- 04.10.2004, 13:26:44
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Universität Wien: Drei neue Professorinnen
Berufungen ab Oktober 2004
Wien (OTS) - Mit Anfang Oktober 2004 wurden an der Fakultät für
Sozialwissenschaften, der Fakultät für Lebenswissenschaften und an
der Katholisch-Theologischen Fakultät drei Wissenschafterinnen auf
Professuren der Universität Wien berufen.
Neu eingerichtet wurde die Professur für Pflegewissenschaften, die
vom Österreichischen Roten Kreuz (Zentrale und Landesverband Wien)
und der Caritas der Erzdiözese Wien für vorläufig drei Jahre
gestiftet wurde. Seit 1999 kann an der Universität Wien das
interdisziplinäre "Individuelle Diplomstudium Pflegewissenschaft"
studiert werden. Eine zentrale Aufgabe der neuen Vertragsprofessorin
für Pflegewissenschaften ist die Mitwirkung bei der Erarbeitung
eines Curriculums für ein reguläres Studium "Pflegewissenschaft" das
an der Universität Wien gemeinsam mit der Medizinischen Universität
Wien eingerichtet wird.
Neue Professur für Pflegewissenschaft: Vertragsprofessorin Dr.
Elisabeth Seidl
Seit 1. Oktober ist Elisabeth Seidl Vertragsprofessorin für
Pflegewissenschaft an der Universität Wien (Fakultät für
Sozialwissenschaft).
Elisabeth Seidl studierte, nach ihrer Ausbildung zur diplomierten
Gesundheits- und Krankenschwester, zwischen 1973 und 1978 Psychologie
und Soziologie an der Universität Wien. In Zürich besuchte sie
1968/69 eine Weiterbildung im Bereich Pflegepädagogik und
Pflegemanagement. 1975 wurde Elisabeth Seidl zur Direktorin des
Pflegedienstes und der Gesundheits- und Krankenpflegeschule des
Rudolfinerhauses bestellt. Diese Funktion hatte sie bis 1999 inne. Ab
1992 leitete sie außerdem die Abteilung Pflegeforschung des Institut
für Pflege- und Gesundheitssystemforschung der Johannes Kepler
Universität Linz in Wien. In dieser Zeit führte sie
Forschungsvorhaben im Bereich Pflegeforschung durch. 1995 erfolgte
die Habilitation an der Universität Linz in "Soziologie der Pflege".
Die Schwerpunkte ihrer bisherigen Forschungsarbeiten sind die
Gesundheits- und pflegerische Versorgung chronischkranker und alter
Menschen, die Kommunikation und Interaktion in der Pflege sowie die
Entwicklung des Pflegeberufs.
Professur für Pharmakognosie: Univ. Prof. Dr. Verena Dirsch
Mit 1. Oktober übernahm Univ.-Prof. Dr. Verena Dirsch eine Professur
für Pharmakognosie an der Fakultät für Lebenswissenschaft der
Universität Wien.
Verena Dirsch, geb. 1964 in Eichstätt (Deutschland), studierte von
1984 bis 1989 Pharmazie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU)
in München. Die Approbation zur Apothekerin erfolgte 1990. 1993
promovierte sie summa cum laude zur Doktorin der Naturwissenschaften
an der LMU München. Nach einem Auslandsaufenthalt 1994/95, einem
Postdoktorat über ein Stipendium der Deutschen
Forschungsgemeinschaft, an der Columbia University (New York, USA)
kehrte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an das Institut für
Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie die LMU München zurück.
Zwischen 1998 und 2004 war sie Assistentin und später Akademische
Rätin sowie Privatdozentin am Department Pharmazie der LMU München.
2002/2003 habilitierte Verena Dirsch und erwarb die Lehrbefugnis für
die Fächer Pharmazeutische Biologie und Pharmakologie.
Professur für Theologie der Spiritualität: Univ.Prof. Dr.
Marianne Schlosser
Die neu gewidmete Professur für Theologie der Spiritualität an der
Katholisch Theologischen Fakultät wird mit 1. Oktober von Univ.Prof.
Dr. Marianne Schlosser übernommen.
Nach dem Studium der lateinischen Philologie und der katholischen
Theologie an der Universität München, promovierte Maria Schlosser
1989 zur Doktorin der Katholischen Theologie. 1998 erfolgte die
Habilitation im Fach Dogmengeschichte und Dogmatik. Seit 1985 war
Maria Schlosser wissenschaftliche Mitarbeiterin am
Martin-Grabmann-Forschungsinstitut in München, zuletzt als
Akademische Rätin und Privatdozentin. Ihre Forschungsschwerpunkte
liegen in der Theologie und Spiritualität der Patristik und des
Hochmittelalters, besonders der Bettelorden (Bonaventura, Katharina
von Siena).
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