• 12.10.2004, 12:43:06
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WKÖ-Studie bestätigt: Gesunde Mitarbeiter bedeuten erfolgreiche Betriebe

Gleitsmann: Höhere Produktivität und die Reduktion von Krankenstandstagen sind nur zwei der Ergebnisse der aktuellen WKÖ-Studie "Gesund durchs Arbeitsleben"

Wien (PWK728) - Dass sich Maßnahmen der Betrieblichen
Gesundheitsförderung (BGF) für Unternehmen rechnen ist nichts neues.
Was aber davon ist wissenschaftlich bewiesen und welche Rückschlüsse
können für die Mehrheit der österreichischen Unternehmen - KMUs -
daraus abgeleitet werden? Diese Fragen beantwortete Dr. Martin
Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit der
Wirtschaftskammer Österreich, im Rahmen des European Health Forum
Gastein.

"Um den demographischen Veränderungen und den Entwicklungen der
Arbeitswelt erfolgreich begegnen zu können, wird es nicht ausreichen,
die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen bei gleichbleibenden
Arbeitsbedingungen einfach länger im Unternehmen zu halten. Es bedarf
vielmehr der Durchführung von Programmen, die zu einem besseren
Altersmanagement im Unternehmen und zu einer gesundheitsorientierten
Arbeitsgestaltung führen. Eine langfristige und auf alle Generationen
ausgerichtete Gesundheitsförderung im Betrieb ist dabei hilfreich",
so Gleitsmann anlässlich der Präsentation der Studie "Gesund durchs
Arbeitsleben".

Die Wirtschaftskammer Österreich hat den Stellenwert des Themas früh
erkannt und ist treibende Kraft bei der Bewusstseinsbildung, der
Entwicklung und Umsetzung von BGF-Projekten in Österreich, so
Gleitsmann weiter. "Ziel der Studie war es, konkrete Ansätze und
Modelle für BGF und Altersmanagement in kleinen und mittleren
Unternehmen zu entwickeln sowie Empfehlungen für Handlungsschritte
auf interessenpolitischer Ebene zu geben".

Basis der Studie war eine Vielzahl wissenschaftlich fundierter
nationaler und internationaler Untersuchungen und evaluierter
Praxisbeispiele. Diese zeigen, dass betriebliche Gesundheitsförderung
und Maßnahmen des Altersmanagements auf verschiedenen Ebenen einen
eindeutigen Nutzen bringen.

Nachgewiesene Nutzenaspekte für Arbeitnehmer sind u.a. eine
Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden, eine gesteigerte
Arbeits- bzw. Beschäftigungsfähigkeit sowie verbesserte
(arbeitsbezogene) Kompetenzen. Unternehmen profitieren ua. von einer
Reduktion der Krankenstandstage, einer Verringerung unproduktiv
anfallender Personalkosten sowie von einer höheren Produktivität und
Zufriedenheit der Mitarbeiter. Das Unternehmen RHI (Radex Heraklith
Industries) konnte nach einem erfolgreich durchgeführten BGF-Projekt
die Krankenstände um 30% reduzieren. Betriebswirtschaftlich ist ein
"Return on Investment" zwischen 1:2,5 und 1:10,1, je nach Art und
Größe des BGF-Projektes, möglich.

Die Studie "Gesund durchs Arbeitsleben" wurde im Zeitraum Februar bis
September 2004 im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung
für Sozialpolitik und Gesundheit, von diepartner.at erstellt und von
Pfizer Österreich und dem Fonds Gesundes Österreich finanziell
gefördert. (hp)

OTS0157    2004-10-12/12:43

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