Wo der Biobauer den Most herholt: ORF-Doku über das "Leben mit der Natur"

Jüngstes Werk des vielfach ausgezeichneten Dokufilmers Manfred Corrine

Wien (OTS) - Georg, Biobauer aus Überzeugung, und seine siebenköpfige Familie haben dem Dokumentarfilmer Manfred Corrine die Tür zu ihrem Hof geöffnet. Ein Jahr lang hat er sie mit der Kamera begleitet: bei den Stallarbeiten und bei der Heumahd, wo Georgs Vater Siegmund nach wie vor mit vollem Engagement mitarbeitet, bei den Vorbereitungen zum alljährlichen Bio-Sommerfest, zu dem alle Biobauern der Region zusammenkommen und mehr als 2.000 Gäste sich mit biologischen Köstlichkeiten verwöhnen lassen. Aber auch beim turbulenten Winter-Stubenbetrieb, bei dem durstige Langläufer und Pferdeschlittenausflügler einkehren. Für die Bauernfamilie aus der Ramsau in der Steiermark gibt es keinen Ruhetag. Eine Woche Urlaub in Rimini muss fürs ganze Jahr reichen. Und doch beklagt sich keiner. Die erstaunliche Dokumentation "Leben mit der Natur - Aus dem Alltag eines Biobauern" ist am Freitag, dem 1. Oktober, um 21.20 Uhr in ORF 2 zu sehen.

Georg (39) und sein Vater Siegmund (73) erledigen die landwirtschaftlichen Arbeiten. Seine Frau Claudia (37) kümmert sich um den Haushalt, die Zimmervermietung und die kulinarische Versorgung ihrer Gäste. Ihre Kinder Maria (zwölf), Anna (zehn) und Georg (sechs) helfen bei der Arbeit in der Küche oder im Stall mit, wenn sie Lust haben und die Schulaufgaben es erlauben. Die Urlaubsgäste stören sie nicht am Hof. Wenn ihnen der Trubel zu viel wird, ziehen sie sich einfach zurück. Und fragt man Georg junior, was er mal werden will, antwortet er lapidar: "I bin jo eh schon Bauer."

Oma Monika (64) ist vom Frühjahr bis zum Herbst "Mautnerin" in der Silberkarklamm. Die restliche Zeit hilft sie ihrer Schwiegertochter in der Küche. Denn im Winter kehren oft gut hundert Ausflügler pro Tag in der Frienerstubn ein. Georg und Claudia haben mit ihrer Arbeit, die von Außenstehenden als enorme Belastung betrachtet wird, kein Problem. "Nur wenn man etwas gern macht, kann man es auch gut machen", meinen sie. Sie schöpfen ihre Kraft aus dem, was sie tun. Vor fünf Jahren hat Georg am elterlichen Hof den Biogedanken in die Realität umgesetzt. Er ist bestrebt, die Vielfalt der Natur zu erhalten und den Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Die Kombination von Biobauernhof und sanftem Tourismus ist für ihn auch eine Chance den Biogedanken weiterzugeben.

Der Regisseur Manfred Corrine - er ist für sein "Universum" über die Donauinsel mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden und sein bisher letzter Film "Sarahs kurzes Leben" ist heuer für den Prix Europa nominiert worden - hat diesmal ein Porträt über eine außergewöhnliche Familie gestaltet. "Auf den ersten Blick wirkt der Frienerhof wie 'Bilderbuch-Idylle' pur. Doch im Laufe der Dreharbeiten habe ich das Arbeitspensum der Bauernfamilie kennen gelernt. Über eine 40-Stunden-Woche können die nur lachen."

"Leben mit der Natur" ist eine Koproduktion von ORF, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und Wega Film, mit Unterstützung des Lebensministeriums.

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