 13,25 Prozent. "Wer sein Konto mit 4.000
Euro drei Monate lang überzieht, zahlt beim teuersten
Überziehungszins um 37,50 Euro mehr als bei einem
Durchschnittszinssatz von 9,5 Prozent," rechnet Glatz vor. Im besten
Fall spart sich der Kunde 64,75 Euro.

Fazit der AK: Jeder kann Kontokosten sparen, insbesondere wenn
teure Transaktionen wie etwa Barauszahlungen am Schalter (bis 1,5
Euro) gemieden werden.
(Forts.)

OTS0128    2004-11-18/12:02

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