Grüne Leopoldstadt: Parteipolitik statt Ehrung Verfolgter

SPÖ kann mit Kritik nicht mehr rational umgehen

Wien (Grüne) - "Benennungen im öffentlichen Raum sind wichtige politische Zeichen. Während sich die Grünen für im derzeitigen Namensspektrum unterrepräsentierte Personen stark macht, geht die SPÖ einen anderen Weg", kritisieren die Grünen Leopoldstadt.

Das Fass zum Überlaufen gebracht hat die Benennung des noch nicht errichteten Parks auf dem Nordbahnhof nach Alt-Bezirksvorsteher Rudolf Bednar. WiderstandskämpferInnen, NS-Opfer und HumanistInnen bleiben Außen vor. Das dies gerade auf einem historisch so sensiblen Ort wie dem Deportationsbahnhof Wien Nord geschieht, ist zusätzlich skandalös. Bereits im Juni 2000 wurden Persönlichkeiten wie Elias Canetti oder Paul Grüninger mittels Antrag für den Nordbahnhof namhaft gemacht, die SPÖ ignoriert sie beharrlich.

Zweifellos war Rudolf Bednar ein vielgeachteter Politiker, Kritik an der Benennungspraxis der SPÖ ist aber notwendig und richtig. Ein Beispiel: In der gleichen Sitzung wurde ein Antrag der Grünen, den Park in der Innstraße nach der jüdischen Schriftstellerin und Sozialdemokratin, dem NS-Opfer Thekla Merwin zu benennen, aus fadenscheinigen Gründen mit den Stimmen der SPÖ abgelehnt. Der Antrag der auch von FPÖ und ÖVP unterstützt wurde blieb in der Minderheit.

Nicht nachvollziehbar ist zudem die Reaktion von SP-Gemeinderat Hora, der in den Zusammenhang den Rücktritt eines Grünen Bezirksrates forderte. "Offenbar ist in seinem Bewusstsein das Wiener SPÖ-Feudalsystem schon so verankert, dass er mit Kritik nicht mehr rational umgehen kann" so die Leopoldstädter Grünen abschliessend.

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