• 27.10.2004, 13:18:47
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AK-Altpräsident Fritz Freyschlag verstorben

Linz (OTS) - Der frühere Präsident der Arbeiterkammer
Oberösterreich, Fritz Freyschlag, ist gestern nach schwerer Krankheit
verstorben. Freyschlag war 17 Jahre lang, von 1982 bis 1999,
AK-Präsident. Für die Interessen der oberösterreichischen
Arbeitnehmer hat er sich bis zuletzt mit großer Energie eingesetzt.

Freyschlag wurde 1931 in Linz geboren. Er erlernte den Beruf eines
Einzelhandelskaufmannes. 1952 wurde er Jugendsekretär und 1964
Landessekretär der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) in
Oberösterreich.

Neben seiner jahrzehntelangen Arbeit im ÖGB (er war unter anderem
stellvertretender ÖGB-Landesvorsitzender und Mitglied des
ÖGB-Bundesvorstandes) vertrat Freyschlag die Anliegen der
Arbeitnehmer auch in der Landespolitik: Von 1974 bis 1987 war er als
Klubobmann der SPÖ-Landtagsabgeordneten tätig.

In der Arbeiterkammer Oberösterreich wurde Freyschlag 1959 als
Kammerrat angelobt. 1963, im Alter von nur 31 Jahren, wählte ihn die
Voll-versammlung zum Vizepräsidenten. Vom 1. Mai 1982 bis zum 31.
Juli 1999 war Fritz Freyschlag Präsident der Arbeiterkammer
Oberösterreich. In dieser Funktion galt seine Sorge vor allem jenen
Arbeitnehmern, die nicht durch starke Organisationen geschützt werden
und deshalb besonders auf eine wirksame gesetzliche
Interessensvertretung angewiesen sind.

Bei wichtigen Einrichtungen der Arbeiterkammer und des ÖGB nahm
Fritz Freyschlag bis zu seinem Tod Führungsaufgaben wahr: So war er
Präsident des Institutes für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
(ISW) und Vorsitzender des oö. Berufsförderungsinstitutes (BFI), an
dessen Gründung er schon maßgeblich beteiligt war.

I   n den letzten Jahren fungierte Freyschlag auch als Repräsentant

des Landes Oberösterreich für Arbeitnehmerfragen in Brüssel sowie als
stellvertretendes Mitglied des EU-Wirtschafts- und Sozialausschusses.

Der Verstorbene war Träger zahlreicher Auszeichnungen, unter
anderem des Ehrenringes der Stadt Linz und des Ehrenzeichens des
Verbandes österreichischer Volkshochschulen. Die
Johannes-Kepler-Universität Linz verlieh ihm die Würde eines
Ehrensenators.

2003 benannte der "Verein für Solidarität und soziale
Partnerschaft", zu dessen Trägern Bundeswirtschaftskammerpräsident
Dr. Christoph Leitl zählt, seinen jährlich zu vergebenden Preis nach
Fritz Freyschlag.

Freyschlags Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit bei der Umsetzung
interessenpolitischer Ziele, seine hohe Problemlösungskompetenz sowie
seine profunden wirtschaftlichen Kenntnisse haben ihm weit über die
Grenzen der eigenen Organisationen hinaus größte Achtung und
Anerkennung gebracht.

OTS0173    2004-10-27/13:18

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO

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