- 02.11.2004, 16:50:20
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E-Government Erfahrungsaustausch mit Ländern der EU
Internationales Symposion "The Austrian E-Government Experience" am 29.10.2004
Wien (OTS) - Die Stabsstelle IKT-Strategie des Bundes und das
Zentrum für sichere Informationstechnologie - Austria (A-SIT)
veranstalteten ein gemeinsames Symposion, um einem internationalen
Fachpublikum die Fortschritte und Erfahrungen bei der Umsetzung von
E-Government in Österreich vorzustellen. Die hochrangigen Gäste aus
"alten", "neuen" und "künftigen" EU-Mitgliedsländern nutzten diese
Gelegenheit zu ihrer Information sowie um über eigene Erfahrungen zu
diskutieren.
In seiner Eröffnungsrede betonte Dir. Mag. Andreas Ittner (Leiter
der Hauptabteilung Analyse und Revision in der Oesterreichischen
Nationalbank), dass sich E-Government am Bedürfnis der Benutzer
orientieren muss und keine Zwei-Klassen-Gesellschaft hervorrufen
darf. Als weiteren wesentlichen Aspekt betonte er, dass die Nutzung
elektronischer Systeme primär von dem in sie gesetzten Vertrauen
abhängt. Dies zu erhalten und zu verstärken ist im Bereich der
Zahlungssysteme ein zunehmend wichtiges Themafür die Notenbanken.
Min. Rat Dr. Waltraut Kotschy überzeugte in einem originellen
Referat über das österreichische E-Government Gesetz, dass sich der
Gesetzgeber sehr wohl über die Bedeutung des Datenschutzes bewusst
ist.
Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Reinhard Posch, der die Sicherheit der
österreichischen E-Government Verfahren auch bei der europäischen
RSA-Konferenz als Keynote-Speaker erläutern wird, stellte die
Kernfunktionen des E-Government - Bürgerkarte, Elektronischer Akt und
elektronische Zustellung plastisch vor, die technischen Lösungen
wurden in den folgenden Expertenreferaten verständlich dargelegt.
Insgesamt vermittelten die Vorträge überzeugend, dass E-Government in
Österreich bereits funktioniert. Als bekanntestes Beispiel wurde
Finanz Online, die elektronische Einreichung von Steuererklärungen,
erläutert.
Am Schluss fand eine Podiumsdiskussion mit Diskutanten aus
verschiedenen Ländern unter der Leitung von Paul Timmers (Leiter des
Referates E-Government in der Generaldirektion
Informationsgesellschaft der EU-Kommission) statt. Diskutiert wurde
die Notwendigkeit, E-Government in den verschiedenen Staaten
europaweit kompatibel zu machen. Dr. Andrea Pirotti, Leiter der
neugeschaffenen europäischen Sicherheitsagentur ENISA, bot die
Dienste seiner Organisation an, um die jeweils beste Expertise
zusammen zu führen. Das Fazit der Diskussion bestand aus zwei
bedeutenden Aspekten: Zum einen haben die neuen Mitgliedsländer
gerade ihre konventionelle öffentliche Verwaltung reformiert und
stehen zum Teil erst am Beginn der elektronischen Erweiterung. Dieser
stehen gesamtstrukturelle Hindernisse entgegen, wie z.B. geringe
Internet-Durchdringungen. Zum anderen sind nicht bloß technische
Verfahren umzusetzen, sondern auch ein europäisches Bewusstsein zu
schaffen - Information und Kompetenz mit anderen Ländern zu teilen
sowie bewährte Methoden zu übernehmen, auch wenn sie aus anderen
Ländern stammen.
Die Diskutanten waren sich einig, dass bestimmte Funktionalitäten,
wie das Prinzip der eindeutigen Identifikation jedes Antragstellers,
als gemeinsame Basis dienen sollen. Die Teilnehmer waren erfreut,
sich aus den vorgestellten E-Government Verfahren Anregungen für die
öffentliche Verwaltung in ihren Heimatländern mitnehmen zu können.
Mit dem Bekenntnis zur Zusammenarbeit bei der technischen Normung,
der Bewusstseinsbildung und dem neuen Leitbild der öffentlichen
Verwaltungen - "von der Obrigkeit zum europäischen Service" endete
die Konferenz in Einigkeit.
Weitere Informationen:
http://www.a-sit.at http://www.cio.gv.at
Rückfragehinweis:
A-SIT - Zentrum für sichere Informationstechnologie - Austria
Helga Spacek-Stangl
mailto:[email protected]
Tel.: +43 1 503 19 63 - 30
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