- 04.10.2004, 11:50:35
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91 Prozent der Konsumenten fordern in Sachen Versicherung unabhängige Beratung
Drechsler: Eindeutige Unterscheidung der Vermittler gewünscht - "Geht dabei auch um die Frage: ‚Wer vermittelt in welcher Eigenschaft eine Versicherung und übernimmt Verantwortung und Haftung?"
Wien (PWK693) - Österreicherinnen und Österreicher äußern
überwiegend den Wunsch nach unabhängiger Versicherungsberatung - das
hat eine soeben fertig gestellte Studie des Gallup-Institutes
ergeben. Im Zuge der Untersuchung, die Im Auftrag des Fachverbandes
der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten
der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) durchgeführt wurde, sprachen
sich 91 Prozent der Befragten dafür aus, auch in Zukunft eindeutig
wissen zu wollen, mit wem sie es beim Abschluss einer Versicherung zu
tun haben: mit einem unabhängigen oder einem firmengebundenen
Versicherungsvermittler. "Vor dem Hintergrund der steigenden
Bedeutung von privater Vorsorge ist es dem Konsumenten sichtlich
wichtig, eine eindeutige Unterscheidung der Vermittler vorzunehmen
sowie eine unabhängige Beratung zu erhalten" - so kommentiert
Fachverbandsobmann Michael Drechsler das Ergebnis der regelmäßig
durchgeführten Marktstudie.
Das Ergebnis der Umfrage bedeute, so Drechsler, "eine dezidierte
Ablehnung des vorliegenden Gesetzesentwurfes zur bevorstehenden
nationalen Umsetzung der EU-Versicherungsvermittlungs-Richtlinie und
damit eine Absage an die Pläne der österreichischen Bundesregierung,
die Unterscheidung zwischen den Versicherungsvermittlern stark zu
verwässern." Die Ablehnung erkennt er in allen Alters-, Einkommens-
und Berufsgruppen quer durch Österreich als und sieht sie als Auftrag
an die Bundesregierung: "Die Österreicherinnen und Österreicher
wollen und müssen auch zukünftig unterscheiden können, wer in welcher
Eigenschaft eine Versicherung vermittelt und damit auch die
Verantwortung und die Haftung übernimmt." Schon jetzt fühle sich nur
etwa ein Viertel der Befragten ausreichend informiert und könne die
Vermittlertypen - Versicherungsvertreter, Versicherungsagent oder
Versicherungsmakler - korrekt definieren. Daher fordert der
Fachverband der Versicherungsmakler und Berater in
Versicherungsangelegenheiten das Parlament auch auf, die in
Österreich lange bewährte und von den betroffenen Berufsgruppen wie
den Konsumenten gewünschten Berufsbezeichnungen "Versicherungsmakler"
und "Versicherungsagent" zu respektieren.
"Insbesondere wenn es um den Abschluss von Pensions- bzw.
Gesundheitsvorsorgeversicherungen geht, ist für 84 Prozent der
Konsumenten eine unabhängige Beratung von enormer Bedeutung",
unterstreicht Rudolf Mittendorfer, Konsumentensprecher im Fachverband
der Versicherungsmakler, die Ergebnisse der Gallup-Umfrage und stellt
fest, dass 76 Prozent der Befragten davon überzeugt sind, dass die
private Pensions- und Gesundheitsvorsorge in den nächsten Jahren
weiter an Bedeutung gewinnen wird.
Angesichts der Studienergebnisse appelliert der Fachverband der
Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten an
die Bundesregierung, die Wünsche der Konsumenten bei der nationalen
Umsetzung der EU-Versicherungsvermittlungs-Richtlinie zu
berücksichtigen und eine klare und transparente Trennung der Gewerbe
vorzunehmen. "Denn was kompliziert klingt, ist es auch. Und es ist
für den Konsumenten oft nicht einfach nachvollziehbar - im
schlimmsten Fall erst bei Haftungsansprüchen in einem Schadensfall",
OTS0085 2004-10-04/11:50
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