- 02.10.2004, 12:30:00
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GMT unterstützt westdeutsche Textil/Bekleidungs-Beschäftigten
Gegen Flexibilisierung zum Nulltarif
Wien (GMT/ÖGB) - Die westdeutschen Textil- und
Bekleidungs-Arbeitgeber wollen bei den aktuellen Tarifverhandlungen
Flexibilisierung zum Nulltarif und Verlagerung von
Tarifvertragsbestimmungen in die Betriebe. Heute, Samstag,
organisiert die IG Metall deshalb eine Großdemonstration in
Hameln.++++
Die Gewerkschaft Metall-Textil (GMT) bestätigt in einer
Solidaritätsadresse an die westdeutschen KollegInnen ähnliche
Diskussionen in Österreich:
"Die Gewerkschaft Metall-Textil unterstützt die KollegInnen in der
westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie in ihrem Kampf für
faire Löhne, faire Arbeitsbedingungen und die Aufrechterhaltung der
Tarifverträge auf Branchenebene.
Auch in Österreich wird über die sogenannte Flexibilisierung der
Arbeitszeiten diskutiert. Wir lehnen das nicht kategorisch ab. Wir
sagen aber sehr wohl ganz kategorisch, dass längere Arbeitszeiten bei
gleichzeitigen Lohnkürzungen unter dem Deckmantel der
Flexibilisierung mit uns nicht zu machen sind. Denn Flexibilisierung
darf keine Einbahnstraße sein, sie muss beiden Partnern Vorteile
bringen - nicht nur den Unternehmern."
Die Arbeitgeber der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie
wollen - neben der Flexibilisierung zum "Nulltarif" - auch noch
wichtige Punkte, die in Tarifverträgen festgehalten sind, auf die
betriebliche Ebene verlagern. Sie wollen z.B. in den Betrieben
vereinbaren können, dass Weihnachts- oder Urlaubsgeld ausgesetzt
werden. Die IG Metall lehnt das ganz klar ab - und auch die GMT sieht
darin große Gefahren: Die Beschäftigten in den Betrieben wären dann
ständig mit der Angst bzw. der Androhung von Jobverlusten
konfrontiert, wenn sie nicht auf immer mehr Dinge verzichten. "Das
ist eine Tür, die nicht geöffnet werden darf, denn sie führt die
ArbeitnehmerInnen geradewegs in die Ausbeutung," heißt es in der
Botschaft der GMT.
Die Gewerkschaft Metall-Textil unterstützt daher den Kampf der
deutschen KollegInnen für gerechte Löhne, ordentliche
Arbeitsbedingungen und faire Verhandlungen.
OTS0018 2004-10-02/12:30
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