- 06.10.2004, 11:46:50
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AKNÖ-Staudinger: Plattform zur betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung ist wichtiger Schritt in der niederösterreichischen Gesundheitspolitik
50% aller Erkrankungen von Erwerbstätigen arbeitsbedingt
Wien (AKNÖ) - Wien (AKNÖ) - "50% aller Erkrankungen der
Erwerbstätigen sind arbeitsbedingt", erklärt der Präsident der AKNÖ,
Josef Staudinger zur Enquete "Gesunde Arbeitswelt". Das verursache
jährlich österreichweit ca. 3.6 Milliarden Euro Kosten, in NÖ alleine
rund 700 Mio. Euro. Durch die Zusammenarbeit aller Partner in der
Arbeitsunfallprävention konnten beispielsweise die Arbeitsunfälle in
NÖ seit 1995 um fast 44% verringert werden. "Jeder Schritt, der zur
Vermeidung weiterer Unfälle und zur Verbesserung der Gesundheit der
ArbeitnehmerInnen beiträgt, ist für die Arbeiterkammer von höchstem
Vorrang. Deshalb haben wir uns sofort zur Zusammenarbeit für die
Plattform zur betrieblichen Gesundheitsförderung von LR Schabl bereit
erklärt", betonte der AKNÖ-Chef.****
Staudinger sieht in dieser Plattform die Möglichkeit zur
Verwirklichung der NÖ Landesgesundheitsziele in der Arbeitswelt. Die
Hauptprobleme liegen bei Erkrankungen im Bewegungs- und Stützapparat,
Herz- und Kreislauf und auch bei psychosozialen Belastungen. "Aber
wir wollen hier nicht mit Vorschriften oder Verboten agieren, sondern
wir brauchen die Zusammenarbeit im Land: Wir Gesundheitspartner
ziehen auch hier an einem Strang", so der AKNÖ-Chef.
Der AKNÖ-Präsident weist weiters darauf hin, dass in erster Linie
dafür gesorgt werden muss, dass die Maßnahmen bereits von jungen
Leuten angenommen werden: Denn was in jungen Jahren die Gesundheit
beeinträchtigt, kann später kaum mehr gut gemacht werden. Auch die
Anhebung des Pensionsalters erfordere ein Umdenken: Es müsse für
alternsgerechtes Arbeiten entsprechende Voraussetzungen und
Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Staudinger sieht den Arbeitsauftrag für die AKNÖ klar: 1: eine
Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Erwerbstätigen. 2: der Erhalt
und Ausbau der sozialen und selbstverwalteten Krankenversicherung und
3: die Einrichtung einer NÖ-Landesgesundheitskonferenz.
AKNÖ-Präsident Staudinger verweist auch auf die Aktivitäten der AKNÖ:
"Wir betreuen und unterstützen im Bereich der betrieblichen
Prävention und Gesundheitsförderung 400.000 AK-Mitglieder mit der
Monatszeitschrift "Treffpunkt" und der Homepage "Sicher und Gesund".
Wir informieren unsere 8.500 Sicherheitsvertrauenspersonen und 8.000
Betriebsräte mit der Zeitschrift "SVP-News" und für 23.000
MitarbeiterInnen in Gesundheitsberufen bieten wir die Zeitschrift
"Gesundheits-News" an. Es wurden bereits 11.000 Handbücher
ausgeteilt, zusätzlich werden jährlich 40.000 Fachbroschüren für
Sicherheitsvertrauenspersonen und Betriebsräte zur Verfügung
gestellt. In der AKNÖ-Sicherheits- und Gesundheitsakademie werden
jährlich ca. 1500 TeilnehmerInnen in praxisgerechten Seminaren
ausgebildet."
Die AKNÖ bietet auch gesundheitsfördernde Aktivitäten direkt an:
Überbetriebliche Sportveranstaltungen für jährlich 15.000
TeilnehmerInnen und betriebliche Sportveranstaltungen für jährlich
3800 TeilnehmerInnen, sowie freiwillige Gesundenuntersuchungen mit
sportmedizinischem Teil für 1700 ArbeitnehmerInnen.
(Schluss) sk
OTS0106 2004-10-06/11:46
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