- 09.11.2004, 12:03:38
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ÖAAB-Hoch: Die AK arbeitet sehr erfolgreich für ihre Mitglieder
Aber weniger Parteiarbeit für die SPÖ täte der AK gut
"Die Diskussion um die Senkung oder Einfrierung der AK-Umlage geht in
Wirklichkeit am wahren Problem vorbei", so reagierte der Wiener
ÖAAB-Landesgeschäftsführer und Vorstandsmitglied der Wiener AK,
Alfred HOCH, auf die laufenden Diskussionen um die AK-Umlage.
Einerseits gibt es keine zweite gesetzliche Interessenvertretung in
Österreich, die so erfolgreich die Interessen ihrer Mitglieder
vertrete wie die Arbeiterkammer. Andererseits gibt es aber auch keine
weitere Interessenvertretung, die so durch eine Partei - nämlich der
SPÖ - vereinnahmt wird, wie die Arbeiterkammer.
Utl.: 2003: 284 Millionen Euro für die Mitglieder erstritten
So konnten im letzten Jahr seitens der Arbeiterkammer bei 2 Millionen
Beratungen 284 Millionen Euro für die Mitglieder vor Gerichten und
aussergerichtlich erstritten werden. "Das ist eine wahrlich
erfolgreiche Bilanz, noch dazu wenn man bedenkt, dass der erstrittene
Wert deutlich höher ist , als jene Kosten, die für die
Beratungstätigkeit der Mitglieder aufgewendet werden mußten.
Utl.: Weniger Parteiarbeit für SPÖ aber notwendig
Trotzdem, so Hoch, bestehe derzeit die Gefahr, dass die
Arbeiterkammer immer mehr zu einer Vorfeldorganisation der SPÖ
mutiere. "Die Aussendungen der AK sind sehr oft wortident mit den oft
polemischen Argumenten der SPÖ, was kein gutes Licht auf eine
gesetzliche Interessenvertretung wirft", so HOCH. Zudem komme man
sich in vielen AK-Sitzungen bzw. Ausschüssen vor, wie bei Vorträgen
am Karl Renner-Institut. "Die Inhalte der Vortragenden stammen oft
direkt aus dem Parteiprogramm bzw. aus Konzepten der SPÖ", so Hoch
und abschließend: "Mit deutlich weniger SPÖ-Parteiarbeit wären die
Erfolge der AK deutlich sichtbarer und es gebe keine unnötige
Diskussion um die Finanzierung dieser gesetzlichen
Interessenvertretung"
OTS0144 2004-11-09/12:03
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