- 05.10.2004, 14:16:59
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Enquete: Fußgänger am Schutzweg
Kuratorium für Verkehrssicherheit fordert Videoüberwachung am Zebrastreifen
Wien (OTS) - Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
veranstaltete am Dienstag eine Enquete zu dem Thema: "Sind Fußgänger
am Schutzweg schutzlos?" Anlass für diese Veranstaltung ist der
dramatische Anstieg der verunglückten Fußgänger im Straßenverkehr. So
wurden im ersten Halbjahr 2004 österreichweit um 16 Prozent mehr
Fußgänger getötet, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Besonders
betroffen sind Kinder und Senioren. Mehr als 50 Prozent der tödlich
Verunglückten waren ältere Menschen. In diesem Zusammenhang forderte
KfV-Direktor Dr. Othmar Thann die technische Verbesserung aller
Schutzwege. Auch intensivere Verkehrskontrollen und
Videoüberwachungssysteme am Schutzweg würden die Anhaltebereitschaft
der Autofahrer heben, meinte Thann. Das KfV fordere auch das Verbot
der sogenannten "Hirschfänger", das sind besonders große,
unverformbare Stoßstangen an Geländewägen, da diese besonders schwere
Verletzungen hervorrufen würden.
WienerInnen legen ein Drittel aller Wege zu Fuß zurück
Oberbaustadtrat DI Bernd Skoric, Leiter der MA 46 - Gruppe 6
"Verkehrssicherheit", betonte, dass im Masterplan Verkehr Wien 2003
dem Fußgänger höchste Priorität gegenüber allen anderen
Verkehrsteilnehmern eingeräumt werde. So müsste der Fußgängerverkehr
noch attraktiver gestaltet werden und Hindernisse und Einschränkungen
durch Container, Verkehrszeichen, Lichtmasten, etc. vermieden werden,
sagte der Wiener Verkehrsexperte. Die Wienerinnen und Wiener seien
fleißige Zufußgeher und würden ein Drittel aller Wege per Pedes
erledigen. Größte Ärgernisse seien dabei Hundekot, am Gehsteig
parkende Autos und Kfz-Lärm. Nach der Verkehrssicherheit hat die
Rückgewinnung des öffentlichen Raumes für Fußgänger Priorität, meinte
Skoric abschließend. (Schluss) kwc
OTS0206 2004-10-05/14:16
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