AUSSTELLUNG MIT GRAFIKEN AUS DEM BURGENLAND IM PARLAMENT ERÖFFNET Khol will Schwellenängste zwischen Kunst und Politik überwinden

Wien (PK) - Der Präsident des Nationalrates Andreas Khol und der Präsident des Burgenländischen Landtages Walter Prior eröffneten heute Abend gemeinsam eine Ausstellung mit grafischen Werken von insgesamt 15 zeitgenössischen bildenden Künstlern aus dem Burgenland in der Säulenhalle des Parlaments. Präsident Khol begrüßte dazu ein zahlreiches Publikum mit viel politischer Prominenz aus dem Burgenland, namentlich Bundesministerin a.D. Christa Krammer und Bundesratsvizepräsidenten Georg Pehm sowie die Nationalratsabgeordneten Katharina Pfeffer und Franz Glaser.

Nationalratspräsident Andreas Khol erinnerte an Ausstellungen mit Bildern aus Tirol und Vorarlberg im Hohen Haus und erläuterte seine Absicht, Künstler und ihre Werke aus den Bundesländern im Parlament zu präsentieren, um so Schwellenängste zwischen Politik und Kunst zu überwinden.

Überrascht zeigte sich der Nationalratspräsident von der großen Zahl prominenter Künstler, die unter dem Titel "Grafik aus dem Burgenland" ausstellen - unter ihnen auch Nichtburgenländer wie Wander Bertoni, die das Burgenland zum Ort ihres Schaffens gemacht haben.

Der Präsident des Burgenländischen Landtages Walter Prior zeigte sich stolz darauf, dass das Burgenland nicht nur ein beliebtes Fremdenverkehrsziel mit durchschnittlich 300 Sonnentagen pro Jahr sei, sondern aufgrund der Toleranz, die die Burgenländer auszeichne, auch zu einem guten Land für Künstler geworden sei. Die aktuelle Ausstellung im Parlament biete einen Querschnitt durch das grafische Schaffen im Burgenland, sagte Präsident Prior, der die Arbeit der Künstler nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Öffnung der Ostgrenzen als ein Instrument sieht, um auch in den Köpfen der Menschen Grenzen zu überwinden. "Daher darf es keine ideologischen Einschränkungen für die Kunst geben", zeigte sich Prior überzeugt.

Der Grafiker Johannes Haider, selbst mit Kaltnadelradierungen vertreten, stellte den Gästen der Vernissage die einzelnen Künstler vor und charakterisierte ihre Werke sowie die verschiedenen von ihnen verwendeten Hoch- und Tiefdrucktechniken. Schließlich klärte er auf, was mit der geheimnisvollen Bezeichnung "NN-fabrik Oslip" gemeint sei, nämlich eine Künstlergruppe, die sich unter dem lateinischen Titel "Non Nominatum", den Haider mit "Wir kennen den Namen nicht" übersetzte, verschiedenen Richtungen der bildender Kunst, aber auch der Literatur und der Musik widmen.

Die in der Säulenhalle ausgestellten Grafiken (Lithographien, Holzschnitte, Farbradierungen, Serigrafien, Digitaldrucke, Kaltnadelradierungen, Aquatinto-Drucke, Strichätzungen und Permanentmarker) stammen von Wander Bertoni, Josef Danner, Fria Elfen, Wil Frenken, Franz Gyolcs, Johannes Haider, Wolfgang Horwath, Klaus Ludwig Kerstinger, Siegmund Kleinl, Hans Kruckenhauser, Anton Lehmden, Gotthard Muhr, Walter Schmögner, Robert Schneider und Johannes Wanke. Die Werke können bis Samstag, den 19. November 2004 in der Säulenhalle besichtigt werden. (Schluss)

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