- 24.09.2004, 09:00:00
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Österreichweiter Zivilschutz-Probealarm am 2. Oktober - GRAFIK
Seit 1998 jährliche Sirenenprobe
Wien (OTS) - Am 2. Oktober 2004 findet in Österreich der jährliche
bundesweite Zivilschutz-Probealarm statt, bei dem gleichzeitig mehr
als 7.800 Sirenen getestet werden.
Die an jedem ersten Samstag im Oktober vorgesehene Alarmierung
dient einerseits der Überprüfung der technischen Einrichtungen,
andererseits soll die Bevölkerung mit der Bedeutung der Warnsignale
vertraut gemacht werden, erklärte die Leiterin der Bundeswarnzentrale
im Innenministerium, Dr. Doris ITA, gegenüber der APA.
Der Test im Vorjahr war nach Angaben des Innenministeriums - wie
in den früheren Jahren - erfolgreich. Zu lediglich geringfügigen
Ausfällen kam es im Burgenland (0,62%), in Salzburg (1,71%). in Wien
(1,86%) und in der Steiermark (1,92%). Allgemein lagen die Ausfälle
in den Bundesländern bei etwa 5,76% (2002 bei 5,31%). Vereinzelt gab
es auch Probleme hinsichtlich Hörbarkeit der Signale. Die Ausfälle
wurden wieder zum Anlass genommen, Wartungs- und Reparaturarbeiten
durchzuführen.
Österreich hat nach Angaben von ITA als eines der wenigen Länder
in Europa sowohl ein flächendeckendes Sirenenwarnsystem als auch eine
koordinierte Alarmierungsmöglichkeit über die Bundeswarnzentrale im
Innenministerium. Diese Einrichtung ist für das von Bund und Ländern
gemeinsam zu betreibende Warn- und Alarmsystem verantwortlich und
zugleich Kontaktstelle für Katastrophen- und Krisenfälle im Ausland.
Österreich hat mit Deutschland, der Schweiz, mit Liechtenstein,
Slowenien, Ungarn, der Slowakei und Tschechien
Katastrophenhilfeabkommen abgeschlossen; ein Abkommen mit Jordanien
wird in Bälde in Kraft treten, ein Abkommen mit Kroatien ist
unterschriftsreif; Weiters laufen offizielle Verhandlungen mit
Italien und Polen und werden Vorgespräche mit Marokko, Algerien,
Tunesien und Frankreich geführt.
Informationen über die Massenmedien einschließlich des ORF sollen
dafür sorgen, dass der Probealarm am 2. Oktober nicht mit einem
echten Alarm verwechselt wird und besorgte Bürger die Notrufnummern
blockieren.
Das "Programm" sieht zwischen 12.000 und 13.00 Uhr vier Signale
vor. Zunächst sollen für 15 Sekunden alle Sirenen "probeweise"
heulen. Dann folgt ein drei Minuten anhaltender Dauerton, der im
Ernstfall vor einer herannahenden Gefahr warnt. Hier sollte man in
einer echten Krisensituation das Radio oder den Fernseher
einschalten, um sich über entsprechende Verhaltensmaßnahmen zu
informieren.
Ein 60 Sekunden dauernder auf- und abschwellender Heulton bedeutet
anschließend "Alarm". Im Ernstfall wären hier schützende
Räumlichkeiten aufzusuchen und die über Radio und TV durchgegebenen
Maßnahmen zu befolgen.
"Entwarnung" bedeutet der abschließende, eine Minute anhaltende
Dauerton. Entsprechende Zusatzinformationen erfolgen wieder über
Hörfunk und Fernsehen.
Die Funktionstüchtigkeit der Sirenen wird im Oktober in allen
Bundesländern an Ort und Stelle überprüft. Das Ergebnis wird über die
Bezirks- und Landeswarnzentralen an die Bundeswarnzentrale
weitergeleitet und ausgewertet.
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OTS0030 2004-09-24/09:00
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