- 04.10.2004, 12:23:12
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Syrien-Reise mit äußerst positiver Bilanz
LH Haider: Besuch eröffnet Kärntner Firmen neue Märkte - Konkrete Abschlüsse getätigt, Partnerschaft mit Damaskus angeregt, wichtiger kultureller Austausch geplant
Klagenfurt (LPD) - Am letzten Tag der Syrienreise einer
österreichischen Wirtschaftsdelegation zog heute, Montag,
Landeshauptmann Jörg Haider eine sehr erfolgreiche Bilanz. Gespräche
mit hochrangigen Regierungsvertretern Syriens hätten wichtige und
vielversprechende Kontakte gebracht. Es seien auch bereits erste
Abschlüsse für Kärntner Unternehmen getätigt worden, so Haider.
Weiters seien eine Partnerschaft mit Damaskus, ein kultureller
Austausch und das Bereitstellen Kärntner Tourismus-Know-How
vereinbart worden.
Am Sonntag sei der Besuch bei Muhammed Bachir Al Mufti, dem
Bürgermeister von Damaskus, auf dem Programm gestanden. Haider habe
eine Partnerschaft zwischen Kärnten und der Region Damaskus angeregt.
Die Altstadt von Damaskus zähle seit 1978 zum Weltkulturerbe und die
Stadtverwaltung sowie die syrische Regierung planten eine
Restaurierung des historisch wertvollen Altstadtkernes. "Das bietet
ungemein große Chancen für Kärntner Bauunternehmer, Architekturbüros
und die Fachhochschule Technikum Kärnten einen Zugang auf diesem
Markt zu bekommen", betonte Haider. Dieses Großprojekt werde mit
EU-Fördergeldern unterstützt.
Außerdem sei mit Tourismusminister Sa'Adallah Agha Al-Kala'a und
dem Bürgermeister von Damaskus vereinbart worden, dass Kärnten im
Bereich Tourismus sein Know-How zur Verfügung stellen solle. Syrien
hat innerhalb von zwei Jahren seine Tourismuszahlen verdoppelt und
setze alles daran sich weiter für den Europäischen Tourismus zu
öffen. In diesem Zusammenhang habe er die Gründung einer gemeinsamen
Tourismusschule in Syrien angeregt, sagte Haider.
Kärnten habe auch seine "kulturelle Visitenkarte" in Syrien
hinterlassen, denn der mitgereiste Lavanttaler Chor "Cara Musica"
habe einen großartigen Auftritt bei einem Galaabend unter der
Patronanz des syrischen Kulturministers Mahmud Al-Sayeed im Alhambra
Theater absolviert. Weiters sei mit dem Kulturminister vereinbart
worden, dass Kärntner Künstler zu großen syrischen Kunstfestivals
eingeladen würden.
Ebenfalls am Sonntag auf dem Programm stand der Besuch beim
österreichischen UNO-Kontingent am Golan. Heuer sind es 30 Jahre,
dass UNO-Soldaten dort die Grenze zwischen Syrien und Israel sichern.
Viele Kärntner haben seither als UNO-Soldaten auf dem Golan Dienst
versehen. Militärdekan Emmanuel Remo Longin las dort eine Messe und
musikalische Grüße aus der Heimat wurden den fern von Kärnten
stationierten Soldaten vom Lavanttaler Chor "Cara Musica" überbracht.
Heute gab es noch ein Treffen mit dem syrischen Erdölminister
Ibrahim Haddad, das weitere große Chancen für Kärntner Firmen
eröffnete. Aufgrund des Rückgangs der Erdölvorkommen sei Syrien
gerade dabei, rechtzeitig auf Alternativenergie umzustellen. Hier
bieten sich für heimische Photovoltaik- und Solarunternehmen sehr
große Möglichkeiten auf neuen Märkten tätig zu werden, berichtete
Haider.
Der Kärntner Landeshauptmann zeigte sich äußerst zufrieden über
die Ergebnisse dieser viertägigen Syrienreise: "Wir können auf eine
sehr positive Bilanz für die Kärntner verweisen, denn im Rahmen
dieser Reise haben wir einen ausgezeichneten Zugang zu einem neuen
Markt geschaffen und es konnten auch schon konkrete Abschlüsse
getätigt werden", sagte Haider.
(Schluss)
OTS0100 2004-10-04/12:23
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