• 08.10.2004, 09:53:29
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200 Karstadt-Lieferanten sind mit 50 Mio. Euro Liefer-forderungen gut versichert.

Wien (OTS) - Österreichische Lieferanten bangen um ihr Geld, das
ihnen Firmen der Karstadt-Gruppe schulden. Sie müssen nun
feststellen, dass auch Kunden mit einer mehr als 100-jährigen
Geschichte keine Sicherheit im Krisenfall darstellen. "200
Lieferanten und 50 Mio. Euro an Forderungen sind in Österreich gut
versichert", schätzt Gert Schloßmacher, Vorstand der PRISMA
Kreditversicherungs-AG.

Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen sorgen
alteingesessene, deutsche Unternehmen für negative Schlagzeilen in
den Medien. Jeder Konsument kennt Schuhe der Firmengruppe
GARANT-SALAMANDER und die Kaufhausgruppe KARSTADT - QUELLE eine der
stärksten deutschen Marken für Mode, Sport und Freizeit.
In Wirtschaftskreisen jedenfalls zwei Namen über deren Solidität und
Bonität man sich kaum Gedanken machte. Eher wurden sie den "blue
chips" zugerechnet. Viele Lieferanten schätzen sich glücklich solche
Kunden zu haben, deren Name bereits so etwas wie eine
"Zahlungsgarantie" darstellt und die bereits seit einem Jahrhundert
und länger am Markt tätig sind.

"Gerade diese Unternehmen werden soeben eines besseren belehrt und
kommen in den Genuss des internationalen Frühwarnsystems der Prisma
Kreditversicherung, sofern die Kundenforderungen gegen
Zahlungsausfall versichert sind", stellt Vorstand Bettina Selden -
zuständige Ressortchefin für die Kreditprüfung und -überwachung - den
Nutzen der Kreditversicherung ins rechte Licht.
In beiden Fällen sind Eigentümer, Arbeitnehmer und Gläubiger
gefordert durch entsprechende Maßnahmen und Einbussen die totale
Krise zu verhindern bzw. zu mildern.

In Österreich sind eine Reihe von namhaften Exportunternehmen
betroffen und auch versichert. Diese agieren nun in Abstimmung mit
dem Kreditversicherer möglichst schadenmindernd und haben als große
Gläubigergruppe eine entsprechende Verhandlungsmacht.

Die Zahl der unversicherten Lieferanten lässt sich schwer
abschätzen ist aber vermutlich beträchtlich hoch. "Ganz besonders
bitter ist die Situation für diejenigen Versicherungsnehmer, die mit
uns vertraglich vereinbart haben die bonitätsmässig erstklassigen
Kunden nicht zu versichern um Prämien zu sparen. Diese müssen jetzt
möglicherweise erkennen, den Falschen ausgewählt zu haben" ergänzt
Vorstandskollege Gert Schloßmacher.

Der Fall "Karstadt" ist ein Paradebeispiel welches dem
Kreditversicherer ein Maximum an Feingefühl abverlangt. Die Deckungen
jetzt aufzuheben und damit die Einkaufsmöglichkeiten und die
Inanspruchnahme von Lieferantenkrediten für den Kunden einzuschränken
kann das sofortige Ende bedeuten. Zu lange zuwarten könnte den
Zahlungsausfall und damit den Schaden erst recht in die Höhe treiben.

Die beiden Fälle werden jedenfalls nicht nur in Deutschland
sondern auch in Österreich weitreichende Konsequenzen nach sich
ziehen.

In Deutschland hat die Krise bei Karstadt sogar die Politik auf
den Plan gerufen, die um jeden Preis Arbeitsplätze retten will.
Im besten Fall trifft es "nur" die Kreditversicherung. Im
schlechtesten Fall könnte der Dominoeffekt zu Folgeinsolvenzen,
speziell im KMU-Bereich führen, denn gerade dort sind der
Zahlungsausfall und der Verlust eines Großkunden häufig kaum zu
verkraften.

Ein positiver Effekt wird hoffentlich sein, dass Debitorenmanager
mit einem geschärften Risikobewusstsein aus dem Szenario gehen.

Prisma Kreditversicherungs-AG - Das Unternehmen

Die Prisma Kreditversicherungs-AG wurde 1989 gegründet und hält
einen Anteil von 44% des österreichischen Kreditversicherungsmarktes.
An der zweitgrößten heimischen Kreditversicherung ist die
Oesterreichische Kontrollbank AG mit 51% sowie die Euler Hermes
Kreditversicherungs-AG, Hamburg mit 49% beteiligt. Damit ist Prisma
das österreichische Standbein der weltweit tätigen Euler Hermes
Gruppe, die zum Allianz Konzern zählt. Die zentrale Aufgabe von
Prisma ist die Unterstützung im Forderungsmanagement der Kunden. Das
umfasst die professionelle Bonitätsprüfung sowie die laufende
Überwachung und Kontrolle der Kreditrisiken im In- und Ausland. Auf
diese Weise kann Prisma eine drohende Insolvenz frühzeitig erkennen
und die Kunden umgehend informieren.

OTS0048    2004-10-08/09:53

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