• 22.10.2004, 10:15:43
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67 % der österreichischen Journalisten sagen, Arbeitsbedingungen haben sich verschlechtert

Internet wurde wichtigste Recherchequelle

Wien (OTS) - Heute wurde eine gemeinsame Studie der PR-Agentur
Ecker & Partner sowie des Sozialforschungsinstituts marketagent.com
in Wien vorgestellt. Die repräsentative Befragung (n=354) unter
heimischen Journalisten zeigt ein besorgniserregendes Bild über die
Entwicklung des Berufsstandes. So meinten knapp 47 % der befragten
Journalisten, sie hätten in Österreich ein weniger gutes oder
schlechtes Image. Gar 54 % beurteilen ihre Arbeitsbedingung als
weniger bis überhaupt nicht gut. "Das ist ein außerordentlich hoher
Wert im Vergleich zu anderen Berufsgruppen", so
marketagent-Geschäftsführer Thomas Schwabl.

Als "besonders besorgniserregend für eine Demokratie" bezeichnete
Agenturchef Dietmar Ecker das Faktum, dass in der Umfrage 67 % der
österreichischen Journalisten meinten, ihre Arbeitsbedingungen haben
sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Vor allem der
Zeitdruck - 82 % beklagten diesen - habe sich hier neben dem
wirtschaftlichen Druck negativ ausgewirkt.

Fast 84 % der befragten Journalisten sind allerdings mit den
Recherchemöglichkeiten, die sie haben, sehr zufrieden. Dabei hat das
Internet eine dominante Rolle eingenommen.95 % nutzen es praktisch
regelmäßig für ihre Arbeit. Ebenfalls 95 % der Befragten gaben an,
dass die e-mail-Kommunikation die optimale Kommunikationsmöglichkeit
für sie sei.

Pressekonferenzen sind hingegen nur noch für 41 % der Journalisten
als Informationsquelle wichtig und haben gegenüber anderen
Informationskanälen damit deutlich an Wichtigkeit verloren. Immerhin
noch 51 % halten die Presseaussendung für wichtig.

Die Verbesserungen der Ausbildung im Rahmen des
Publizistikstudiums bzw. die Einrichtung von Fachhochschulen und
professionellen Lehrgängen zeigt deutliche Ergebnisse: 51 % gaben an,
dass sich die Qualität der Arbeit von PR-Agenturen in den letzten
Jahren verbessert habe, nur 7,9 % sprachen von einer
Verschlechterung.

Schwabl und Ecker betonten abschließend, dass diese Studie im
halbjährlichen Rhythmus der Öffentlichkeit präsentiert werde und
somit Veränderungen dokumentiert werden können.

Die komplette Studie steht unter http://www.eup.at durch Anklicken
des Buttons "Studien" als pdf-file zum downloaden zur Verfügung.

OTS0078    2004-10-22/10:15

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