- 21.10.2004, 13:16:32
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Cartellverband zu ÖH Demo: Das sind keine Studentenvertreter sondern Handlanger der Opposition
Langenbucher politisiert, Hochschülerschaft lässt sich instrumentalisieren
Wien (OTS) - Der Streit an der Uni-Wien zwischen dem Institut für
Publizistik, dem Rektorat und dem Ministerium artet nach Ansicht des
Österreichischen Cartellverbandes (ÖCV) aus. "Hier geht es nicht mehr
wirklich um die Sache sondern schon viel mehr um persönliche Fehden
und Parteipolitik", konstatiert ÖCV-Präsident Johannes Eitzinger nach
den heutigen Protesten. Die Hochschülerschaft deren zentrale Aufgabe
es sei die Interessen der Studenten zu vertreten, vernachlässige
diese sträflich. "Sich bei diesem Kräftemessen auf eine Seite zu
schlagen, damit ist den Studierenden sicher nicht geholfen", so
Eitzinger wörtlich. Der ÖCV verstehe nicht warum die ÖH so schnell
den Schulterschluss mit dem Institut vollzogen hat. Es sei seltsam,
dass ein Institut durch einen medienwirksamen Diplomarbeitsstopp die
Sympathie der so genannten "Studentenvertreter" erlangt. "Da sind
parteipolitische Motive seitens der ÖH im Spiel", ist Eitzinger
überzeugt. Der ÖCV-Chef findet es bedauerlich, dass die
Hochschülerschaft anstatt auf eine Lösung zu drängen sich an
politischen Grabenkämpfen beteiligt.
Auch dem Institutsvorstand Langenbucher gehe es nicht
ausschließlich darum die Situation an der Publizistik zu verbessern,
vermutet der Cartellverband. Man müsse sich schon fragen, sagt
Eitzinger, "Warum wurde der Diplomarbeitsstopp genau in der ersten
Woche des neuen Semesters verkündet?". Die Studienrichtung
Publizistik ist schon seit langem stark belegt und Langenbucher
kannte die Situation. "Warum hat er nicht im Sommer gehandelt?",
fragt Eitzinger. Die mediale Aufmerksamkeit scheint ihm wichtiger
gewesen zu sein, als eine rechtzeitige Problemlösung. So erklärt sich
der ÖCV auch Langenbuchers Wahlempfehlung im vollbesetzten Audimax
mit den Worten "Sie können das ganze ja bei den nächsten Wahlen
quittieren". Hinter diesen Worten finde man die Motive für die große
Inszenierung.
Ein weiterer Beweis dafür sei die Aussage von Professor Hartmann,
selbst Lehrender am Institut, im gestrigen Standard: "Das ganze
Desaster basiert auf organisatorischen Schwächen, Managementfehlern
und Ignoranz". Eitzinger: "Diese Situation findet man auch nicht an
allen Universitäten, hier gibt es löbliche Gegenbeispiele, bei denen
durch gelungenes Management auch alles funktioniert." Das bestätigt
auch WU-Rektor Badelt der die Situation "sicher nicht symptomatisch
für gesamte Universitäten, aber für einige Fächer" beschreibt.
Dass die Hochschülerschaft bei dieser Schlammschlacht mitmacht
bezeichnet Cartellverbands-Präsident Eitzinger als skandalös. "Das
sind keine Studentenvertreter, das sind Handlanger der Opposition"
schließt der Cartellverbandspräsident.
(Schluss)
OTS0205 2004-10-21/13:16
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