Bildungsministerin Gehrer überreicht hohe staatliche Auszeichnungen

Wien (OTS) – Bildungsministerin Elisabeth Gehrer überreicht heute Nachmittag im Rahmen eines Festaktes im Bildungsministerium hohe Auszeichnungen der Republik Österreich an eine Reihe von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für ihre langjährigen Verdienste um Wissenschaft und Bildung. ****

Das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhalten die Universitätsprofessoren Heinz Carl Bettelheim und Ernst Steinkellner.

Der Augenchirurg Ao. Univ. Prof. Dr. Heinz Carl Bettelheim war von 1960 bis 1999 an der Wiener Universitäts-Augenklinik tätig, wo er sich als Spezialist für Kreislaufforschung einen Namen machte. Als Leiter baute Prof. Bettelheim das Kreislauflabor der Augenklinik sowie eine Ambulanz für Augen- und Hirnkreislauf auf. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern führte er alle modernen Methoden der Kreislaufforschung ein und verfasste eine große Anzahl wissenschaftlicher Arbeiten. Seine Spezialgebiete sind die Kreislaufforschung, pathologische Veränderungen des Gefäßsystems im Innenauge sowie die Glaukom-Forschung. Prof. Bettelheim ist bis heute als Operateur und Konsiliarius an der Krankenanstalt Goldenes Kreuz in Wien tätig.

O. Univ. Prof. Dr. Ernst Steinkellner lehrt Buddhismuskunde und Tibetologie an der Universität Wien. Im Mittelpunkt seiner Forschungen steht die Tradition buddhistischer Erkenntnistheorie und Logik. Bedeutung erlangte er durch die Leitung einer österreichisch-italienischen Expedition zum 1000 Jahre alten Kloster Tabo im indischen Himalaya, wo er die Erschließung der Handschriftenschätze initiierte. Prof. Steinkellner ist Wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Direktor des Instituts für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens. Seit 2003 ist er auch Vizepräsident der International Association for Buddhist Studies.

Das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich überreicht Gehrer an Prof. Hannelore Pilss-Samek und Mag. Maria Walcher.

Das Engagement der diplomierten Sport- und Gymnasiallehrerin Hannelore Pilss-Samek gilt seit vielen Jahrzehnten dem Thema Gesundheitssport. Neben ihrer Tätigkeit als Leiterin ihres Gymnastikinstitutes in der Südstadt unterrichtete sie bei Sportvereinen und beim Kneippbund. Als Fachexpertin initiierte Prof. Pilss-Samek zahlreiche TV- und Hörfunksendungen zum Thema Gesundheit und Sport und verfasste zahlreiche populärwissenschaftliche Fachbücher. 1974 gründete sie den „Kulturkreis Südstadt“ mit dem Ziel, Kultur und Gesundheitssport einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln.

Mag. Maria Walcher hat sich auszeichnungswürdige Verdienste um die Vermittlung des österreichischen Volksliedwerkes und der Volkskultur erworben: sie ist langjährige Moderatorin und Gestalterin von Radio-und Fernsehsendungen der Volksmusik, Blasmusik und Wiener Musik, Präsentatorin des österreichischen Blasmusikfestes, Generalsekretärin des österreichischen Volksliedwerkes und Leiterin der „Sommerakademie Volkskultur“. Auf ihre Initiative geht auch die Gesamtausgabe der Volksmusik in Österreich „Corpus Musicae Popularis Austriacae“ zurück.

Das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse erhalten Em. Univ. Prof. Dr. Hans Bernheimer, Dr. Klaus Schneider und Prof. Dr. Günther Wiesinger.

Em. Univ. Prof. Hans Bernheimer ist auf den Gebieten Neurobiologie, Neurochemie und Pharmakologie ausgewiesen und kann auf eine sehr erfolgreiche wissenschaftliche Karriere zurückblicken. Am Neurologischen Institut der Universität Wien widmete sich Prof. Bernheimer vor allem dem Aufbau des Arbeitsbereiches für Neurochemie und etablierte in Österreich bisher nicht existente labordiagnostische Schwerpunkte. Bedeutung erlangte Prof. Bernheimer auch durch die Erforschung der Liquordiagnostik von Prionenerkrankungen.

Dr. Klaus Schneider erwarb sich als langjähriger Chefarzt der Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter auszeichnungswürdige Verdienste um das Österreichische Sozial- und Gesundheitswesen, insbesondere um die ärztliche Fortbildung sowie durch sein Engagement im Rahmen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation. Durch sein gesamtes berufliches Wirken sowie durch seine zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen und Vorträge hat Dr. Schneider die österreichische Sozialmedizin zwei Jahrzehnte hindurch entscheidend geprägt.

Prof. Dr. Günther Wiesinger hat sich als Facharzt für Innere Medizin vor allem um die Osteoporoseforschung und andere Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises verdient gemacht. Bedeutung erlangte Prof. Wiesinger vor allem aber auch durch sein politische Engagement in zahlreichen Standesvertretungen, als Obmann der Fachgruppe und Fachverbandsvorsteher der privaten Kur- und Krankenanstalten in der Wiener Wirtschaftskammer, als ÖVP Gesundheitssprecher, als Abgeordneter zum Nationalrat sowie als Mitglied des Ausschüsse für Gesundheit und Umwelt sowie Wissenschaft und Kunst. Im Rahmen des Gesundheitsausschusses trug Dr. Wiesinger entscheidend zum Beschluss eines modernen Arzneimittelgesetzes und Suchtmittelgesetzes bei.

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