- 11.11.2004, 12:32:54
- /
- OTS0192 OTW0192
Wiedereinführung eines autofreien Tages: Rückschritt in die Steinzeit
Fahrzeugindustrie kritisiert verkehrsbeschränkende Maßnahmen im jüngsten Entwurf zu einem Immissionsschutzgesetz - Luft (IG-L)
Wien (PWK 808) - Massive Gefährdungen für den österreichischen
Industriestandort, weitreichende Einschränkungen in die gewerblichen
und freiberuflichen Tätigkeiten sowie einen Angriff auf die
Mobilitätsbedürfnisse der österreichischen Bevölkerung (Freizeit- und
Berufsverkehr!) ortet der Fachverband der Fahrzeugindustrie
Österreichs in dem jüngsten vom Umweltministerium vorgelegten Entwurf
zum IG-L.
Dieser sieht unter anderem vor:
Anordnung autofreier Tage, wechselweise Fahrverbote für
Kraftfahrzeuge mit geraden und ungeraden Kennzeichen
Fahrverbote für ältere Fahrzeuge
Keine Ausnahmen von Fahrverboten für Ziel- und Quellverkehr (massive
Einschränkung der wirtschaftlichen Tätigkeit!)
Der Geschäftsführer des Fachverbandes der Fahrzeugindustrie
Österreichs, Herr Mag. Linszbauer, verweist auf die enormen
Leistungen der Fahrzeugindustrie, die zu wesentlichen Absenkungen der
Grenzwerte und der fahrzeugspezifischen Emissionen geführt haben
sowie auf die bereits seitens der EU vorgegebenen weiteren
Abgassenkungen (EURO IV und V). Die Konsumenten und die verladende
Wirtschaft, die in umweltfreundliche Fahrzeuge und Treibstoffe
investieren, dürfen keinesfalls vor den Kopf gestoßen werden.
"Gegenständlicher Verordnungsentwurf, der ohne Vorwarnung der
Sozialpartner seitens des Umweltministeriums lanciert wurde, stellt
einen massiven Vertrauensbruch gegenüber jeden dar, der entsprechende
Vorleistungen erbracht hat", so Linszbauer, der gleichzeitig eine
vollständige Überarbeitung des Entwurfs fordert. (Us)
OTS0192 2004-11-11/12:32
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK






