- 15.10.2004, 19:55:44
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ÖVP-Bundeskongress: Soziale Kompetenz immer wichtiger - BILD
Arbeitskreis "Generationen.verbinden"
Alpbach, 15. Oktober 2004 (ÖVP-PK) Unter dem Vorsitz des
Kärntner ÖVP-Landesparteiobmannes Dr. Josef Martinz diskutierte
heute, Freitag, die ÖVP im Rahmen des Alpbach-Kongresses das Thema
"Generationen". Gerade auf Grund der enormen gesellschaftlichen
Veränderungen und des Wertewandels der letzten Jahrzehnte, sowie
der demographischen Entwicklung stehen die Familien vor völlig
neuen Herausforderungen, auf die Gesellschaft und Politik
entsprechende Antworten geben müssen. ****
ÖVP-Familiensprecherin Abg.z.NR Ridi Steibl ging in ihren
Ausführungen auf die Familie ein. "Die ÖVP verfolgt eine Politik
zur besonderen Förderung der Familie als Keimzelle der Gesellschaft
und jenem Ort, an dem das Leben der Menschen in erster Linie
verankert ist. Wir erkennen aber auch, dass es mehrere Formen der
Familie gibt und behindern diese Entwicklung nicht, sondern stellen
uns dieser Herausforderung." Die niedrige Geburtenrate sei ein
gemeinsames Schicksal der Europäischen Union. Die EU stehe vor
einer gemeinsamen Herausforderung. Allerdings verfüge sie aber als
Gemeinschaft nicht über eine Zuständigkeit im Bereich der
Familienpolitik. Ein entscheidender Schritt in Richtung gemeinsame
Verantwortung sei nun die neue EU-Verfassung und eine Verankerung
der Familienrechte in der Grundrechts-Charta.
Psychotherapeutin Dr. Rotraud Perner legte ihren Fokus
ebenfalls auf den Familienbereich. "Wir sollten uns von der
romantischen Vorstellung der Familie lösen. Familie ist ein
Machtfaktor im positiven Sinne. Die Gesellschaft sollte erkennen,
dass die Familie dazu dienen kann, Kraft zu spenden und Erfahrung
auszutauschen. Sie besitzt auch die Macht zur Förderung des
Einzelnen und hält gesund." Perner betonte auch, dass eine
wirkliche Verbindung der Generationen nur dann stattfinden könne,
wenn der Konkurrenzkampf zwischen den Generationen beendet werde
und die Generationen beginnen würden, voneinander zu profitieren.
JVP-Bundesobfrau Abg.z.NR Silvia Fuhrmann beleuchtete die Rolle
der Jugend und betonte die Rolle der ÖVP, die als einzige Partei
der Jugend die entsprechende Verantwortung übertrage und
Gestaltungsspielräume überlasse. Grundsätzlich stehe die Politik
beim Thema "Generationen" vor machtpolitischen,
arbeitsmarktpolitischen und finanziellen Herausforderungen. Als
Beispiel führte Fuhrmann die Einkommensschere an und appellierte,
für eine Umverteilung zu sorgen. "Wir fordern höhere
Einstiegsgehälter für die Jungen", so Fuhrmann.
Der Vorarlberger AK-Präsident Josef Fink wies besonders auf die
sogenannte soziale Kompetenz hin. "Überall lauern Spaltpilze, die
den Generationenkonflikt verschärfen. Wir brauchen eine
Gesellschaft mit sozialer Kompetenz und mehr
Konfliktlösungsmöglichkeit." In der sozialen Kompetenz liege ein
Schlüssel und eine neue Form für eine neue Produktivität,
Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsfähigkeit. "In den Betrieben
brauchen wir Alt und Jung. Erfahrung und neues Wissen profitieren
voneinander", so Fink.
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