Österreichweiter Zivilschutz-Probealarm am 2. Oktober

Seit 1998 jährliche Sirenenprobe

Wien (OTS) - Am 2. Oktober 2004 findet in Österreich der jährliche bundesweite Zivilschutz-Probealarm statt, bei dem gleichzeitig mehr als 7.800 Sirenen getestet werden.

Die an jedem ersten Samstag im Oktober vorgesehene Alarmierung dient einerseits der Überprüfung der technischen Einrichtungen, andererseits soll die Bevölkerung mit der Bedeutung der Warnsignale vertraut gemacht werden, erklärte die Leiterin der Bundeswarnzentrale im Innenministerium, Dr. Doris ITA, gegenüber der APA.

Der Test im Vorjahr war nach Angaben des Innenministeriums - wie in den früheren Jahren - erfolgreich. Zu lediglich geringfügigen Ausfällen kam es im Burgenland (0,62%), in Salzburg (1,71%). in Wien (1,86%) und in der Steiermark (1,92%). Allgemein lagen die Ausfälle in den Bundesländern bei etwa 5,76% (2002 bei 5,31%). Vereinzelt gab es auch Probleme hinsichtlich Hörbarkeit der Signale. Die Ausfälle wurden wieder zum Anlass genommen, Wartungs- und Reparaturarbeiten durchzuführen.

Österreich hat nach Angaben von ITA als eines der wenigen Länder in Europa sowohl ein flächendeckendes Sirenenwarnsystem als auch eine koordinierte Alarmierungsmöglichkeit über die Bundeswarnzentrale im Innenministerium. Diese Einrichtung ist für das von Bund und Ländern gemeinsam zu betreibende Warn- und Alarmsystem verantwortlich und zugleich Kontaktstelle für Katastrophen- und Krisenfälle im Ausland.

Österreich hat mit Deutschland, der Schweiz, mit Liechtenstein, Slowenien, Ungarn, der Slowakei und Tschechien Katastrophenhilfeabkommen abgeschlossen; ein Abkommen mit Jordanien wird in Bälde in Kraft treten, ein Abkommen mit Kroatien ist unterschriftsreif; Weiters laufen offizielle Verhandlungen mit Italien und Polen und werden Vorgespräche mit Marokko, Algerien, Tunesien und Frankreich geführt.

Informationen über die Massenmedien einschließlich des ORF sollen dafür sorgen, dass der Probealarm am 2. Oktober nicht mit einem echten Alarm verwechselt wird und besorgte Bürger die Notrufnummern blockieren.

Das "Programm" sieht zwischen 12.000 und 13.00 Uhr vier Signale vor. Zunächst sollen für 15 Sekunden alle Sirenen "probeweise" heulen. Dann folgt ein drei Minuten anhaltender Dauerton, der im Ernstfall vor einer herannahenden Gefahr warnt. Hier sollte man in einer echten Krisensituation das Radio oder den Fernseher einschalten, um sich über entsprechende Verhaltensmaßnahmen zu informieren.

Ein 60 Sekunden dauernder auf- und abschwellender Heulton bedeutet anschließend "Alarm". Im Ernstfall wären hier schützende Räumlichkeiten aufzusuchen und die über Radio und TV durchgegebenen Maßnahmen zu befolgen.

"Entwarnung" bedeutet der abschließende, eine Minute anhaltende Dauerton. Entsprechende Zusatzinformationen erfolgen wieder über Hörfunk und Fernsehen.

Die Funktionstüchtigkeit der Sirenen wird im Oktober in allen Bundesländern an Ort und Stelle überprüft. Das Ergebnis wird über die Bezirks- und Landeswarnzentralen an die Bundeswarnzentrale weitergeleitet und ausgewertet.

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(Bundeswarnzentrale und Alarmvorsorgen)
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