Internationales Symposion zum Thema "Media Coverage of Corruption, Crime, and Economic Development" im ORF-Zentrum Wien

Medienfachleute aus 23 Ländern entwickeln am 12. und 13. November journalistische Kriterien in der Berichterstattung

Wien (OTS) - "Ost- und Südosteuropa sind Transitgebiete für Drogen und für den Missbrauch von Frauen und Kindern. Die Konsumenten sitzen jedoch im Westen. Wir müssen daher öffentliche Betroffenheit über diese Problematik entwickeln." Das sagte Dr. Erhard Busek, Vorsitzender des Symposions "Media Coverage of Corruption, Crime, and Economic Development" am Freitag, dem 12. November 2004, im Rahmen einer Pressekonferenz zur Eröffnung dieser zweitägigen Veranstaltung im ORF-Zentrum Wien. Dieses Symposion findet heuer zum achten Mal im Rahmen des jährlichen Treffens der von Jimmy Carter gegründeten "Commission on Radio and Television Policy: Central and Eastern Europe" statt. Veranstalter sind das Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM), das DeWitt Wallace Center for Communications and Journalism (Duke University) und der ORF.

Teilnehmer der Pressekonferenz waren neben Vizekanzler a. D. Dr. Erhard Busek, Vorsitzender des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa, Sonderkoordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa, die Vorsitzende Ellen Mickiewicz, PhD, Professor an der Duke University, USA, Rainer Rosenberg, Leiter Produktionsgruppe Spezialprogramme, ORF, John Harwood vom "Wall Street Journal" und Mikhail Fedotov, Russische Journalisten-Vereinigung.

Wichtige medienpolitische Rolle des ORF - "Commission" als Netzwerk verantwortungsbewusster Journalisten

Die Vorsitzenden Ellen Mickiewicz und Dr. Erhard Busek bedankten sich beim ORF für die Unterstützung dieser Veranstaltung und unterstrichen, dass der ORF damit eine medienpolitische wichtige Rolle im europäischen Dialog wahrnehme. Dr. Erhard Busek hob im Pressegespräch weiters die Bedeutung der "Commission on Radio and Television Policy" als Netzwerk verantwortungsbewusster Journalisten hervor, die bei der alljährlichen Jahrestagung im ORF-Zentrum Wien konkrete Regeln zum journalistischen Umgang mit aktuellen Themen und Problemen entwickle. Als Sonderkoordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa begrüßte Busek die Wahl des Themas "Media Coverage of Corruption, Crime, and Economic Development" für die diesjährige Tagung. Man müsse in Südosteuropa und im Westen durch eine fundierte Berichterstattung eine Betroffenheit hervorrufen und in weiterer Folge konkrete Maßnahmen entwickeln.

Dr. Ellen Mickiewicz wies auf die wachsende Bedeutung der "Commission" hin, die sich auch an der Teilnahme von Journalisten aus 23 Ländern - so viel wie nie zuvor - zeige. John Harwood vom "Wallstreet Journal" äußerte sein Bedauern darüber, dass die Journalisten in USA während des Irak-Krieges zu wenig eigene Informationen gehabt hätten und sich daher zu sehr auf die Informationen der Regierung verlassen mussten. Mikhail Fedotov von der Russischen Journalisten-Vereinigung nannte die "Commission" eine "starke Stimme zur Sicherung der Pressefreiheit".

Folgende Themenbereiche werden in fünf Panels erörtert: "Covering Crime and Corruption: Techniques, Evidence, and Access", "Ethics and Law", "Economic Development", "Politics and Media Challenges: Russia and EU" und "Safety and Security".

Unterstützt wird diese Veranstaltung von der Stadt Wien (MA 7), dem Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten, dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, "Kurier", UNIQA Versicherungen AG und der American-Austrian Foundation.

Rückfragen & Kontakt:

ORF-Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Gerhard Bollardt
(01) 87878 - DW 12812

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GOK0003