Ungarn - Geheimtipp der Woche: Kleines Dorf in großer Gesellschaft - Ungarisches UNESCO-Welterbe Holloko

Wien (OTS) - Sie sind in einem Atemzug zu nennen: die Große Chinesische Mauer, der Schiefe Turm von Pisa, die Akropolis in Athen und das kleine Palotzendorf Holloko im Nordosten Ungarns. Allen gemein ist nämlich das Prädikat des UNESCO-Welterbes. Bereits seit 1987 zählt das kleine Holloko mit seinem Altdorf und der Umgebung zur internationalen Riege schützenswerter Kulturgüter.

Holloko liegt etwa 70 Kilometer nordöstlich von Budapest am Fuße einer Burgruine in der malerischen Hügelwelt von Cserhát. Die fruchtbaren Täler des Berglands sind Heimat der Volksgruppe der Palotzen. Mit dem Welterbe-Siegel hebt die UNESCO in Holloko vor allem die einzigartige Bauweise der Häuser hervor. Charakteristisch sind der von der Straße aus zugängliche, ebenerdige Keller, der sich durch Bruchsteinmauerwerk von der weißgetünchten Fassade abhebt, sowie das dunkle Holz der Balustraden und Giebel. Eine Spezialität der Palotzen: raffinierte Holzschnitzereien, die Geländer und Balken zieren. Oft führt ein Laubengang um das Haus herum, den an der Giebelseite ein schmales Walmdach bedeckt. Deckte früher Reet die Dächer, so sind es heute wettergegerbte Schindeln oder Ziegel.

Die meisten der 58 denkmalgeschützten Häuser wurden nach einer Brandkatastrophe im Jahr 1909 originalgetreu wieder aufgebaut, die ursprüngliche Struktur des Dorfes wurde beibehalten. Eine schlichte kleine Kirche mit Holzturm markiert weiterhin den Mittelpunkt von Holloko. So schlendern Besucher auch heute noch durch ein pittoreskes Örtchen, das den Charme des 17. Jahrhunderts versprüht. Dabei ist Holloko kein bloßes Museumsdorf, sondern eine lebendige Siedlung, die an ihren kulturellen und überlieferten Schätzen festhält.

Einen Blick hinter die weißen Fassaden der UNESCO-geschützten Häuser in das traditionelle Leben der Palotzen liefert das Dorfmuseum. Hierfür wurden die drei Räume des ältesten Wohnhauses in ursprünglicher Weise eingerichtet. Küchengeräte und bunt bemalte Möbel sind ebenso zu sehen wie Stickereien. Bemerkenswert sind auch die farbenfrohen Trachten der Frauen: An normalen Tagen umschwingen mindestens zwei, an Festtagen bis zu acht kurze Röcke die Knie, bei jungen Mädchen können es schon mal warme 15 bis 20 sein! Dazu tragen die Palotzen-Frauen eine Bluse mit weiten Ärmeln, ein Schultertuch und eine perlenbestickte Haube.

Nach einem Bummel durch das Altdorf lohnt sich ein Abstecher zur Burgruine, nur wenige Wanderminuten vom Dorf entfernt. Auf einem Hügel thronend bestimmt die Burg aus dem 14. Jahrhundert das Landschaftsbild. Dank der Lage bietet sich Ruinen-Besuchern ein großartiger Panoramablick auf die UNESCO-prämierte Umgebung von Holloko: Sanfte Hügel mit Weideland, Weinbergen und Wald bilden einen idyllischen Rahmen für das historische Dorf.

Rückfragen & Kontakt:

Ungarisches Tourismusamt
Opernring 5/2
Tel.: 0043/1/5852012-13
Fax: 0043/1/5852012-15
ungarn@ungarn-tourismus.at
www.hungary.com
www.ungarn-tourismus.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HUN0001