- 01.10.2004, 14:45:35
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"Thema" im ORF: Wie geht es den getrennten siamesischen Zwillingen Michaela und Melanie?
Auf Besuch beim ersten Geburtstag
Wien (OTS) - Vor einem Jahr ging es bei den siamesischen
Zwillingen Michaela und Melanie um Leben und Tod - da wurden sie im
Wiener AKH getrennt. "Thema" - zu sehen am Montag, dem 4. Oktober
2004, um 21.05 Uhr in ORF 2, moderiert von Roman Rafreider - besuchte
die beiden zu ihrem ersten Geburtstag.
Glücklich getrennt
Putzmunter krabbeln Michaela und Melanie durchs Wohnzimmer und halten
ihre Mutter auf Trab. Vor einem Jahr waren die Mädchen eine
medizinische Sensation: Sie wurden als Siamesische Zwillinge geboren
und kurz nach ihrer Geburt im Wiener AKH getrennt. Es ging um Leben
und Tod. Michaela und Melanie waren am Bauch zusammengewachsen, sie
teilten sich einen Darm und eine Harnblase. Gemeinsam hätten sie
nicht überlebt. Eine große Operation müssen die Zwillinge in wenigen
Wochen noch überstehen, doch ihren ersten Geburtstag feiern sie
unbeschwert. Andrea Puschl war für "Thema" bei den glücklich
getrennten Geburtstagskindern in Fischamend.
Die Ärztin, die die Schmetterlingskinder lieben
Dr. Anja Diem ist seit zwölf Jahren Ärztin, sie hat ihr
Medizinerleben chronisch kranken Menschen verschrieben. Seit etwa
eineinhalb Jahren ist Anja Diem die erste Kontaktperson für so
genannte Schmetterlingskinder und ihre Eltern. Schmetterlingskinder
leiden an Epidermolysis bullosa, einer genetisch bedingten, derzeit
noch nicht heilbaren Hauterkrankung. Die Haut ist so verletzlich wie
der Flügel eines Schmetterlings - bei geringster Belastung kommt es
am ganzen Körper zu Blasen und Wundbildung. Das Leben der Betroffenen
ist schmerzvoll und mühsam. 500 Menschen in Österreich sind davon
betroffen, 30.000 in ganz Europa. Am kommenden Montag ist Spatenstich
für ein eigenes Krankenhaus für die Schmetterlingskinder in Salzburg.
2,2 Millionen Euro verschlingen Grundausstattung und Labor. Das Geld
wurde von "debra austria" über Spenden gesammelt und jahrelang
zusammengetragen. Das neue Spezialkrankenhaus soll ein europäisches
"Center of Excellence" werden - ein Therapiezentrum mit Spezialisten,
weiters ein Forschungsinstitut mit dem Ziel, eine Heilmethode zu
entwickeln, und eine Akademie zur Aus- und Weiterbildung von Ärzten,
Wissenschaftern und Betroffenen. Ein "Thema"-Porträt über eine
engagierten Ärztin und "ihre" Schmetterlingskinder von Gudrun
Kampelmüller.
Unser Mann in Assisi
Am 4. Oktober ist das Fest des heiligen Franz von Assisi,
gleichzeitig der Welttierschutztag. Ein Vorarlberger versucht seit 25
Jahren, den franziskanischen Weg der Einfachheit zu gehen und wie
Franziskus in allen Dingen und Geschöpfen den Schöpfer zu sehen.
Herbert Marent stammt, wie sein Vorbild Franz von Assisi, aus
begütertem Haus. Seine Vorfahren kommen aus dem Montafon, ein
Familienwappen aus dem Jahr 1659 zeugt von den Verdiensten dieses
alten Geschlechts der Marents. Herbert Marent wird auf seiner "terra
buona" in Armenzano, Gemeinde Assisi, von Menschen aus aller Welt
besucht, die eine Zeit lang mit ihm beten und arbeiten wollen. Als
kleiner Bauer lebt er von einer bescheidenen Landwirtschaft. Seine
Kraft schöpft er aus dem täglichen Gebet. Werner Ertel hat ihn für
"Thema" in Umbrien, dem grünen Herz Italiens, besucht.
OTS0219 2004-10-01/14:45
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