- 01.10.2004, 10:00:00
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Hohe Spritpreise - Streikaufruf "Fahren nach Vorschrift"
Wien (OTS) - Den ständig steigenden Kosten des Autofahrens
begegnet man am besten mit den Kräften des Marktes. Dazu genügt es,
die Regeln des Kraftfahrzeuggesetzes (KFG) einzuhalten.
Was viele nicht wissen: Durch das Kraftfahrzeuggesetz sind wir
nicht nur zur Einhaltung von Tempo-, Promillelimits und
Mindestabständen, zentralen Grundsätzen wie z.B. "Fahren auf Sicht"
und allen anderen Verkehrsregeln verpflichtet, sondern auch zu einem
umweltbewussten, lärmarmen und damit Sprit sparenden Fahrstil (§102
Abs. 4 KFG).
"Würden alle Lenker ab sofort nach Vorschrift fahren, würden nicht
nur die Ölmultis bald die Preise senken, sondern auch die
Versicherungen und Werkstätten", so der Mobilitätsforscher Mag.
Michael Praschl.
Durch eine Sprit sparende Fahrweise lässt sich der Verbrauch
locker um 20% senken. Entscheiden sich viele Österreicher außerdem
zum Kauf besonders Sprit sparender Autos und nützen zumindest dann,
wenn es ganz leicht geht, auch einmal öffentliche Verkehrsmittel oder
das Rad, könnte der Spritkonsum in Österreich leicht um 1/4 sinken.
Das würde die Ölmultis sicher zum Lockern der Preisschraube bewegen
und zukünftige Preisanstiege aufgrund der Rohstoffverknappung in
weitere Ferne schieben.
Der Streik "Fahren nach Vorschrift" würde voraussichtlich auch die
Unfallzahlen um gut die Hälfte reduzieren und damit Milliarden Euro
Folgekosten einsparen, die Krankenkassen und Spitäler entlasten,
(Unfall-)Staus reduzieren und das Klima im Straßenverkehr verbessern.
"Ich hoffe, dass sich viele Interessengruppen diesem Streikaufruf
anschließen und damit helfen, die Situation für die Fahrzeuglenker,
die ja immer gleichzeitig auch Fußgänger und Anrainer sind,
nachhaltig zu verbessern", meint Mobilitätsforscher Praschl.
OTS0043 2004-10-01/10:00
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