VP-Strobl und VP-Wotke: "Aktionsbüro der Schulpartner" ist reine Initiative von SPÖ-Funktionären!

Wien (VP-Klub): "Mit politisch sehr durchsichtigen Absichten versuchen Wiener SPÖ-Elternfunktionäre gutmeinende und gutgläubige Eltern für ihre parteipolitische Agitation schamlos zu missbrauchen. Wer will nicht das Allerbeste für sein Kind, jede Art von zusätzlicher schulischer Unterstützung mit zusätzlichen Lehrern? Weil diesen Satz wohl jeder unterschreiben wird, glaubt die SPÖ billige parteipolitische Propaganda auf dem Rücken der Eltern machen zu können", kritisierten heute der Bildungssprecher der ÖVP Wien, LAbg. Walter Strobl, und die Fraktionsvorsitzende des Kollegiums, Elfriede Wotke, die SPÖ-Agitation des sogenannten "Aktionsbüros der Schulpartner", das heute eine Veranstaltung abhält.

"Das ist ein Skandal der ganz besonderen Art. SPÖ-Elternvertreter versuchen eine seriöse Elterndachorganisation zu einer SPÖ-Parteiorganisation umzufunktionieren. Das ist ein Funktionsmissbrauch demokratisch gewählter Elternvertreter", ist der Wiener ÖVP-Bildungssprecher empört.

Fraktionsvorsitzende Wotke betonte ihrerseits, dass es in Österreich bereits jetzt ein tolles Lehrer-Schüler-Verhältnis gebe. "Der OECD-Bericht zeigt das sehr deutlich. Im OECD-Durchschnitt kommen auf 1 Volksschullehrer 16,6 Volksschüler - in Österreich: 14,5
1 Hauptschullehrer 14,4 Hauptschüler - in Österreich: 10
Die Frage der Schulorganisation und des Lehrereinsatzes ist daher ein Problem von Wien", betonte sie dazu.

Skandalös sei nach Auffassung Wotkes auch die Vorgehensweise des Vorsitzenden der Elterndachorganisation. "Die Finanzausgleichsverhandlungen stehen vor dem Abschluss. Es ist unverständlich, warum der Eltern-Dachverbandsvorsitzende Nekula, der auch ein SPÖ-Mandat im Kollegium bekleidet, sich bisher noch nicht an den für die Verhandlungen zuständigen Wiener Landeshauptmann Häupl gewandt hat. Damit ist ja wohl der Beweis erbracht, dass es überhaupt keine Überparteilichkeit gibt, sondern hier bloß das Geschäft der SPÖ mit den ewig dumpfen und diffusen Beschuldigungen gegenüber der Bundesregierung erledigt werden soll", kritisierte die Fraktionsvorsitzende.

Strobl schlägt für die Tagung der angeblich überparteilichen Plattform folgende Tagesordnung vor:

Thema: Die Verantwortung Wiens für seine Schulen

-) Schulqualität
-) Generalsanierung seit 1998 verschleppt
-) Bauzustand vieler Schulen tlw. katastrophal
-) Ein Schulentwicklungsplan fehlt

Stundenreduktion

Die Stundenreduktion habe Wien im Pflichtschulbereich 173 freie Dienstposten gebracht. Da alle freigewordenen "Stunden" (6.730) in Wien verblieben, könnten damit Zusatzangebote geschaffen werden. Warum werden dann in Wien unverbindliche Übungen gestrichen? Wo sind die Lehrer, wo sind die Stunden?

Ausländerintegration

Wien betreibe ein überholtes Modell der Sprachintegration in der Schule. Fast überall im Ausland würden Schüler bereits im vorschulischen Bereich mit der Landessprache vertraut gemacht und dann erst eingeschult. Wien hätte die Möglichkeit im letzten Kindergartenjahr, das für alle Kinder gratis angeboten werden sollte, eine derartige sprachliche Vorschulung faktisch flächendeckend anzubieten.

Ganztägige Schulen

Wien habe 357 öffentliche Pflichtschulen. In nur 90 Schulen gebe es eine ganztägige Betreuung. Ganztägige Schulen seien Angelegenheit des Landes Wien. Während an den vom Bund betreuten Schulen (Gymnasien) das ganztägige Angebot 100 % beträgt, fehlen in Wien tausende Betreuungsplätze im Pflichtschulbereich.

Familienförderung/Jugendwohlfahrt

"Im Ressort für die Familienförderung wurden im letzten Jahr 7 Mio. EUR eingespart! Das Geld würde aber dringend für die Jugendwohlfahrt gebraucht, die sich verstärkt um Kinder und deren familiären Umfeld mit sozialen Problemen kümmern sollten", betonte Strobl. Statt dessen bediene sich das Land Wien aus den für Wien zugeteilten Landeslehrern. 300 Lehrer würden alleine zur Ergänzung im Bereich der Erziehung verwendet. Diese Lehrer und viele andere überdenkenswerte Sonderverwendungen fehlen dann im Regelunterricht.

Senkung der Klassenschülerzahl

"Wenn man alle Maßnahmen genau durchrechnet und eine vernünftige Verteilung der Lehrer vornimmt, dann kann man mit den von Landeshauptmann Häupl vereinbarten Lehrer-Schülerzahlen, die Klassenschülerzahl problemlos auf 22 senken", so Strobl abschließend.

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