ÖBB: Eröffnung Stenitzer Überfahrtsbrücke

Mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer in Selzthal

ÖBB (Selzthal). Attraktive Mobilität und maximale Sicherheit für die Reisenden sind vorrangige Ziele der ÖBB. In nur 12 Monaten Bauzeit wurde die Stenitzer Überfahrtsbrücke errichtet. Die neue Überführung im Bahnhof Selzthal entflechtet den Schienenverkehr vom Straßenverkehr und schafft Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen. Die Auflassung der Eisenbahnkreuzung im Bahnhofsbereich hebt die Betriebs- und Reisequalität und reduziert die jährlichen Erhaltungskosten. Am 02. Oktober wird das Bauwerk im Beisein von Bürgermeister Alois Eckmann jun. dem offizielen Verkehr übergeben. Für ÖBB-Projektleiter DI Helfried Bretterebner bedeutet die neue Überfahrtsbrücke "den erfolgreichen Abschluss in der Modernisierung des Bahnhofs Selzthal."****

Mehr Sicherheit in Rekordbauzeit
Sieht man von den mehrmals am Tag stattfindenen Autostaus vor dem Eisenbahnschranken ab, war dieser für Bahnreisende, insbesondere aber für Autofahrer und die Rad fahrende Bevölkerung stets auch eine Gefahrenquelle, die große Wachsamkeit verlangte. Umso dringlicher ging das Projektteam um Helfried Bretterebner, das auch für den zweigleisigen Ausbau der Schoberpassstrecke verantwortlich zeichnet, an die Umsetzung der Überfahrtsbrücke, die seit Herbst 2003 in einer Rekordbauzeit von einem Jahr fertig gestellt werden konnte.

Messbar wird die Projektleistung am 2,3 Mio. € teuren Bauwerk auch an den technischen Daten: Gesamtlänge ca. 180 m, lichte Weite des Tragwerks 14,70 m, lichte Höhe 6 m. Rund 1.300 m3 Beton, 100 Tonnen Baustahl und 5.000 m3 Schüttmaterial waren notwendig, um die Überfahrtsbrücke zu errichten. Die beengten Verhältnisse stellten eine besondere Herausforderung für die planenden und ausführenden Techniker dar.

Es wurde eine besondere, erstmals in Österreich umgesetzte Bauweise für die Rampenbereiche gewählt. Normalerweise werden die Böschungsbereiche bei Auffahrtsrampen mit Schüttmaterial aufgeschüttet. Im Falle der Stenitzer Überfahrtsbrücke wurden nahezu senkrechtstehende Fertigteilelemente aufgestellt und deren Zwischenräume mit Schüttmaterial aufgefüllt. Die Fertigteilelemente sind mit Geogitterbahnen verbunden. Diese Technik spart Platz und Schüttmaterial und sie schließt unangenehme Hangrutschungen aus.

Die Umsetzung erfolgte durch das qualitätszertifizierte Projektmanagement der ÖBB Planung & Engineering. Und der Nutzen lässt sich nicht nur am modernen Bauwerk, sondern vor allem an der künftig hohen Verkehrssicherheit für die Reisenden der Bahn, für die Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger erkennen.

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