- 23.10.2004, 12:50:42
- /
- OTS0029 OTW0029
Drogenmissbrauch: LHStv. Ambrozy will Vertrauenslehrer an Schulen installieren
Forderung an Bundesregierung, Hanfshops Einhalt zu gebieten
Klagenfurt (LPD). Drogenmissbrauch an den Schulen möchte
Gesundheitsreferent LHStv. Peter Ambrozy einen Riegel vorschieben. So
schlug er heute, Samstag, für jede Haupt- und höhere Schule die
Bestellung von zwei bis drei speziell ausgebildeten Vertrauenslehrern
vor, die vor Ort Präventions- und Projektarbeit leisten sollten.
Außerdem forderte er die Bundesregierung auf, den sogenannten
Hanfshops Einhalt zu gebieten.
Die Vertrauenslehrer sollten über die Landesstelle für
Suchtprävention ständig fortgebildet werden, erklärte Ambrozy. Ihre
Aufgabe wäre es, Schülern, Lehrern und Eltern als kompetente
Ansprechpartner in Suchtfragen zur Verfügung zu stehen sowie im
Verdachtsfalle als Anlaufstelle zu fungieren. Der Gesundheitsreferent
verwies in diesem Zusammenhang auch auf das neue Computerprogramm
"step by step" und die Broschüre "Über Cannabis reden", die über das
richtige Vorgehen im Anlassfall informieren würden. Die
Informationsmaterialien seien ebenfalls über die Landesstelle für
Suchtprävention beziehbar. Verstärkt in die Thematik Suchtprävention
einbinden möchte der Gesundheitsreferent außerdem die Kärntner
Schulärzte, die intensiver in diese Richtung ausgebildet werden
sollten.
Kritik übte Ambrozy an den sogenannten Hanfshops, die mit ihrer
Aufmachung Drogen und deren für Psyche und Körper schädliche Wirkung
verharmlosen würden. Vor allem Kindern und Jugendlichen würde so ein
völlig falsches und gefährliches Bild suggeriert. Diesem Missstand
müsse die Bundesregierung dringend Einhalt gebieten, forderte der
Kärntner Gesundheitsreferent.
(Schluss)
OTS0029 2004-10-23/12:50
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL






