• 15.10.2004, 09:00:00
  • /
  • OTS0021 OTW0021

365 Tage nullkommasieben Kampagne zeigen: die ÖsterreicherInnen stehen hinter der Entwicklungszusammenarbeit, nicht aber die Regierung!

Wien (OTS) - Vor einem Jahr wurde am 17.Oktober, dem
Internationalen Tag der Armutsbeseitigung, die nullkommasieben
Kampagne von 40 NGOs aus dem entwicklungspolitischen, sozialen und
umweltpolitischen Bereich gestartet. Die Forderung der Kampagne an
die Österreichische Bundesregierung, die Mittel für
Entwicklungszusammenarbeit (Official Development Assistance - ODA)
auf 0,7% des Bruttonationaleinkommens bis zum Jahr 2010 zu erhöhen,
trifft bei der Bevölkerung auf große Resonanz.

Auch Österreichs Top-Promis stehen hinter "nullkommasieben", wie
z.B. die frisch gekürte Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek: "Man
muss den Staat, dem man angehört, dazu zwingen, zumindest seine
Versprechungen einzuhalten. 0,7% des BNP für
Entwicklungszusammenarbeit sind für eines der reichsten Länder wenig
genug. Aber wenigstens das sollten wir unbedingt durchsetzen können!"

Elfriede Jelinek weist mit ihren Worten auf einen jahrzehntelangen
Missstand hin: Nur 0,2% des Bruttonationaleinkommens gibt das reiche
Österreich an die armen Nationen weiter, obwohl wir uns zu 0,7%
verpflichtet haben. Österreich ist das 4. reichste Land der EU und
gemeinsam mit Italien das einzige Land, in dem die Mittel für EZA
rückläufig sind. 1 Euro pro Tag macht nicht satt!

Auch wenn BM Grasser in seiner Budgetrede die Erreichung des
nächsten Etappenziels von 0,33% auf dem Weg zu 0,7% erwähnt, so
bleibt die Anhebung für 2005 so minimal, dass das Ziel, die Mittel
für Entwicklungszusammenarbeit (Official Development Assistance -
ODA) auf 0,7% des Bruttonationaleinkommens bis zum Jahr 2010 zu
erhöhen, immer weiter in die Ferne rückt.

OTS0021    2004-10-15/09:00

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel