Heinrich-Wieland-Preis 2004 für die Erforschung der Rolle von Endocannabinoiden bei der neuronalen Kommunikation im Gehirn

Wien (OTS) - In diesem Jahr ging der Heinrich-Wieland-Preis an Professor Raphael Mechoulam von der Hebrew University in Jerusalem und an Professor Roger Nicoll von der University of California in San Francisco; mit der Auszeichnung werden die Forschungen der beiden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Endocannabinoide gewürdigt. Der Preis wurde heute an der Ludwig-Maximilians-Universität in München durch den Vorsitzenden des Kuratoriums zur Verleihung des Heinrich-Wieland-Preises, Prof. Nepomuk Zöllner, überreicht. Die beiden Wissenschaftler erhielten gemeinsam Euro25.000 für ihre Forschung.

Der von Boehringer Ingelheim gestiftete Heinrich-Wieland-Preis ist nach dem deutschen Chemiker und Nobelpreisträger Prof. Dr. Heinrich Otto Wieland (1877 - 1957) benannt. Seit nunmehr 40 Jahren wird er einmal jährlich für innovative wissenschaftliche Arbeiten in den Bereichen Biochemie, Chemie und Physiologie der Fette und Lipide vergeben. Dieser Preis gehört international zu den bedeutendsten Auszeichnungen. Die diesjährigen Gewinner erforschten die Rolle von Lipiden als Neurotransmitter. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit sind insofern herausragend, als sie weitere Erkenntnisse über die Kommunikation zwischen Neuronen im Gehirn erbrachten, die bei der Entwicklung neuer Therapien auf dem Gebiet der Appetit-Regulation, der Entzündungen und der Neuroprotektion eine potentielle Rolle spielen.

"Innovationen zu fördern ist einer unserer Unternehmensgrundsätze", erklärte Dr. Dr. Andreas Barner, Mitglied der Unternehmensleitung und Leiter des Unternehmensbereiches Forschung, Entwicklung und Medizin bei Boehringer Ingelheim. "Da sich Boehringer Ingelheim zum Ziel setzt, neue bessere Therapiemöglichkeiten zu erforschen und als innovative Arzneimittel Patienten verfügbar zu machen, freuen wir uns, mit dieser Auszeichnung innovative Denkansätze und bahnbrechende Forschungsarbeiten zu fördern, die zu neuartigen Therapien führen können."

"Unsere Forschungsergebnisse belegen, dass das Gehirn in kleinen Mengen vorhandene Lipide, auch Endocannabinoide genannt, synthetisiert, die an Cannabinoid-Rezeptoren binden und so zur Übertragung von Signalen zwischen Neuronen im Gehirn genutzt werden", erklärte Professor Mechoulam. Professor Nicoll ergänzte: "Die Endocannabinoide zeigen einen höchst ungewöhnliche Weg der Signalübertragung im Gehirn, weil die Neuronen diese Encannabinoide nutzen, um Ihre eigene Aktivität zu kontrollieren." - "Wir freuen uns sehr, dass unsere wissenschaftliche Entdeckung mit dem Heinrich-Wieland-Preis gewürdigt wird und hoffen, dass weitere Forschungsarbeit zeigen wird, wie Cannabinoide auf Zell- und Netzwerkebene genutzt werden können," sagten Prof. Mechoulam und Prof. Nicoll.

Boehringer Ingelheim

Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den 20 führenden Pharmakonzernen. Mit Hauptsitz in Ingelheim, Deutschland, ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 152 verbundenen Unternehmen in 45 Ländern tätig und beschäftigt insgesamt mehr als 34.000 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in Familienbesitz liegen in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie im Marketing neuer Produkte mit hohem therapeutischem Nutzen für die Humanmedizin sowie die Tiergesundheit.

Im Jahr 2003 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Gesamterlöse von 7,4 Mrd Euro. Über ein Fünftel der Einnahmen aus dem größten Bereich verschreibungspflichtige Arzneimittel investierte das Unternehmen in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente.

Fotos und weitere Informationen zum Heinrich-Wieland-Preis finden Sie unter
http://www.boehringer-ingelheim.com/corporate/news/photo_hwprize.htm

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