- 02.10.2004, 11:00:00
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ÖBB: Eröffnung Stenitzer Überfahrtsbrücke
Mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer in Selzthal
ÖBB (Selzthal). Attraktive Mobilität und maximale Sicherheit für die
Reisenden sind vorrangige Ziele der ÖBB. In nur 12 Monaten Bauzeit
wurde die Stenitzer Überfahrtsbrücke errichtet. Die neue Überführung
im Bahnhof Selzthal entflechtet den Schienenverkehr vom
Straßenverkehr und schafft Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und
Verkehrsteilnehmerinnen. Die Auflassung der Eisenbahnkreuzung im
Bahnhofsbereich hebt die Betriebs- und Reisequalität und reduziert
die jährlichen Erhaltungskosten. Am 02. Oktober wird das Bauwerk im
Beisein von Bürgermeister Alois Eckmann jun. dem offizielen Verkehr
übergeben. Für ÖBB-Projektleiter DI Helfried Bretterebner bedeutet
die neue Überfahrtsbrücke "den erfolgreichen Abschluss in der
Modernisierung des Bahnhofs Selzthal."****
Mehr Sicherheit in Rekordbauzeit
Sieht man von den mehrmals am Tag stattfindenen Autostaus vor dem
Eisenbahnschranken ab, war dieser für Bahnreisende, insbesondere aber
für Autofahrer und die Rad fahrende Bevölkerung stets auch eine
Gefahrenquelle, die große Wachsamkeit verlangte. Umso dringlicher
ging das Projektteam um Helfried Bretterebner, das auch für den
zweigleisigen Ausbau der Schoberpassstrecke verantwortlich zeichnet,
an die Umsetzung der Überfahrtsbrücke, die seit Herbst 2003 in einer
Rekordbauzeit von einem Jahr fertig gestellt werden konnte.
Messbar wird die Projektleistung am 2,3 Mio. € teuren Bauwerk auch an
den technischen Daten: Gesamtlänge ca. 180 m, lichte Weite des
Tragwerks 14,70 m, lichte Höhe 6 m. Rund 1.300 m3 Beton, 100 Tonnen
Baustahl und 5.000 m3 Schüttmaterial waren notwendig, um die
Überfahrtsbrücke zu errichten. Die beengten Verhältnisse stellten
eine besondere Herausforderung für die planenden und ausführenden
Techniker dar.
Es wurde eine besondere, erstmals in Österreich umgesetzte Bauweise
für die Rampenbereiche gewählt. Normalerweise werden die
Böschungsbereiche bei Auffahrtsrampen mit Schüttmaterial
aufgeschüttet. Im Falle der Stenitzer Überfahrtsbrücke wurden nahezu
senkrechtstehende Fertigteilelemente aufgestellt und deren
Zwischenräume mit Schüttmaterial aufgefüllt. Die Fertigteilelemente
sind mit Geogitterbahnen verbunden. Diese Technik spart Platz und
Schüttmaterial und sie schließt unangenehme Hangrutschungen aus.
Die Umsetzung erfolgte durch das qualitätszertifizierte
Projektmanagement der ÖBB Planung & Engineering. Und der Nutzen lässt
sich nicht nur am modernen Bauwerk, sondern vor allem an der künftig
hohen Verkehrssicherheit für die Reisenden der Bahn, für die
Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger erkennen.
OTS0014 2004-10-02/11:00
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