200 Karstadt-Lieferanten sind mit 50 Mio. Euro Liefer-forderungen gut versichert.

Wien (OTS) - Österreichische Lieferanten bangen um ihr Geld, das ihnen Firmen der Karstadt-Gruppe schulden. Sie müssen nun feststellen, dass auch Kunden mit einer mehr als 100-jährigen Geschichte keine Sicherheit im Krisenfall darstellen. "200 Lieferanten und 50 Mio. Euro an Forderungen sind in Österreich gut versichert", schätzt Gert Schloßmacher, Vorstand der PRISMA Kreditversicherungs-AG.

Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen sorgen alteingesessene, deutsche Unternehmen für negative Schlagzeilen in den Medien. Jeder Konsument kennt Schuhe der Firmengruppe GARANT-SALAMANDER und die Kaufhausgruppe KARSTADT - QUELLE eine der stärksten deutschen Marken für Mode, Sport und Freizeit.
In Wirtschaftskreisen jedenfalls zwei Namen über deren Solidität und Bonität man sich kaum Gedanken machte. Eher wurden sie den "blue chips" zugerechnet. Viele Lieferanten schätzen sich glücklich solche Kunden zu haben, deren Name bereits so etwas wie eine "Zahlungsgarantie" darstellt und die bereits seit einem Jahrhundert und länger am Markt tätig sind.

"Gerade diese Unternehmen werden soeben eines besseren belehrt und kommen in den Genuss des internationalen Frühwarnsystems der Prisma Kreditversicherung, sofern die Kundenforderungen gegen Zahlungsausfall versichert sind", stellt Vorstand Bettina Selden -zuständige Ressortchefin für die Kreditprüfung und -überwachung - den Nutzen der Kreditversicherung ins rechte Licht.
In beiden Fällen sind Eigentümer, Arbeitnehmer und Gläubiger gefordert durch entsprechende Maßnahmen und Einbussen die totale Krise zu verhindern bzw. zu mildern.

In Österreich sind eine Reihe von namhaften Exportunternehmen betroffen und auch versichert. Diese agieren nun in Abstimmung mit dem Kreditversicherer möglichst schadenmindernd und haben als große Gläubigergruppe eine entsprechende Verhandlungsmacht.

Die Zahl der unversicherten Lieferanten lässt sich schwer abschätzen ist aber vermutlich beträchtlich hoch. "Ganz besonders bitter ist die Situation für diejenigen Versicherungsnehmer, die mit uns vertraglich vereinbart haben die bonitätsmässig erstklassigen Kunden nicht zu versichern um Prämien zu sparen. Diese müssen jetzt möglicherweise erkennen, den Falschen ausgewählt zu haben" ergänzt Vorstandskollege Gert Schloßmacher.

Der Fall "Karstadt" ist ein Paradebeispiel welches dem Kreditversicherer ein Maximum an Feingefühl abverlangt. Die Deckungen jetzt aufzuheben und damit die Einkaufsmöglichkeiten und die Inanspruchnahme von Lieferantenkrediten für den Kunden einzuschränken kann das sofortige Ende bedeuten. Zu lange zuwarten könnte den Zahlungsausfall und damit den Schaden erst recht in die Höhe treiben.

Die beiden Fälle werden jedenfalls nicht nur in Deutschland sondern auch in Österreich weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen.

In Deutschland hat die Krise bei Karstadt sogar die Politik auf den Plan gerufen, die um jeden Preis Arbeitsplätze retten will.
Im besten Fall trifft es "nur" die Kreditversicherung. Im schlechtesten Fall könnte der Dominoeffekt zu Folgeinsolvenzen, speziell im KMU-Bereich führen, denn gerade dort sind der Zahlungsausfall und der Verlust eines Großkunden häufig kaum zu verkraften.

Ein positiver Effekt wird hoffentlich sein, dass Debitorenmanager mit einem geschärften Risikobewusstsein aus dem Szenario gehen.

Prisma Kreditversicherungs-AG - Das Unternehmen

Die Prisma Kreditversicherungs-AG wurde 1989 gegründet und hält einen Anteil von 44% des österreichischen Kreditversicherungsmarktes. An der zweitgrößten heimischen Kreditversicherung ist die Oesterreichische Kontrollbank AG mit 51% sowie die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG, Hamburg mit 49% beteiligt. Damit ist Prisma das österreichische Standbein der weltweit tätigen Euler Hermes Gruppe, die zum Allianz Konzern zählt. Die zentrale Aufgabe von Prisma ist die Unterstützung im Forderungsmanagement der Kunden. Das umfasst die professionelle Bonitätsprüfung sowie die laufende Überwachung und Kontrolle der Kreditrisiken im In- und Ausland. Auf diese Weise kann Prisma eine drohende Insolvenz frühzeitig erkennen und die Kunden umgehend informieren.

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