• 15.10.2004, 10:22:05
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SONNBERGER: VOLLRECHTSFÄHIGKEIT ERMÖGLICHT ZUKUNFTSWEISENDE MUSEUMSPOLITIK

Wien, 15. Oktober 2004 (ÖVP-PK) "Die Entwicklung der
Besucherzahlen, der Anzahl der Sonderausstellungen und vor allem
deren international hoch angesehene Qualität im Kunsthistorischen
Museum (KHM) zeugen von einem Quantensprung in der Museumspolitik,
die sich weg von staatlich gelenkter Ausstellungspolitik hin zu einer
zukunftsweisenden Museumsarbeit entwickelt hat. Für diese Politik
stehen Bundesministerin Elisabeth Gehrer und Generaldirektor Wilfried
Seipel", so der ÖVP-Abg. Dr. Peter Sonnberger anlässlich der
gestrigen kurzen Debatte zum Kunsthistorischen Museum im Nationalrat.
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"Ein Herzstück dieser Museumspolitik ist die Vollrechtsfähigkeit.
Diese brachte den Museen die organisatorische und inhaltliche
Entscheidungsfreiheit sowie ein gesetzlich gesichertes Budget und
damit verbunden mehr Planbarkeit und Flexibilität. Das Budget kann
nicht mehr gekürzt werden, Überschüsse können ins nächste Jahr
übertragen werden. Auch die Möglichkeit von Kultursponsoring und die
Einrichtungen von profit-centers wie etwa Shops, Veranstaltungen etc.
brachten erhebliche Steigerungen der Eigenleistung der heimischen
Museen.

Durch die Strukturreform konnte ein effizienterer Mitteleinsatz
erreicht werden. Die Überprüfung der Geschäftsgebarung durch
unabhängige Wirtschaftsprüfer ermögliche zusätzlich eine regelmäßige
Kontrolle und Prüfung der Zielvorgaben. Die Ausgliederung brachte
eine erhebliche Verbesserung der Ausstellungsqualität, der
Begleitprogramme und der Veranstaltungen im Kunsthistorischen Museum.
Dieses, von den zahlreichen Besuchern so geschätzte Programm werde in
erster Linie aus Mitteln finanziert, die das Kunsthistorische Museum
selbst erwirtschaftet. Dieser selbst erwirtschaftete Teil des
Gesamtbudgets des KHM betrage immerhin 40 Prozent.

Sonnberger weiter: "Die große Zahl an Leihgaben an das In- und
Ausland sowie die zahlreichen Leihgaben aus dem Ausland an das
Kunsthistorische Museum zeugen von der enormen Bedeutung dieser
Einrichtung und sind Zeichen eines funktionierenden und
internationalen Kulturaustausches."

Unter den Top Ten der beliebtesten Besucherziele Österreichs liegt
das Kunsthistorische Museum auf Platz drei. Rund 1,4 Millionen
Menschen besuchen das KHM jährlich, rund 800.000 davon kommen aus dem
Ausland. Gäste, die wegen der Kultureinrichtungen nach Wien kommen,
geben hier täglich zwischen 90 und 110 Euro aus. Damit bringen allein
die ausländischen Besucher des KHM einen jährlichen Umsatz von rund
80 Millionen Euro.

"Über 300 Sonderausstellungen, wahre Publikumsmagneten wie die
Ausstellungen 'Breughel', 'Das Gold der Pharaonen' und 'El Greco',
das alles brachte nicht nur dem Kunsthistorischen Museum
internationale Anerkennung. Das Museum ist Motor für die heimische
Wirtschaft und Kulturbotschafter im Ausland. Die nächsten Highlights
wie 'Rubens in Wien' und 'Francisco de Goya' werden das
Kunsthistorische Museum einmal mehr in das internationale Licht
rücken, das es sich auch verdient hat", schloss Sonnberger.
(Schluss)

OTS0087    2004-10-15/10:22

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