• 21.10.2004, 11:00:38
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Brauner/Vogt: 1 Jahr Wiener Pflege-Ombudsmann

KAV-Pilotprojekt "Helfen Sie uns helfen!" ein Erfolg

Wien (OTS) - Anlässlich des einjährigen Bestehens der Wiener
Pflege-Ombudsstelle zogen Wiens Gesundheits- und Sozialstadträtin
Mag. Renate Brauner und der Wiener Pflege-Ombudsmann Dr. Werner Vogt
bei einer Pressekonferenz am Donnerstag eine beeindruckende Bilanz:
Vom Oktober 2003 bis September 2004 wurden insgesamt 837 Anliegen
bearbeitet - die meisten Interventionen kamen von Angehörigen,
gefolgt von der Gruppe des Pflegepersonals. 432 Ersuchen um
Unterstützung stehen dabei 352 Beschwerden gegenüber, 27 Mal konnte
Lob weitergegebenen werden und in 26 Fällen wurde die Stelle mit
allgemeinen Anregungen zur Verbesserung der Pflegesituation
befasst.****

Im Rahmen der Pressekonferenz präsentierte Brauner auch das
KAV-Projekt "Helfen Sie uns helfen!"- die ehrenamtliche Mitarbeit bei
der Betreuung von GeriatriepatientInnen - das noch heuer auf alle
Geriatriezentren der Stadt Wien ausgeweitet wird.

Pflege-Ombudsstelle: Mehr als 4.000 Beratungen

Mit 280 Interventionen waren die Pflegeheime der Stadt Wien bei
der Pflege-Ombudsstelle am stärksten vertreten, Probleme mit
Behörden, vor allem im Zusammenhang mit dem Pflegegeld, rangieren an
zweiter Stelle. Am häufigsten gab es Kommunikationsprobleme zu lösen,
Verbesserungen in der Betreuungssituation einzuleiten und
Rechtsfragen zu klären. Das Team der Wiener Pflege-Ombudsstelle
bewältigte diese Aufgaben in über 700 Außendiensten und mehr als
4.000 Beratungen, sodass mit September 2004 insgesamt 614
Interventionen erfolgreich, also im Sinne der Wiener
Pflegebedürftigen, beendet werden konnten.

"Die Bilanz zeigt, wie wichtig und notwendig die Einrichtung des
Wiener Pflege-Ombudsmannes ist. Dr. Vogt und sein Team leisten
hervorragende Arbeit und das getreu dem Motto der Wiener Gesundheits-
und Sozialpolitik "Die Menschen stehen im Mittelpunkt". Gemeinsam mit
der, für die Qualitätskontrolle der Geriatriezentren zuständigen
MA15, sichert die Ombudsstelle die hohe Qualität in der Pflege in
Wien", so Renate Brauner, die darauf hinwies, dass nachhaltige
Verbesserungen immer nur gemeinsam mit den MitarbeiterInnen vor Ort
erzielt werden können.

"Neben den vielen individuellen Problemlösungen, halten wir auch
regelmäßig Kontakt mit unzähligen Organisationen und Institutionen,
um strukturelle und gesetzliche Verbesserungen für alle
Pflegebedürftigen durchzusetzen. Manches konnte schon erreicht
werden, wie etwa der Einsatz von Ehrenamtlichen und
Personalaufstockungen da und dort, vieles aber harrt noch der
Umsetzung, so z.B. die Gründung einer Stiftung zur finanziellen
Unterstützung von Projekten. Unsere erfolgreiche Arbeit zeigt, wie
notwendig wir waren und bin ich überzeugt, dass wir dies im Interesse
der Wiener Pflegebedürftigen auch in Hinkunft bleiben", so Werner
Vogt zu seiner bisherigen Tätigkeit und der Zukunft der
Pflege-Ombudsstelle.

KAV-Projekt "Helfen Sie uns helfen!" wird wienweit ausgeweitet

Mit PatientInnen Gespräche führen oder einfach nur zuhören,
spazieren gehen und Zeit für die HeimbewohnerInnen haben - diese
Aufgaben werden in den Geriatriezentren des Wiener
Krankenanstaltenverbundes (KAV) verstärkt ehrenamtliche
MitarbeiterInnen übernehmen. Unter dem Motto "Helfen Sie uns helfen!"
wurde bereits ein Pilotprojekt im Geriatriezentrum des
Sozialmedizinischen Zentrums Sophienspital, im Geriatriezentrum Am
Wienerwald und im Geriatriezentrum Baumgarten erfolgreich
durchgeführt. Das Projekt wird bis Ende des Jahres auf alle
Geriatriezentren des KAV in Wien ausgeweitet.

"Die Arbeit der "Ehrenamtlichen" ist eine ideale Ergänzung zur
professionellen Betreuung in den Geriatriezentren des Wiener
Krankenanstaltenverbundes. Die wienweite Implementierung des Projekts
ist ein weiterer Schritt zur erfolgreichen Umsetzung meines
Geriatrie-Konzeptes. Ziel ist und bleibt, dass jeder ältere Mensch in
dieser Stadt genau die individuelle Unterstützung bekommt, die er
oder sie braucht", so Wiens Gesundheits- und Sozialstadträtin
Brauner.

KAV bietet spezielle Einschulung und Weiterbildung

Angesprochen werden mit "Helfen Sie uns helfen!" Menschen, die
über Einfühlungsvermögen, Engagement und Offenheit verfügen und
bereit sind, mindestens vier Stunden ehrenamtliche Tätigkeit pro
Woche zu leisten. Der KAV bietet allen Interessierten Einschulungs-
und Weiterbildungsmaßnahmen sowie einen Kostenersatz für die Anfahrt
mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Geriatriezentrum, eine
Haftpflichtversicherung und ein Mittagessen. Die Zusammenarbeit der
"Ehrenamtlichen" mit dem Pflegepersonal, den TherapeutInnen und
MedizinerInnen wird von KoordinatorInnen abgestimmt. Zusätzlich
kümmern sich Kontaktpersonen an den Stationen und Abteilungen des
jeweiligen Geriatriezentrums um die Abstimmung der Wünsche und
Anliegen von PatientInnen, Personal sowie der ehrenamtlichen
MitarbeiterInnen.

o Info-Mail-Adresse für Interessierte
  Neben den Ansprechpersonen in den einzelnen KAV-
  Geriatriezentren stehen den Bewerbern für die ehrenamtliche
  Tätigkeit auch eine Hotline (531 14 - 60160) und eine Info-Mail-
  Adresse info@wienkav.at für Auskünfte zur Verfügung.

(Schluss) brc

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag.a Cécile-Veronique Brunner
Mediensprecherin Stadträtin Mag.a Renate Brauner
Tel.: 4000/81238
Handy: 0664 345 045 1
mailto:brc@ggs.magwien.gv.at
Elisabeth Paschinger
Wiener Pflegeombudsstelle
Tel.: 80110/3948
Handy: 0676/479 912 3
mailto:elisabeth.paschinger@fsw.at

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