ÖVP-Bundeskongress: Bildungspolitik ist Wirtschaftspolitik

"Bildung.leben": Bildung schafft Sicherheit

Alpbach, 16. Oktober 2004 (ÖVP-PD) "Bildung schafft Sicherheit, und die zentrale Aufgabe eines modernen Bildungsmanagements ist daher die laufende und nachhaltige Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Bildungsstruktur", so ÖVP-Bildungssprecher Abg.z.NR Werner Amon, MBA. Unter seiner Leitung von fand heute, Samstag, im Rahmen des ÖVP-Bundeskongresses in Alpbach der Arbeitskreis "Bildung.leben" statt. ****

Eine Bestätigung für den richtigen Weg in Österreich sieht Abg.z.NR Carina Felzmann in den steigenden Ausgaben für Bildung, denn "heute geben wir so viel Geld für Bildung aus wie nie zuvor in der Zweiten Republik". Auch wenn manche notwendigen Reformen wie
zum Beispiel die Universitätsreform heftige Diskussionen auslösen, setze man damit Maßstäbe für die Zukunft. "Wir tragen jetzt die Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und daher müssen wir auch optimale Rahmenbedingungen für unsere Wissensgesellschaft auf dem Weg in die Zukunft schaffen", sagte Felzmann. Als Beispiel dafür nannte sie die verstärkte Einbindung der Wirtschaft in den Unterricht sowie den gezielten Einsatz neuer Medien.

Einen Appell für "Lebensbegleitendes Lernen" richtete die ÖVP-Sprecherin für Entwicklungszusammenarbeit Abg.z.NR Mag. Karin Hakl an den Teilnehmerkreis der Arbeitsgruppe. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung hin zu einer alternden Gesellschaft müsse der Fokus dabei in der Erwachsenen- und Weiterbildung liegen. Nur so könne man dieser Entwicklung gegensteuern. "Lebensbegleitendes Lernen muss im Zentrum der Politik stehen und ich hoffe, dass wir im Rahmen des Alpbach-Kongresses eine Werbekampagne dafür starten können", so Hakl.

Dr. Alexander Norman, Geschäftsführer der Norman Consulting Karriereberatung, beleuchtete in seinen Ausführungen das Zusammenspiel von Bildung und Arbeit. "Bildung muss in Zukunft den Arbeitsprozess durchdringen. Es muss zu einer Verschmelzung der beiden Bereiche kommen", sagte Norman. Dabei verwies er auf die, seiner Ansicht nach notwendige Einführung von "Sabbaticals". "Das Zeitphänomen in der Bildung darf nicht unterschätzt und muss dabei auch berücksichtig werden. Die Voraussetzungen dafür müssen jedoch schon in der Kindheit und Jugend gesetzt werden."

Einen Überblick über tertiäre Bildungseinrichtungen und deren aktuelle Herausforderungen für die Zukunft bekamen die Teilnehmer des Arbeitskreises von Mag. Dr. Markus Tomaschitz, MBA, Geschäftsführer der Fachhochschule Joanneum. Während bei Fachhochschulen eine berufsfeldbezogene Ausbildung auf wissenschaftlicher Basis im Vordergrund stehe, sei auf den Universitäten die wissenschaftsbezogene Ausbildung mit praktischem Bezug im Fokus. "Universität und Fachhochschule sind gleichwertig, aber nicht gleichartig", so Tomaschitz.

In diesem Zusammenhang sprach er auch von "akademischer Mobilität". "Wir müssen jungen Menschen die Sicherheit geben, dass sie in Zukunft zwischen den einzelnen Bildungsinstitutionen und Systemen wechseln können", so Tomaschitz. Der Wettbewerb im Bereich der tertiären Bildungseinrichtungen steige laufend durch ausländische Anbieter und daher sei es wichtig, möglichst rasch die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen voranzutreiben, um so einer möglichen Abwanderung von Studierenden und höchst qualifizierten Arbeitskräften aus Österreich gegenzusteuern. "Die Investitionen lohnen sich, denn die beste Wirtschaftspolitik ist Bildungspolitik", sagte Tomaschitz abschließend.

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