- 14.11.2004, 13:30:19
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Waidmannsheil" im Stift St. Georgen/Längsee
Jägerwallfahrt und Hubertusmesse - Autonomie der Kärntner Jägerschaft ab 2005 ist zukunftsweisender Schritt
Klagenfurt (LPD) - Ein besonderes Stelldichein von Kärntner Jägern
und Jagdfreunden geht heute, Sonntag, im Stift St. Georgen am Längsee
über die Bühne. Zum dritten Mal wurde zur "Jägerwallfahrt und
Hubertusmesse" mit Diözesanbischof Alois Schwarz geladen. Den Auftakt
im Stift bildete der ORF-Frühschoppen unter der Moderation von Josef
Nadrag.
Auf dem Programm stehen weiters eine Modenschau vom Trachtenhaus
Strohmaier sowie der Hubertusgottesdienst in der Stiftskirche.
Zugleich werden im Stift - neben Musik und Gesang - eine
Leistungsschau bzw. Ausstellungen von Jagd- und Fischereiartikeln
über Waffen, Trachten, Geländeautos, Fachliteratur, Kunstgegenstände,
Hirschtrophäen sowie Wildspezialitäten geboten.
Zum Frühschoppen war viel Prominenz gekommen, darunter
Landeshauptmann Jörg Haider, Kärntens Gemeindereferent Landesrat
Reinhart Rohr, Jagdreferent Landesrat Josef Martinz und
Landesamtsdirektor Reinhard Sladko. Ebenfalls teilgenommen haben
Diözesanbischof Alois Schwarz, Landesjägermeister Ferdinand Gorton
und Bezirksjägermeister Hans Drescher.
LH Jörg Haider betonte die Einmaligkeit der ab dem kommenden Jahr
beginnenden Selbstverwaltung der Kärntner Jägerschaft. Es sei ein
richtiger Schritt, dass sich die 11.000 Jägerinnen und Jäger Kärntens
in gelebter direkter Partnerschaft mit den Grundeigentümern selbst
verwalten und sich das Land zurücknehme. In diesem Zusammenhang
erinnerte der Landeshauptmann auch an die vor über 15 Jahren
initiierte und erfolgreich bewährte Selbstverwaltung der Kärntner
Feuerwehren, wobei Kärnten ebenfalls Vorreiter in Österreich war.
Unterstützt werde vom Land her die ausgeprägte Jagdkultur und ihre
Pflege, sagte Haider. Die Kultur gehe auf bäuerlich-jagdliche Wurzeln
zurück, aus denen geschöpft werde.
Gemeindereferent LR Rohr stellte fest, dass über die vielen
Hunderten Gemeindejagden in Kärnten sehr viele Interessierte den
Zugang zur Jagd erhalten haben und bekommen können. Die Jäger seien
mit ihren vielfältigen Aktivitäten wichtige Kulturträger, so Rohr. Er
habe stets großes Verständnis für Jäger und Jagd.
In diesem Sinn äußerte sich auch Kärntens Jagdreferent LR Josef
Martinz. Die Jägerschaft sei gut organisiert, die Politik unterstütze
die Anliegen der Jäger und insbesondere die neu startende
Selbstverwaltung.
Auch Landesjägermeister Gorton sagte, es gebe eine große Akzeptanz
der Jagd in Kärnten, die immer auch im Spannungsfeld verschiedener
Interessen stehe. Die Kärntner Jägerschaft habe sich sehr geöffnet.
Er zeigte sich gegenüber den politisch Verantwortlichen dankbar für
die künftige Autonomie und das damit bekundete Vertrauen gegenüber
der Jägerschaft. Bischof Schwarz, auch selbst Jäger, betonte die
hohe Verantwortung für Forst und Wild. Er freue sich, wenn der
Heilige Hubertus verehrt werde und der Glaube tief verankert sei.
(Schluss)
OTS0039 2004-11-14/13:30
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