• 15.11.2004, 12:40:14
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NÖGKK-Obmann Hutter zu Rauch-Kallat: "Den schwarzen Peter nehme ich nicht!"

St. Pölten (OTS) - "Spielen wir doch mit offenen Karten!" fordert
NÖGKK-Obmann KR Gerhard Hutter nach den neuerlichen Schuldzuweisungen
über die Idee zur Streichung von Zuschüssen bei Brillen durch
Bundesministerin Rauch-Kallat. "Tatsache ist: Erst hat das
Ministerium alle Vorschläge zur Einsparung der defizitären Kassen
gefordert. Und nutzt jetzt diese Forderung, um die Kassenobleute für
neue Belastungen schuldig werden zu lassen. Aber den Schwarzen Peter
nehme ich nicht!"

Eine ganze Reihe von Maßnahmen der Bundesregierung haben dazu
beigetragen, dass das Finanzloch der Krankenkassen dramatisch
angewachsen ist. Als Beispiel sei nur die Pauschalierung von
Beiträgen für Arbeitslose auf niedrigem Niveau genannt, die der NÖGKK
jährlich 10 Mio. Euro kostet. "Im Rahmen einer Sondereinschau wurden
jetzt die Kassen aufgefordert, das Familiensilber auf den Tisch zu
legen, also diese satzungmäßigen Mehrleistungen, die wir unseren
Versicherten in Eigenverantwortung noch gewähren können. Unter diesen
geforderten Vorschlägen waren - gezwungenermaßen - die bereits
sprichwörtlichen Mehrleistungen bei Sehbehelfen, die wir auf die
Liste setzen mussten. Und jetzt verwendet die Frau Ministerin genau
das gegen uns, was sie zuvor eingefordert hat?"

Belastungen für Kranke sind für Hutter noch nie ein Weg zur
Sanierung der Krankenkassen gewesen. "Wenn wir nur die Kosten für
kassenfremde Leistungen wie das Wochengeld voll abgegolten bekämen,
müsste man über Leistungseinschränkungen bei Brillen gar nicht
nachdenken! Doch das würde den Staatshaushalt belasten - und
offensichtlich sind Belastungen einzelner Kranker leichter
durchzubringen!"

OTS0132    2004-11-15/12:40

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGK

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