Universität Wien: Drei neue Professorinnen

Berufungen ab Oktober 2004

Wien (OTS) - Mit Anfang Oktober 2004 wurden an der Fakultät für Sozialwissenschaften, der Fakultät für Lebenswissenschaften und an der Katholisch-Theologischen Fakultät drei Wissenschafterinnen auf Professuren der Universität Wien berufen.

Neu eingerichtet wurde die Professur für Pflegewissenschaften, die vom Österreichischen Roten Kreuz (Zentrale und Landesverband Wien) und der Caritas der Erzdiözese Wien für vorläufig drei Jahre gestiftet wurde. Seit 1999 kann an der Universität Wien das interdisziplinäre "Individuelle Diplomstudium Pflegewissenschaft" studiert werden. Eine zentrale Aufgabe der neuen Vertragsprofessorin für Pflegewissenschaften ist die Mitwirkung bei der Erarbeitung eines Curriculums für ein reguläres Studium "Pflegewissenschaft" das an der Universität Wien gemeinsam mit der Medizinischen Universität Wien eingerichtet wird.

Neue Professur für Pflegewissenschaft: Vertragsprofessorin Dr. Elisabeth Seidl Seit 1. Oktober ist Elisabeth Seidl Vertragsprofessorin für Pflegewissenschaft an der Universität Wien (Fakultät für Sozialwissenschaft).

Elisabeth Seidl studierte, nach ihrer Ausbildung zur diplomierten Gesundheits- und Krankenschwester, zwischen 1973 und 1978 Psychologie und Soziologie an der Universität Wien. In Zürich besuchte sie 1968/69 eine Weiterbildung im Bereich Pflegepädagogik und Pflegemanagement. 1975 wurde Elisabeth Seidl zur Direktorin des Pflegedienstes und der Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Rudolfinerhauses bestellt. Diese Funktion hatte sie bis 1999 inne. Ab 1992 leitete sie außerdem die Abteilung Pflegeforschung des Institut für Pflege- und Gesundheitssystemforschung der Johannes Kepler Universität Linz in Wien. In dieser Zeit führte sie Forschungsvorhaben im Bereich Pflegeforschung durch. 1995 erfolgte die Habilitation an der Universität Linz in "Soziologie der Pflege". Die Schwerpunkte ihrer bisherigen Forschungsarbeiten sind die Gesundheits- und pflegerische Versorgung chronischkranker und alter Menschen, die Kommunikation und Interaktion in der Pflege sowie die Entwicklung des Pflegeberufs.

Professur für Pharmakognosie: Univ. Prof. Dr. Verena Dirsch Mit 1. Oktober übernahm Univ.-Prof. Dr. Verena Dirsch eine Professur für Pharmakognosie an der Fakultät für Lebenswissenschaft der Universität Wien.

Verena Dirsch, geb. 1964 in Eichstätt (Deutschland), studierte von 1984 bis 1989 Pharmazie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München. Die Approbation zur Apothekerin erfolgte 1990. 1993 promovierte sie summa cum laude zur Doktorin der Naturwissenschaften an der LMU München. Nach einem Auslandsaufenthalt 1994/95, einem Postdoktorat über ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft, an der Columbia University (New York, USA) kehrte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an das Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie die LMU München zurück. Zwischen 1998 und 2004 war sie Assistentin und später Akademische Rätin sowie Privatdozentin am Department Pharmazie der LMU München. 2002/2003 habilitierte Verena Dirsch und erwarb die Lehrbefugnis für die Fächer Pharmazeutische Biologie und Pharmakologie.

Professur für Theologie der Spiritualität: Univ.Prof. Dr. Marianne Schlosser Die neu gewidmete Professur für Theologie der Spiritualität an der Katholisch Theologischen Fakultät wird mit 1. Oktober von Univ.Prof. Dr. Marianne Schlosser übernommen.

Nach dem Studium der lateinischen Philologie und der katholischen Theologie an der Universität München, promovierte Maria Schlosser 1989 zur Doktorin der Katholischen Theologie. 1998 erfolgte die Habilitation im Fach Dogmengeschichte und Dogmatik. Seit 1985 war Maria Schlosser wissenschaftliche Mitarbeiterin am Martin-Grabmann-Forschungsinstitut in München, zuletzt als Akademische Rätin und Privatdozentin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Theologie und Spiritualität der Patristik und des Hochmittelalters, besonders der Bettelorden (Bonaventura, Katharina von Siena).

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