67 % der österreichischen Journalisten sagen, Arbeitsbedingungen haben sich verschlechtert

Internet wurde wichtigste Recherchequelle

Wien (OTS) - Heute wurde eine gemeinsame Studie der PR-Agentur
Ecker & Partner sowie des Sozialforschungsinstituts marketagent.com in Wien vorgestellt. Die repräsentative Befragung (n=354) unter heimischen Journalisten zeigt ein besorgniserregendes Bild über die Entwicklung des Berufsstandes. So meinten knapp 47 % der befragten Journalisten, sie hätten in Österreich ein weniger gutes oder schlechtes Image. Gar 54 % beurteilen ihre Arbeitsbedingung als weniger bis überhaupt nicht gut. "Das ist ein außerordentlich hoher Wert im Vergleich zu anderen Berufsgruppen", so marketagent-Geschäftsführer Thomas Schwabl.

Als "besonders besorgniserregend für eine Demokratie" bezeichnete Agenturchef Dietmar Ecker das Faktum, dass in der Umfrage 67 % der österreichischen Journalisten meinten, ihre Arbeitsbedingungen haben sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Vor allem der Zeitdruck - 82 % beklagten diesen - habe sich hier neben dem wirtschaftlichen Druck negativ ausgewirkt.

Fast 84 % der befragten Journalisten sind allerdings mit den Recherchemöglichkeiten, die sie haben, sehr zufrieden. Dabei hat das Internet eine dominante Rolle eingenommen.95 % nutzen es praktisch regelmäßig für ihre Arbeit. Ebenfalls 95 % der Befragten gaben an, dass die e-mail-Kommunikation die optimale Kommunikationsmöglichkeit für sie sei.

Pressekonferenzen sind hingegen nur noch für 41 % der Journalisten als Informationsquelle wichtig und haben gegenüber anderen Informationskanälen damit deutlich an Wichtigkeit verloren. Immerhin noch 51 % halten die Presseaussendung für wichtig.

Die Verbesserungen der Ausbildung im Rahmen des Publizistikstudiums bzw. die Einrichtung von Fachhochschulen und professionellen Lehrgängen zeigt deutliche Ergebnisse: 51 % gaben an, dass sich die Qualität der Arbeit von PR-Agenturen in den letzten Jahren verbessert habe, nur 7,9 % sprachen von einer Verschlechterung.

Schwabl und Ecker betonten abschließend, dass diese Studie im halbjährlichen Rhythmus der Öffentlichkeit präsentiert werde und somit Veränderungen dokumentiert werden können.

Die komplette Studie steht unter http://www.eup.at durch Anklicken des Buttons "Studien" als pdf-file zum downloaden zur Verfügung.

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Mag. Petra Tischler
Mitglied der Geschäftsleitung
Ecker & Partner
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