• 12.11.2004, 12:47:44
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ÖIAG muss ihre Anteile an der VA-Tech halten

Linz (OTS) - "Die Bundesregierung hat die ÖIAG beauftragt, die
Anteile an der
VA-Tech zu halten", erinnert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Er
fordert die Einhaltung dieses Auftrages nun ein und setzt dabei auf
die Unterstützung von Landeshauptmann Pühringer. "Pühringer hat die
Hilfe beim Aufbau einer Mitarbeiterbeteiligung zugesagt. Diese ist
aber nur sinnvoll, wenn auch die ÖIAG ihre Anteile hält. Denn nur
gemeinsam können sie die Sperrminorität von mindestens 25 Prozent und
somit die österreichischen VA-Tech-Standorte sichern."

Eine vollständige Übernahme der VA-Tech durch Siemens bedeutet den
Untergang des Technologiekonzerns, Österreich und vor allem
Oberösterreich verliert eines seiner industriellen Flaggschiffe. "Wir
hoffen natürlich, dass sich der Anlagenbau und die anderen
Teilbetriebe weiterhin positiv entwickeln können", so AK-Präsident
Kalliauer. "Ob es aber eine eigenständige Forschungsarbeit in Linz
geben wird, ist ungewiss. Und mit Sicherheit verschwinden werden
andere zentrale Managementbereiche. Bisherige Zulieferbeziehungen zum
Beispiel bei wirtschaftsnahen Dienstleistungen wie Finanzierung, EDV
und andere höherwertigen Wirtschaftsdienste stehen dann zur
Disposition."

Der Verkauf der ÖIAG-Anteile und die vollständige Übernahme von
Siemens bedeuten somit: Zerschlagung des Konzerns und Eingliederung
der einzelnen Sparten in den Siemens-Konzern; Verkauf einzelner
Teilbereiche; Verlust von Großaufträgen etwa von General-Electric,
einem Konkurrenten von Siemens; damit einhergehend: Verlust von
Arbeitsplätzen in den betroffenen Bereichen.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich will die Erhaltung der VA-Tech
als eigenständiges Unternehmen mit stabilen Verhältnissen. Mit der
Konsolidierung wurde der Konzern auf einen erfolgreichen Weg
gebracht. "Durch die unverantwortliche Ausverkaufspolitik der
Bundesregierung ist es aber nicht gelungen, die Eigenständigkeit auf
der Eigentümerseite abzusichern", kritisiert Kalliauer. "Der unnötig
rasche Rückzug der ÖIAG machte das Unternehmen zum Ziel von
Spekulanten und weckte die Begehrlichkeit des Konkurrenten Siemens."
Er fordert die ÖIAG auf, ihre restlichen Anteile nicht zu verkaufen
und tritt auch weiterhin für die Schaffung einer
Mitarbeiterbeteiligung ein.

OTS0168    2004-11-12/12:47

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO

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