ÖBB: Neuer Bahnhof Baden feierlich eröffnet

Moderne Architektur und helle Atmosphäre

Mit dem Neubau des Bahnhofes Baden steht den Fahrgästen und der Bevölkerung ein architektonisch ansprechendes Gebäude zur Verfügung, welches sich durch seine helle und freundliche Atmosphäre auszeichnet. In zweijähriger Bauzeit wurde um 6,11 Mio. Euro ein attraktiver und serviceorientierter Zugang zur Schiene geschaffen. Weitere Investitionen erfolgten in eine moderne Überleitstelle und den Gleisbereich (8,3 Mio. Euro), sowie die Errichtung von Lärmschutzwänden (4,2 Mio Euro). Den Umstieg auf die umweltfreundliche Bahn erleichtert eine neue Park & Ride - Anlage mit 144 PKW- und 492 überdachten Zweiradstellplätzen mit Gesamtkosten von 1,12 Mio. Euro. Durch die Stadtgemeinde Baden wurde gleichzeitig der Bahnhofvorplatz neu gestaltet. Die Eröffnung der neuen Verkehrsdrehscheibe erfolgte am 15. Oktober 2004 durch Landeshauptmann DI Dr. Erwin Pröll, ÖBB-Generaldirektor Rüdiger vorm Walde, den Leiter der ÖBB-Bahnhofsoffensive, DI Norbert Steiner und Bürgermeister Prof. August Breininger.

Bahnhof Baden punktet mit beachtlichen Frequenzen
Der Bahnhof der Kurstadt Baden wird an Werktagen von rund 8.000 Menschen frequentiert. Mit den im Bahnhof situierten Geschäften trägt die Bahn auch zur Nahversorgung bei. Beachtlich sind auch die Zugzahlen der Südbahn in diesem Bereich.
So verkehren werktags 115 Regionalzüge, 36 Schnellzüge, 60 Schnellbahnzüge und rund 80 Güterzüge. Mit insgesamt rund 290 geführten Zügen an Werktagen leistet die Bahn
einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung der Straße und der Umwelt.

Das Bahnhofprojekt im Detail
Mittelpunkt ist ein neuer, barrierefreier und transparenter Bahnhof mit Geschäften beim Durchgang, zwei hellen Warteräumen und komfortablen Bahnsteigen. Der bisherige Personendurchgang auf der Achse Parkdeck - Bahnhofvorplatz wurde verbreitert und zum zentralen Zugang des neuen Bahnhofes. Stiegenaufgänge wurden erneuert und zwei Lifte sorgen für komfortablen und barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen. Auf der Vorplatzseite wurde im Bereich der Gewölbe ein neues ÖBB-Reisezentrum, eine WC-Anlage, eine Trafik und eine Bäckerei errichtet. Durch ein Atrium im Durchgangsbereich zum Parkdeck wird der Tunnel von oben natürlich beleuchtet. Die 300m langen Bahnsteige mit einer Höhe von 55 cm und einem Blindenleitsystem wurden durch neue Bahnsteigdächer auf modernen Standard gebracht. Durch den allgemein schlechten Zustand der Gewölbeteile konnten diese nicht mehr verwendet werden. Zur Sicherung des Bahnkörpers wurde an der Rückwand der Geschäfte bzw. der Stiegenaufgänge Bohrpfahlwände eingebracht. Mit dem neuen Verkehrskonzept vor dem Bahnhof Baden wurden neue Zonen für Busse und Taxis, sowie 500 geordnete Abstellplätze für Fahrräder geschaffen. Zur Verbesserung der Streckenkapazität und der besseren Fahrplanabwicklung im Bereich Baden wurde eine Überleitstelle - eine Weichenverbindung für den Gleiswechselbetrieb - eingebaut.
Umgesetzt wurde das gelungene Projekt nach den Plänen der Architekten Henke & Schreieck aus Wien.

ÖBB preiswert - um 2,18 Euro von Baden nach Wien und zurück!
Dass Bahn fahren für Pendler äußerst preiswert ist und bei weitem günstiger als das Auto kommt, lässt sich bei näherer Betrachtung belegen. So kostet eine Wochenkarte (VOR) in der angeführten Relation 13,- Euro, eine Monatskarte 48.- Euro und die Jahreskarte kommt auf 480,- Euro. Nimmt man den Durchschnitt bei einer Monatskarte, so beträgt der Fahrpreis bei 22 Werktagen für eine Hin- und Rückfahrt von Baden nach Wien 2,18 Euro! Stau- und stressfreie Fahrt inklusive!

Baden wird leiser - 4,2 Mio. Euro für effizienten Lärmschutz
Jetzt wird es um den Bahnhof Baden leiser. 6.900 Meter hochabsorbierende Lärmschutzwände sind fertig gestellt. In Abstimmung mit der Gemeinde Baden wurden 17.000 m² Lärmschutzkassetten aus Beton bzw. Aluminium zu beiden Seiten des Bahnhofes errichtet. Laut Schienenverkehrslärmkataster 1993 sind in Baden 1.138 Einwohnerinnen und Einwohner nachts mit 55 dB und mehr belastet.
Durch die Lärmschutzmaßnahmen ist der Schutz der Bahnanrainer unter den Grenzwert von 55 dB sicher gestellt. Zusätzlich ist für die gesamte Bevölkerung im Nahbereich der Bahn durch die Lärmschutzwände generell eine erhebliche Reduzierung der Lärmein-wirkung gegeben. Zum Vergleich: Die Lautstärke in einem Wohnraum beträgt rund 40 dB. Der Lärmpegel im Büro macht 60 dB aus. Der Lärm von Schwerlastverkehr liegt bei 90 dB.

Bahnhofsoffensive gibt Vollgas in Niederösterreich
Neben Baden sind in NÖ weitere Bahnhöfe in Bau. So wurde im September 2004 der Bahnhof Krems mit einem Investitionsvolumen von 2,68 Mio. Euro fertig gestellt und eröffnet. Beim Bahnhof Wiener Neustadt wird bereits eifrig am Bahnhofgebäude gebaut.
Die Fertigstellung des Gesamtausbaues Wr. Neustadt (Investition 47,17 Mio. Euro) ist bis Ende 2005 vorgesehen. Ein weiterer Investitionsschub erfolgt mit dem für 2006 vorgesehenen Start der Bauarbeiten für den neuen Bahnhof St.Pölten, wo für das Projekt (Bahnhof- und Gleisumbauten) Anfang des Jahres 155 Mio. Euro übertragen wurden.
Insgesamt investiert die Bahnhofsoffensive österreichweit 300 Mio. Euro in die 20 wichtigsten Bahnhöfe. Diese werden von rund 45 % aller Bahnkunden frequentiert. Die ÖBB erzielen in diesen Bahnhöfen etwa 70 % der Einnahmen aus dem Personenverkehr.

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