• 09.11.2004, 14:37:20
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Kärnten erreichte Fristverlängerung für Gülleausbringung

LH Haider: Kärntner Bauern sollen nicht gezwungen sein, mit einem Bein in Illegalität zu agieren - LK-Beraterkosten nicht auf Land abwälzen

Klagenfurt (LPD) - Die Fristverlängerung für die Gülleausbringung
wertete heute, Dienstag, Landeshauptmann Jörg Haider als wichtigen
Erfolg für die Kärntner Bauern. Die schwierigen Witterungsbedingungen
haben heuer zu einem verspäteten Abernten der Körnermaisflächen
geführt, Gülle zur Düngung konnte daher nicht zeitgerecht ausgebracht
werden. Auf Initiative des Landeshauptmannes verlängerte der
zuständige Landwirtschaftsminister Josef Pröll daraufhin die Frist
auf den 15. November.

"Unsere Bauern hätten sich bei einer Gülleausbringung nach
Fris-tende einer allfälligen Strafverfolgung ausgesetzt. Rasche Hilfe
war daher angebracht", erklärte der Landeshauptmann. In diesem Sinne
sei auch die Kammer für Land- und Forstwirtschaft mit der Bitte an
ihn herangetreten, den Landwirtschaftsminister von der Brisanz der
Lage zu informieren.

Die Kärntner Bauern würden das ganze Jahr über wichtige und
vorbildliche Arbeit als u.a. Landschaftspfleger und Produzenten
hochwertiger Lebensmittel leisten, meinte Haider. Es müsse dringend
vermieden werden, dass sie gezwungen seien, mit einem Bein in der
Illegalität zu agieren.

Weiters stellte der Landeshauptmann heute zur Kürzung der
Unterstützung für Beratertätigkeiten der Landwirtschaftskammer durch
den Bund fest, dass es nicht angehe, dass das Land diesen Entfall
ausgleiche. Es sei außerdem kein Grund dafür gegeben, die
Beraterkosten zu kürzen, sagte Haider mit dem Hinweis auf das gleich
gebliebene Agrarbudget des Bundes. Das Land müsse ohnehin immer mehr
Bundesagenden mit Landesmitteln finanzieren.
(Schluss)

OTS0237    2004-11-09/14:37

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