- 23.09.2004, 13:04:15
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Hoscher zu Nächtigungsminus: "Tourismus ist eben kein Selbstläufer"
Wichtige Initiativen der SPÖ für Branche wurden jahrelang ignoriert
Wien (SK) Als Beweis dafür, dass entgegen der Annahme der
Bundesregierung "der Tourismus eben kein Selbstläufer ist, der so
oder so funktioniert", wertet SPÖ-Tourismus- und
Freizeitwirtschaftssprecher Dietmar Hoscher den Einbruch bei den
Nächtigungszahlen im heurigen Sommer. Wie Hoscher Donnerstag
gegenüber dem SPÖ-Pressedienst unterstrich, sei das heurige
Nächtigungsminus "keine Katastrophe" und sicherlich auch durch die
ausgezeichneten Vorjahreszahlen erklärbar. Klar sei jedoch, "dass
sich die Untätigkeit des Wirtschaftsministeriums, der Branche Anreize
zu bieten und helfend unter die Arme zu greifen, nun rächt". Wichtige
Initiativen der SPÖ wie die Schaffung wetterunabhängiger Angebote
würden seit Jahren ignoriert, SPÖ-Anträge im Parlament permanent
vertagt. ****
Der SPÖ-Abgeordnete verwies darauf, dass die SPÖ im Gegensatz
zur Regierung im Rahmen des Entwurfs zum SPÖ-Wirtschaftsprogramm ein
eigenes, umfassendes Kapitel für die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft in die Diskussion eingebracht habe. So fordere die
Sozialdemokratie Steuersenkungen (Senkung des ermäßigten
Umsatzsteuersatzes für die Branche von zehn auf fünf Prozent) ebenso
wie neue kooperative Modelle zwischen ArbeitnehmerInnen und
ArbeitgeberInnen. Die SPÖ bekenne sich auch zum Ausbau der
Kooperationsförderung, um wetterunabhängige Angebote, etwa im Kultur-
oder Sportbereich, liefern zu können. Zudem fordere man die
Aufstockung des Budgets der Österreich-Werbung. "Wir kommen dem Ziel
‚140 Millionen Nächtigungen pro Jahr' nicht näher, sondern entfernen
uns davon. Aus diesem Grund fordert die SPÖ einmal mehr raschest eine
umfangreiche Diskussion über einen Tourismus-Masterplan", so Hoscher
abschließend. (Schluss) ps/mp
OTS0174 2004-09-23/13:04
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