Ausstiegszenario muss bei der Seebühne mitbedacht werden

SPÖ kritisiert Gehaltshöhe des designierten Intendanten der Wörthersee-Festspiele auf der Klagenfurter Wörthersee-Bühne, Renato Zanella, scharf

Klagenfurt (SP-KTN) - Eine dauerhafte Zusagen von jährlich 1,3 Millionen Euro für die Wörtherseebühne wie sie der Kulturreferent angekündigt habe, könne von den Kärntner Sozialdemokraten nicht mitgetragen werden, stellte am Mittwoch die Kultursprecherin der SPÖ-Kärnten, Nicole Cernic, fest. Es seien drei Saisonen notwendig, um beurteilen zu können, ob die Seebühne erfolgreich zu betreiben sei. Die SPÖ werde also eine grundsätzliche Subventionszusage nur noch bis zur Saison 2007 geben, erklärte Cernic.

Die heurige Saison sei, so gut als jetzt noch möglich, über die Bühne zu bringen. Mit der Planung für 2006 müsste sofort begonnen werden. 2006 wäre somit das entscheidende Jahr für die endgültige Beurteilung, ob das Land sich im Bereich der Seebühne weiter engagiert oder nicht. Sollte, die im Herbst 2006 fällige Evaluation negativ ausfallen, müsste man noch 2007 durchführen, da Planung und Verträge etwa einen Vorlauf von zwei Jahren haben müssen. Dann wäre aber Schluss. Die neue Gesellschaft müsse von Anfang an über eine geeignete Verwertung der Bühne im Ernstfall nachdenken.

"Die Steuerzahler haben ein Anrecht auf die exakte Planung eines Ausstiegsszenarios, welches das weitere finanzielle Risiko des Landes begrenzt. Alles andere ist in Zeiten, in denen man an der Gesundheitsversorgung spart, unzumutbar", so Cernic und weiter:
"Sollte die Produktion Napoleon platzen, sehe ich kaum Möglichkeiten für eine weitere Finanzierung durch das Land."

In die Pflicht zu nehmen sei auch der designierte Intendant der Wörthersee-Festspiele auf der Klagenfurter Wörthersee-Bühne, Renato Zanella. Er habe sich an das vorgesehene Budget zu halten und müsse seine Energien endlich auch bei der Vermarktung der Produktion einsetzen. Dies sei 2004 nicht ausreichend geschehen, so die SPÖ-Kritik. "90.000 Euro Gehalt für eine einzige Produktion ist eindeutig überdotiert", kritisierte die Kultursprecherin. Als Vergleich nannte Cernic den Gehalt des Intendanten des Stadttheaters, Dietmar Pflegerl. Dieser erhalte für eine ganze Theatersaison mit zahlreichen Produktionen, die sogar ins Ausland verkauft würden, 120.000 Euro. "Herr Renato Zanella wurde vom Kulturreferenten also überdurchschnittlich gut bedient, wir erwarten uns daher auch eine mindestens überdurchschnittliche Leistung", so Cernic abschließend. (Schluss)

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