Kollektivvertragsgehälter im Handel steigen um effektiv 2,15 Prozent

Angespannte Situation der Handelsunternehmen berücksichtigt - Neu zu schaffende paritätisch besetzte Stelle wird sich mit Arbeitsbedingungen im Handel beschäftigen

Wien (OTS) - Nach insgesamt zwei harten Verhandlungsrunden konnten sich Arbeitgeber- (Verhandlungsführer: Alois Wichtl, Obmann des Bundesgremiums Lebensmittelhandel in der WKÖ) und Arbeitnehmervertreter (Verhandlungsführer: Felix Hinterwirth, Vorsitzender des Wirtschaftsbereichs Handel in der Gewerkschaft der Privatangestellten) im Handel am Donnerstag Abend auf einen Kollektivvertrag für rund 450.000 Angestellte im Handel und in verwandten Berufen einigen: Ab 1. Jänner 2005 werden demnach die kollektivvertraglichen Mindestgehälter im Handel um 2,0 Prozent, mindestens aber um 25 Euro erhöht, was effektiv einer Erhöhung um 2,15 Prozent entspricht. Bestehende Überzahlungen bleiben aufrecht.

Vereinbart wurde auch die Einrichtung einer paritätisch besetzten Stelle, die sich mit Arbeitsbedingungen im Handel auseinandersetzt. "Mir ist sehr wichtig, dass der Handel damit das Signal der Arbeitnehmer aufnimmt und sich mit vorhandenen Problemen in der Branche beschäftigt", so Hinterwirth.

"Angesichts der angespannten Situation der meisten Handelsunternehmen war ein moderater Abschluss wichtig. Den haben wir erreicht", gibt sich Wichtl zufrieden. "Für die Arbeitnehmerseite ist der Abschluss ein gerade noch vertretbarer Kompromiss", erklärt Hinterwirth.

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