AK-Altpräsident Fritz Freyschlag verstorben

Linz (OTS) - Der frühere Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich, Fritz Freyschlag, ist gestern nach schwerer Krankheit verstorben. Freyschlag war 17 Jahre lang, von 1982 bis 1999, AK-Präsident. Für die Interessen der oberösterreichischen Arbeitnehmer hat er sich bis zuletzt mit großer Energie eingesetzt.

Freyschlag wurde 1931 in Linz geboren. Er erlernte den Beruf eines Einzelhandelskaufmannes. 1952 wurde er Jugendsekretär und 1964 Landessekretär der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) in Oberösterreich.

Neben seiner jahrzehntelangen Arbeit im ÖGB (er war unter anderem stellvertretender ÖGB-Landesvorsitzender und Mitglied des ÖGB-Bundesvorstandes) vertrat Freyschlag die Anliegen der Arbeitnehmer auch in der Landespolitik: Von 1974 bis 1987 war er als Klubobmann der SPÖ-Landtagsabgeordneten tätig.

In der Arbeiterkammer Oberösterreich wurde Freyschlag 1959 als Kammerrat angelobt. 1963, im Alter von nur 31 Jahren, wählte ihn die Voll-versammlung zum Vizepräsidenten. Vom 1. Mai 1982 bis zum 31. Juli 1999 war Fritz Freyschlag Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich. In dieser Funktion galt seine Sorge vor allem jenen Arbeitnehmern, die nicht durch starke Organisationen geschützt werden und deshalb besonders auf eine wirksame gesetzliche Interessensvertretung angewiesen sind.

Bei wichtigen Einrichtungen der Arbeiterkammer und des ÖGB nahm Fritz Freyschlag bis zu seinem Tod Führungsaufgaben wahr: So war er Präsident des Institutes für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (ISW) und Vorsitzender des oö. Berufsförderungsinstitutes (BFI), an dessen Gründung er schon maßgeblich beteiligt war.

I n den letzten Jahren fungierte Freyschlag auch als Repräsentant

des Landes Oberösterreich für Arbeitnehmerfragen in Brüssel sowie als stellvertretendes Mitglied des EU-Wirtschafts- und Sozialausschusses.

Der Verstorbene war Träger zahlreicher Auszeichnungen, unter anderem des Ehrenringes der Stadt Linz und des Ehrenzeichens des Verbandes österreichischer Volkshochschulen. Die Johannes-Kepler-Universität Linz verlieh ihm die Würde eines Ehrensenators.

2003 benannte der "Verein für Solidarität und soziale Partnerschaft", zu dessen Trägern Bundeswirtschaftskammerpräsident Dr. Christoph Leitl zählt, seinen jährlich zu vergebenden Preis nach Fritz Freyschlag.

Freyschlags Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit bei der Umsetzung interessenpolitischer Ziele, seine hohe Problemlösungskompetenz sowie seine profunden wirtschaftlichen Kenntnisse haben ihm weit über die Grenzen der eigenen Organisationen hinaus größte Achtung und Anerkennung gebracht.

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