• 21.10.2004, 10:36:05
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Caritas-Wohnhaus und IKARA-Wohngemeinschaft in Tulln eröffnet

Prokop: Über 105 Millionen Euro für Behindertenhilfe

St. Pölten (NLK) - In Niederösterreich sei es vorrangig, Menschen,
die sich selbst nicht helfen können, zu unterstützen, sagte
Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop gestern bei der
Eröffnung des Caritas-Wohnhauses in Tulln.

Dank Partnern wie der Caritas sei in jüngster Vergangenheit bei
der Unterstützung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen sehr viel
passiert. Habe das für die Behindertenhilfe zur Verfügung stehende
Budget 1974 noch 1,45 Millionen Euro betragen, so liege es heuer bei
über 105 Millionen Euro. Gemäß dem aktuellen NÖ Bedarfs- und
Entwicklungsplan liege das Land voll im Zeitplan. Jährlich würden 7
Millionen Euro für Bauvorhaben von Behinderteneinrichtungen zur
Verfügung gestellt, so Prokop.

Das in Ergänzung zum Tullner Caritas-Tagesheim seit Ende 2002
erbaute Wohnhaus bietet 24 Menschen mit geistiger und mehrfacher
Behinderung Raum, um hier selbstständiges eigenverantwortliches Leben
lernen zu können. Die Kosten liegen bei 1,63 Millionen Euro, ca. 1
Million Euro muss die Caritas aus Spenden aufbringen, den Rest stellt
das Land Niederösterreich als Subvention und Darlehen bereit.

Zuvor hatte Prokop die vom Verein Möwe betreute
IKARA-Wohngemeinschaft in Tulln besucht, wo im Rahmen des Tullner
Wohnungslosenprojekts "Rent a room" fünf psychisch kranke Menschen
auf die Dauer von maximal zwei Jahren Platz finden. Nach ihrer
Entlassung aus Gugging sollen sie hier - betreut von
Sozialarbeiterinnen - lernen, mit ihrer Krankheit umzugehen und
selbst eine Tagesstruktur zu entwickeln.

Es sei sehr wichtig, differenziert mit Menschen mit besonderen
Bedürfnissen umzugehen, meinte Prokop. Im Rahmen des
Psychiatrieplans, der eine Durchlässigkeit von der Behandlung bis zur
Freizeitgestaltung vorsieht, handle es sich bei diesem Projekt um
eine ideale Ergänzung für die Zeit nach der Akutbehandlung. In diesem
Übergangswohnheim würden die Betroffenen befähigt, so Prokop, offene
Kontakte zu pflegen, selbstständig zu werden und sich eventuell eine
neue Existenz aufzubauen.

OTS0093    2004-10-21/10:36

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK

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