ÖIAG muss ihre Anteile an der VA-Tech halten

Linz (OTS) - "Die Bundesregierung hat die ÖIAG beauftragt, die Anteile an der
VA-Tech zu halten", erinnert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Er fordert die Einhaltung dieses Auftrages nun ein und setzt dabei auf die Unterstützung von Landeshauptmann Pühringer. "Pühringer hat die Hilfe beim Aufbau einer Mitarbeiterbeteiligung zugesagt. Diese ist aber nur sinnvoll, wenn auch die ÖIAG ihre Anteile hält. Denn nur gemeinsam können sie die Sperrminorität von mindestens 25 Prozent und somit die österreichischen VA-Tech-Standorte sichern."

Eine vollständige Übernahme der VA-Tech durch Siemens bedeutet den Untergang des Technologiekonzerns, Österreich und vor allem Oberösterreich verliert eines seiner industriellen Flaggschiffe. "Wir hoffen natürlich, dass sich der Anlagenbau und die anderen Teilbetriebe weiterhin positiv entwickeln können", so AK-Präsident Kalliauer. "Ob es aber eine eigenständige Forschungsarbeit in Linz geben wird, ist ungewiss. Und mit Sicherheit verschwinden werden andere zentrale Managementbereiche. Bisherige Zulieferbeziehungen zum Beispiel bei wirtschaftsnahen Dienstleistungen wie Finanzierung, EDV und andere höherwertigen Wirtschaftsdienste stehen dann zur Disposition."

Der Verkauf der ÖIAG-Anteile und die vollständige Übernahme von Siemens bedeuten somit: Zerschlagung des Konzerns und Eingliederung der einzelnen Sparten in den Siemens-Konzern; Verkauf einzelner Teilbereiche; Verlust von Großaufträgen etwa von General-Electric, einem Konkurrenten von Siemens; damit einhergehend: Verlust von Arbeitsplätzen in den betroffenen Bereichen.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich will die Erhaltung der VA-Tech als eigenständiges Unternehmen mit stabilen Verhältnissen. Mit der Konsolidierung wurde der Konzern auf einen erfolgreichen Weg gebracht. "Durch die unverantwortliche Ausverkaufspolitik der Bundesregierung ist es aber nicht gelungen, die Eigenständigkeit auf der Eigentümerseite abzusichern", kritisiert Kalliauer. "Der unnötig rasche Rückzug der ÖIAG machte das Unternehmen zum Ziel von Spekulanten und weckte die Begehrlichkeit des Konkurrenten Siemens." Er fordert die ÖIAG auf, ihre restlichen Anteile nicht zu verkaufen und tritt auch weiterhin für die Schaffung einer Mitarbeiterbeteiligung ein.

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