2. Abtenauer Management-Gespräch: Der Wiener Nobelpreis-Kandidat und 30 Firmenchefs beim Abtenauer Consulter Georg Bachler: "Spitzenleistung bringt Quantensprünge."

Quantenphysiker Zeilinger: "Spitzen-Unis entscheiden unsere Zukunft"

Abtenau (OTS) - Seine mögliche Nominierung für den Physik-Nobelpreis bagatellisiert der Wiener Quantenphysiker Anton Zeilinger als Zeitungsente; auch die Frage lässt ihn kühl, ob die Quantenphysik den Lieben Gott als Würfelspieler enttarnt hat oder nicht - aber bei der Frage, wie Österreich künftig in der globalen wissengetriebenen Gesellschaft überleben soll, wurde Zeilinger bei den 2. Abtenauer Management-Gesprächen am Wochenende beschwörend eindringlich: "Die Zukunft unserer Gesellschaft liegt im Wissen. Und für diesen globalen Wettbewerb brauchen wir Spitzen-Unis."

Zeilinger präzisierte seine - von der Politik soeben aufgegriffene - Idee in Abtenau: Europas Unis fehle es an Flexibilität - ob es um Kooperationen mit der Wirtschaft gehe oder um die Suche nach den besten Köpfen ("statt nach den besten Spezialisten für einen Job"). In einer gemischten Finanzierung bleibe die Freiheit der Forschung erfahrungsgemäß erhalten; Konkurrenz belebe das Geschäft unter den Unis statt die "durchschnittlichen" zu benachteiligen.

Nun müsse man die besten Köpfe auch unter den Studenten identifizieren - und das geschehe am besten, indem man den bisher ungeregelten Zugang zu den Unis nach etwa dem ersten Studienjahr durch strikte Leistungskontrollen einenge.

Peter Brabeck und Anton Zeilinger als Key Speaker

Der Consulter Georg Bachler will mit diesen Gesprächen Status und Zukunft erfolgreichen Managements abstecken. Hatte vor einem Jahr Nestlé -Chef Peter Brabeck Business-Spitzenleistung als Überlebens-Package dargestellt, fanden Bachlers Gäste - mehr als 30 Firmenchefs - diesmal die Bedingungen für Spitzenleistung als überzeugende Parallelen zwischen Quantenphysik, Spitzenmanagement und Buddhismus wieder. Rücksicht im Umgang mit Umwelten aller Art wurde in Abtenau als Spitzenleistung erfolgreichen, an Werten orientierten Wirtschaftens diskutiert.

So hielt Zeilinger sein Plädoyer für äusserste Sorgfalt, Genauigkeit und Leistungsbereitschaft am Ende im Denkgebäude des Buddhismus: Faszinierend sein Dialog mit Gerd Schachenhofer (CEO beim Vorarlberger Entsorgungs-Multi Häusle), der die unwahrscheinliche Erfolgsgeschichte seines Unternehmens analysiert hatte: Der Vorarlberger Firmen-Manager und der Wiener Wissens-Manager fanden sich zunächst auf einer Ebene ("Man muss tatsächlich alle Denkgewohnheiten und Voraussetzungen wieder und wieder überprüfen -dann wird sogar das bisher Undenkbare möglich").

Darauf setzte Helmut Gassner, buddhistischer Mönch und Dolmetscher des Dalai Lama, die gemeinsame Klammer: "Leistung und Würde bedingen einander. Was sie hier beschrieben haben, sind buddhistische Prinzipien: Äusserste Genauigkeit im Umgang mit der Umwelt beginnt schon mit der Frage, ob wir uns auf die eigene Wahrnehmung verlassen können." Anders gesagt: Schon das bloße Hinschauen beeinflusst das Thema - genau wie in der Quantenphysik das beobachtende Licht das beobachtete Lichtquantum verändert.

"Beamen? Wir sind schon so weit."

Das Thema Wahrnehmung und ihre Folgen beschäftigte griechische Philosophen und Quantenphysiker gleichermaßen: Lichtquanten als Materie und Energiewelle gleichzeitig begreifen zu können, setzte völliges Umdenken voraus, sagte Zeilinger. Und erst heute könne man mit den (in Wien erstmals gelungenen) Experimenten der Teleportation ("Beamen") von Quanten beweisen, dass die einst belächelte Idee richtig ist. Zeilinger: "Das wird die Informationstechnologie in ungeahntem Ausmaß revolutionieren. Wir sind schon so weit."

Gerd Schachenhofer hatte zuvor eine geradezu paradoxe Erfolgsgeschichte seines Unternehmens (Häusle) als Quantensprung vorausblickenden Managements präsentiert: Vom bloßen Müllkutscher zum Ressourcenmanager, der eine halbe Million Tonnen Müll in Form von Wertstoffen wieder in den Wirtschaftkreislauf zurückführt. Hochprofitabel bei einer Weltklasse-Recycling-Quote von 95%. Wie das lief? "Umdenken", sagte Schachenhofer. "Nicht mehr einzelne Auftraggeber, sondern die Umwelt als Kunden begreifen. Nicht mehr gegen den Mitbewerb, sondern mit ihm auftreten. Die Leute selbständig arbeiten lassen, Spitzenleistung fordern und Fehler als Chance nützen." Ergebnis: Geringere Kosten für alle Kunden, höhere Erträge für alle im Häusle-Team zusammengeschlossenen Konkurrenten.

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