• 05.11.2004, 15:09:40
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"Klassizismus und Biedermeier" im LIECHTENSTEIN MUSEUM bis 20. Februar 2005 verlängert

Amerlings schlafende Prinzessin und Waldmüllers Rosen erfreuen sich grösster Beliebtheit

Ferdinand Georg Waldmüller (1793 - 1865) 
Rosen, 1843 
Öl auf Holz, 48 x 39 cm 
Inv. Nr. GE 2145 
Bezeichnet a. d. Rückseite: Waldmüller 1843 
Provenienz: 2004 durch Fürst Hans Adam II. von und zu Liechtenstein
angekauft

Wien (OTS) - Gemälde, Skulpturen und Möbel des Klassizismus und
Biedermeier zählen zu einem der Kernbestände der Sammlungen des
Fürsten von und zu Liechtenstein und belegen das Ansehen der
Fürstenfamilie und ihr Engagement für Kunst und Architektur in dieser
Epoche. Die ursprünglich bis 7. November 2004 geplante
Sonderausstellung "Klassizismus und Biedermeier", die den
thematischen Schwerpunkt in den Wechselausstellungsräumen in den
ehemaligen Damenappartements im LIECHTENSTEIN MUSEUM bildet, wurde
nun wegen des grossen Publikumserfolges bis 20. Februar 2005
verlängert. Für mehr als drei Monate bietet sich daher noch die
einmalige Gelegenheit, einige der Glanzstücke der Fürstlichen
Sammlungen zu sehen, ehe die Exponate wieder nach Vaduz gebracht
werden.

In Saal I sind eine Reihe von Ruinencapricci und die Veduten
Bernardo Bellottos (1721-1780), die das Palais Liechtenstein und
seinen Garten wunderbar ins Bild setzen, zu sehen. Neben Heinrich von
Fügers (1751-1818) monumentalem Bild des Prometheus, einem Hauptwerk
des österreichischen Klassizismus, dominieren in Saal II die
verwandtschaftlichen Beziehungen der Familien Liechtenstein und
Esterházy, wobei die als Ariadne auf Naxos dargestellte Prinzessin
Maria Josepha Hermenegilde Esterházy, geborene Liechtenstein, in
einem grossen Porträt von Elisabeth Vigée Lebrun (1755-1842)
besonders beeindruckt. Auch Weltpolitik ist hier mit hochkarätigen
Kunstwerken wie Johann Peter Kraffts (1780-1856) Gemälde Erzherzog
Karl mit seinem Stab in der Schlacht von Aspern und der
Napoleon-Skulptur von Antonio Canova vertreten.

Viel intimer ist im Gegensatz dazu die Landschafts- bzw.
Porträtmalerei der Biedermeierzeit im dritten Saal, wobei alle
wichtigen Namen vertreten sind: Josef Rebell, Thomas Ender, Ferdinand
Georg Waldmüller, Rudolf von Alt, Friedrich Gauermann, Franz Eybl,
Franz von Lenbach und Friedrich von Amerling. Letzterer besticht vor
allem in seinen Kinderbildern; dem Reiz der schlafenden Prinzessin
Marie Franziska von Liechtenstein, dargestellt im Alter von zwei
Jahren (1836), kann sich kaum jemand entziehen. Aber auch das Porträt
eines jungen Mädchens mit dem Titel In Träumen versunken (um 1835)
hält dem Vergleich mit grossen internationalen Malern der Zeit stand.
Neben dem grossformatigen Gemälde Francesco Hayez’ Il Consiglio alla
Vendetta (1851), einem Hauptmeister der italienischen Malerei der
ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, sind auch die beiden jüngsten
Neuankäufe zu bewundern: das beliebte Rosen-Stillleben (1843) von
Waldmüller sowie die Apotheose des Herkules (Ende der 1530er Jahre)
des ferraresischen Malers Benvenuto Tisi, genannt "Il Garofalo".

Führungen zur Sonderausstellung "Klassizismus und Biedermeier"
finden mittwochs um 18.30 Uhr statt.

LIECHTENSTEIN MUSEUM. Die Fürstlichen Sammlungen
 Fürstengasse 1, 1090 Wien
 Öffnungszeiten: täglich ausser Dienstag 9.00-20.00 Uhr
 Tel.: +43 (1) 319 57 67-252
 Fax:  +43 (1) 319 57 67-255
 mailto:[email protected]
 http://www.liechtensteinmuseum.at

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
LIECHTENSTEIN MUSEUM. Die Fürstlichen Sammlungen
Mag. Alexandra Hanzl
Tel.: +43 (1) 319 57 67-140
Fax: +43 (1) 319 57 67-20
mailto:[email protected]

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