• 15.10.2004, 11:53:15
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IHS-Studie zeigt: Ökoenergien haben positive Arbeitsplatzeffekte

IG Windkraft: Schlechtreden von Ökoenergien trotz kurioser Annahmen der e-control fehlgeschlagen

Wien (OTS) - Die heute von der e-control vorgestellte Studie des
IHS-Kärnten zu den "Volkswirtschaftlichen Effekten der
Ökostromförderung", zeigt erneut: die Förderung von Ökoenergien
schafft deutlich mehr Arbeitsplätze, als durch die marginal
steigenden Kosten verdrängt werden. Ein Ausbaustopp von
Ökostromanlagen, den der Regierungsentwurf zum Ökostromgesetz zur
Folge haben wird, hat dagegen negative Auswirkungen auf die heimische
Volkswirtschaft. In der Studie geortete negative
Beschäftigungseffekte bei der Windenergie, basieren auf stark
tendenziösen Annahmen der Regulierungsbehörde. Eine realistische
Betrachtung aller großen Ökoenergien zeigt eindeutig positive
Beschäftigungseffekte.

Obwohl die Studie - so die IG Windkraft - insgesamt zu sehr
positiven Ergebnissen kommt, wurde sie offensichtlich mit der
Intention gemacht, den Ausbaustopp von Windenergie und die
Einschränkung von Biomasse wissenschaftlich zu rechtfertigen und
damit zu verankern.

Absurde Rechenbeispiele. Dieser Hintergrund zeigt sich deutlich
bei den Annahmen, die der Studie zugrunde liegen: Als Marktpreis
wurden über die kommenden 20 Jahre 3Cent/kWh angenommen, ein Wert,
der etwa 20 Prozent unter dem derzeitigen Marktpreis liegt.
Absonderlich ist ebenso die Annahme, dass es für diesen Marktpreis in
den kommenden 20 Jahren nicht einmal eine Steigerung durch Inflation
gibt. Die CO 2 Ersparnis wurde mit 0,3kg je kWh Ökostrom ebenfalls
unrealistisch niedrig angenommen. Durch den niedrigen, über 20 Jahre
gleich bleibenden Marktpreis wird auf die Betrachtungsdauer eine
extrem große Differenz zwischen den Einspeisetarifen für Ökoenergien
und dem Marktpreis unterstellt. Eine Annahme, die der tatsächlichen
Entwicklung diametral entgegensteht. Während der Marktpreis seit 2002
von 2,4Cent/kWh um 40 Prozent auf 3,5Cent/kWh gestiegen ist und nach
überwiegender Expertenmeinung durch den rasanten Anstieg bei Öl, Gas
und Kohle und der Notwendigkeit für neue Kraftwerke weiter rasant
ansteigen wird, bleibt der Einspeisetarif nach der derzeitigen
Ökostromregelung tatsächlich 13 Jahre lang konstant.

"Unter diesen negativen Vorzeichen verwundert es freilich nicht,
dass die Studie bei Biomasse zu schwach positiven und bei der
Windenergie zu leicht negativen Arbeitsplatzeffekten kommt", so Mag.
Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft. "Geht man dagegen
von einer realistischen, aber durchwegs vorsichtigen Annahme eines
über 20 Jahre leicht steigenden Marktpreis auf 4,5 Cent und einer CO2
Vermeidung von 0,5kg/kWh aus, kommt man bei Windenergie auf doppelt
so viele geschaffene Arbeitsplätze, als durch Kaufkraftentzug
verloren gehen. Man kann also sagen, die IHS-Studie beweist, dass ein
Ausbau der Ökoenergie aus volkswirtschaftlichen Gründen unerlässlich
ist", so Hantsch abschließend.

Die Windkraft, wie auch die anderen Ökoenergien, soll - geht es
nach der Regierung und auch den Empfehlungen der e-control - deutlich
beschränkt werden. Die IG Windkraft tritt dagegen für eine
vernünftige Weiterentwicklung der derzeitigen Ökostromregelung auf 10
Prozent bis 2010 auf Basis von Windkraft, Sonne und Biomasse sowie
12% bei Kleinwasserkraft ein.

OTS0150    2004-10-15/11:53

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | IGW

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