- 12.11.2004, 10:05:51
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Heinrich-Wieland-Preis 2004 für die Erforschung der Rolle von Endocannabinoiden bei der neuronalen Kommunikation im Gehirn
Wien (OTS) - In diesem Jahr ging der Heinrich-Wieland-Preis an
Professor Raphael Mechoulam von der Hebrew University in Jerusalem
und an Professor Roger Nicoll von der University of California in San
Francisco; mit der Auszeichnung werden die Forschungen der beiden
Wissenschaftler auf dem Gebiet der Endocannabinoide gewürdigt. Der
Preis wurde heute an der Ludwig-Maximilians-Universität in München
durch den Vorsitzenden des Kuratoriums zur Verleihung des
Heinrich-Wieland-Preises, Prof. Nepomuk Zöllner, überreicht. Die
beiden Wissenschaftler erhielten gemeinsam Euro25.000 für ihre
Forschung.
Der von Boehringer Ingelheim gestiftete Heinrich-Wieland-Preis ist
nach dem deutschen Chemiker und Nobelpreisträger Prof. Dr. Heinrich
Otto Wieland (1877 - 1957) benannt. Seit nunmehr 40 Jahren wird er
einmal jährlich für innovative wissenschaftliche Arbeiten in den
Bereichen Biochemie, Chemie und Physiologie der Fette und Lipide
vergeben. Dieser Preis gehört international zu den bedeutendsten
Auszeichnungen. Die diesjährigen Gewinner erforschten die Rolle von
Lipiden als Neurotransmitter. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit
sind insofern herausragend, als sie weitere Erkenntnisse über die
Kommunikation zwischen Neuronen im Gehirn erbrachten, die bei der
Entwicklung neuer Therapien auf dem Gebiet der Appetit-Regulation,
der Entzündungen und der Neuroprotektion eine potentielle Rolle
spielen.
"Innovationen zu fördern ist einer unserer
Unternehmensgrundsätze", erklärte Dr. Dr. Andreas Barner, Mitglied
der Unternehmensleitung und Leiter des Unternehmensbereiches
Forschung, Entwicklung und Medizin bei Boehringer Ingelheim. "Da sich
Boehringer Ingelheim zum Ziel setzt, neue bessere
Therapiemöglichkeiten zu erforschen und als innovative Arzneimittel
Patienten verfügbar zu machen, freuen wir uns, mit dieser
Auszeichnung innovative Denkansätze und bahnbrechende
Forschungsarbeiten zu fördern, die zu neuartigen Therapien führen
können."
"Unsere Forschungsergebnisse belegen, dass das Gehirn in kleinen
Mengen vorhandene Lipide, auch Endocannabinoide genannt,
synthetisiert, die an Cannabinoid-Rezeptoren binden und so zur
Übertragung von Signalen zwischen Neuronen im Gehirn genutzt werden",
erklärte Professor Mechoulam. Professor Nicoll ergänzte: "Die
Endocannabinoide zeigen einen höchst ungewöhnliche Weg der
Signalübertragung im Gehirn, weil die Neuronen diese Encannabinoide
nutzen, um Ihre eigene Aktivität zu kontrollieren." - "Wir freuen uns
sehr, dass unsere wissenschaftliche Entdeckung mit dem
Heinrich-Wieland-Preis gewürdigt wird und hoffen, dass weitere
Forschungsarbeit zeigen wird, wie Cannabinoide auf Zell- und
Netzwerkebene genutzt werden können," sagten Prof. Mechoulam und
Prof. Nicoll.
Boehringer Ingelheim
Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den
20 führenden Pharmakonzernen. Mit Hauptsitz in Ingelheim,
Deutschland, ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 152 verbundenen
Unternehmen in 45 Ländern tätig und beschäftigt insgesamt mehr als
34.000 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten
Unternehmens in Familienbesitz liegen in der Forschung, Entwicklung,
Produktion sowie im Marketing neuer Produkte mit hohem
therapeutischem Nutzen für die Humanmedizin sowie die Tiergesundheit.
Im Jahr 2003 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Gesamterlöse von
7,4 Mrd Euro. Über ein Fünftel der Einnahmen aus dem größten Bereich
verschreibungspflichtige Arzneimittel investierte das Unternehmen in
die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente.
Fotos und weitere Informationen zum Heinrich-Wieland-Preis finden
Sie unter
http://www.boehringer-ingelheim.com/corporate/news/photo_hwprize.htm
OTS0072 2004-11-12/10:05
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