MA 48: Abschleppgruppe feiert 30. Geburtstag

Wien (OTS) - Der Anlass war ein trauriger: Im Jahr 1974 kam eine Frau beim Brand ihrer Wohnung in der Wiener Innenstadt ums Leben. Der Feuerwehr war von falsch geparkten Fahrzeugen die Zufahrt versperrt worden. Der damalige Bürgermeister Leopold Gratz rief daraufhin die Abschleppgruppe bei der Magistratsabteilung 48 ins Leben. Heute, Freitag, feierte sie in Anwesenheit von Umweltstadträtin Ulli Sima ihren 30. Geburtstag. Mitfeiern auf der "Simmeringer Had" an der Jedletzberger Straße, dem "Parkplatz" für Falschparker, durften auch die "Kunden".****

Über mangelnden Zulauf können sich die 45 MitarbeiterInnen der Magistratsabteilung 48-Abschleppgruppe - acht Mitarbeiter sind übrigens seit dem Start 1974 dabei - nicht beklagen. Sie sorgen dafür, dass jährlich rund 30.000 verkehrsbehindernd abgestellte Fahrzeuge aus dem Weg der anderen Verkehrsteilnehmer geräumt werden. 600.000 Vehikel, das entspricht drei Viertel der heute in Wien zugelassenen Fahrzeuge, waren es in den vergangenen 30 Jahren. Die Schwerpunktgebiete der Fahrzeugentfernungen sind auf Plänen festgehalten und bilden die Basis der täglichen Arbeit. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Einfallstraßen, Ladezonen und Spitzenhalteverbotszonen, besonders genau beobachtet werden aber auch Problembereiche wie Behinderten- und Buszonen.

Kundenservice rund um die Uhr

Seit ihrer Gründung wurde die technische Ausrüstung, die Serviceangebote für die Abgeschleppten und die Qualität der gesamten Arbeit der Abschleppgruppe und ihrer eigens konfliktgeschulten MitarbeiterInnen kontinuierlich auf ein hohes Niveau gebracht: So wurde die Kassaausfolgung rund um die Uhr eingeführt, ein 24-Stunden-Servicetelefon eingerichtet (760 43), ein bewachter Platz mit Ölauslauf errichtet, Ratenzahlungsmöglichkeiten eingeführt, die Lenker und Mitfahrer wurden für eine sachgemäße Entfernung der Autos geschult, die Zusammenarbeit mit der Polizei wurde für noch größere Effizienz optimiert und ein Qualitätsmanagement nach ISO 9001 umgesetzt.

Wien ist anders - auch beim Abschleppen

Die heute noch in anderen europäischen Städten verbreiteten Radklemmen werden in Wien, auf Grund des dafür notwendigen Zeitaufwandes und wegen technischer Probleme, nicht mehr angewendet. Die Abschleppgruppe verwendet das universellere und modernere sogenannte "Citroen-Gestell", welches speziell für die Abschlepptechnik entwickelt wurde und eine schonende Behandlung der zu entfernenden Fahrzeuge ermöglicht: Alle Tragelemente weisen großen Abstand zum Fahrzeug des Verkehrssünders auf, so dass es nur an den Rädern berührt wird.

Moderne Logistik ohne "leere Kilometer"

Wie kommt nun der Abschleppwagen zum verkehrsbehindernden Kraftfahrzeug? Die Antwort heißt Datenfunk, ein bewährtes System aus dem Taxigewerbe. Die Polizei oder die Magistratsabteilung 67 ("Parksheriffs") erstattet Anzeige über die behindernde Abstellung und erfasst diese in ihrer EDV. Automatisch werden diese Anzeigen vom EDV-System der Abschleppgruppe übernommen und überprüft. Der Disponent verteilt dann die Abschleppaufträge mittels Datenfunk nach Dringlichkeit und Örtlichkeit, um ganz umweltbewusst "leere Kilometer" zu vermeiden.

Auch der Fahrer des Abschleppwagens kommuniziert beim Eintreffen am Abschlepport und nach erfolgter Beladung mittels Datenfunk mit dem System. Hat er den abgeschleppten Wagen in der Verwahrstelle Simmering abgeliefert, meldet er seine erneute Einsatzbereitschaft. Bei der Ausfolgung des Kraftfahrzeuges an seinen Besitzer, greift die Verwaltung wieder auf das System zurück. Eine klare Nachvollziehung des Vorgangs und die Erstellung von Statistiken sind damit jederzeit gewährleistet.

Was tun, wenn's passiert ist?

Abgeschleppte Fahrzeuge finden die Fahrzeughalter wieder bei der

o MA 48 - ABSCHLEPPGRUPPE Jedletzbergerstraße 1, 1110 Wien Tel.: 760 43; Fax.: 760 43-99-48713 ab@m48.magwien.gv.at

Alle Informationen über Tarife und Formalitäten sind im Internet abrufbar: http://www.wien.gv.at/ma48/fuhrpark/abgeschl.htm

(Schluss) fry/wög

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